Der BMW X2 sDrive16d ist die leistungsschwächste und günstigste Variante des X2. In Verbindung mit dem Steptronic-Getriebe startet er bei 41.572 Euro, doch unser Testwagen lag bei rund 52.000 Euro – „Er ist zwar der günstigste von allen, aber wirklich billig ist er nicht“, stellt Guilherme schließlich fest.
Zu diesem Ergebnis kamen wir bereits beim Test des X2 xDrive20d: Mit seiner vollständigen Sonderausstattung kletterte er auf 70.000 Euro. Kompakte Crossover können also teuer werden – sogar sehr teuer, oder?
Teure Extras beim BMW X2 sDrive16d
Das gilt keineswegs ausschließlich für den BMW X2, denn seine Konkurrenten stehen ihm in dieser Hinsicht in nichts nach. Ob Volvo XC40, Jaguar E-Pace, der etwas ungewöhnlichere Lexus UX oder der brandneue Audi Q3 Sportback – vermutlich der ernsthafteste Gegner des X2, den wir ebenfalls bereits gefahren sind: Alle erreichen rasch Preisregionen, bei denen selbst Executive-Limousinen oder echte Sportwagen erröten könnten.
Was bringt der BMW X2 sDrive16d für mehr als 10.000 Euro an Extras? Vor allem eines: Stil. Das Paket X Performance M macht rund die Hälfte des Gesamtwerts aller verbauten Sonderausstattungen aus. Es verleiht dem X2 eine sportlichere Optik, die jener der stärkeren Versionen ähnelt, und wird durch großzügige 19-Zoll-Räder abgerundet.
Für den Preis dieses auf Stil ausgerichteten Extras ließe sich alternativ innerhalb der X2-Baureihe eine Stufe höher greifen: zum stärkeren, schnelleren und angenehmeren 18d mit 2,0 l Hubraum und 150 PS.
Wer meint, das eigenständigere Design des X2 gegenüber dem X1 gehe mit zu großen Einbußen beim Platzangebot einher, liegt vollkommen falsch. Auf der Rückbank gibt es weiterhin reichlich Raum, auch über dem Kopf, und der Kofferraum fasst problemlos einen … Diogo Teixeira. Weniger überzeugend ist die Rundumsicht, was an der niedrigen Fensterfläche sowie Position und Größe der Säulen liegt.
Reichen drei Zylinder und 116 PS?
Der X2 sDrive16d macht keine schlechte Figur, glänzt aber auch nicht. Sein 1,5-l-Dreizylinder leistet 116 PS und liefert 270 Nm. Die Fahrleistungen sind gerade ausreichend, während der Verbrauch im Mittelpunkt steht: Bei zurückhaltender Fahrweise sind 4,5–5,0 l/100 km möglich, und selbst ohne große Disziplin bleibt er unter 6,0 l/100 km.
Sein größter technischer Vorteil ist letztlich das Getriebe. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kostet zwar Aufpreis, ist dem manuellen Getriebe aber klar vorzuziehen, da es im Alltag deutlich angenehmer arbeitet.
Ultimative … komfortable Maschine?
In dieser Ausführung fährt sich der BMW X2 keineswegs schlecht – ganz im Gegenteil –, doch er ist nicht der schärfste oder unterhaltsamste Vorschlag seiner Klasse, wie man es von einem BMW erwarten würde. Guilherme bringt es auf den Punkt:
„Er macht nicht so viel Spaß, wie ich erwartet hatte, (aber er ist) komfortabler, als ich dachte.“
Dank hervorragender, ebenfalls optionaler Sitze zeigt der X2 einen sanfteren Charakter, als man zunächst vermuten würde. Das ist vorteilhaft auf längeren Strecken, für Fahrbegeisterte jedoch weniger reizvoll. Andererseits: Wie groß kann der Unterschied bei nur 116 PS schon sein?
Um mehr zu erfahren und Guilhermes endgültiges Urteil zum BMW X2 sDrive16d kennenzulernen, solltest du dir eines unserer weiteren Videos nicht entgehen lassen. Und wie immer: Falls du es noch nicht getan hast, abonniere unseren Kanal und aktiviere die Benachrichtigungsglocke, damit du stets über die neuesten Entwicklungen aus der Automobilwelt informiert bleibst.
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