Die attraktivsten Karosserievarianten der Mercedes-Benz E-Klasse (Generation W213) wurden nun vorgestellt. Nach Limousine und T-Modell erhalten jetzt auch E-Klasse Coupé und Cabriolet die entsprechenden Modellpflege-Maßnahmen.
Die 2017 eingeführte W213-Generation der Mercedes-Benz E-Klasse zeigte bereits erste Alterserscheinungen. Deshalb hat die deutsche Marke die wichtigsten Schwachpunkte dieser Baureihe überarbeitet.
Dezente Änderungen am Exterieur der Mercedes-Benz E-Klasse
Äußerlich fallen die Anpassungen zwar zurückhaltend aus, sind aber dennoch wirkungsvoll. Die Frontscheinwerfer tragen ein neues Design, außerdem wurde die Fahrzeugfront leicht umgestaltet.
Am Heck ist eine neue Lichtsignatur zu sehen, welche die sportlichere Seite der Mercedes-Benz E-Klasse stärker betonen soll.
Auch beim Mercedes-AMG E 53, der einzigen AMG-Variante für E-Klasse Coupé und Cabriolet, wurde Hand angelegt. Die optischen Eingriffe fallen hier umfassender aus, insbesondere durch den Kühlergrill mit der typischen „Familienähnlichkeit“ der Modelle aus Affalterbach.
Innenraum wird moderner
Optisch machten Mercedes-Benz E-Klasse Coupé und Cabriolet im Innenraum weiterhin eine gute Figur. Bei der Technik sah es jedoch nicht ganz so überzeugend aus.
Um in diesem Bereich aufzuholen, erhalten die überarbeiteten Mercedes-Benz E-Klasse Coupé und Cabriolet neue MBUX-Infotainmentsysteme. In den regulären Ausführungen bestehen sie aus zwei Bildschirmen mit jeweils 26 cm Diagonale, während die höherwertigen optionalen Versionen mit großen 31,2-cm-Displays ausgestattet sind.
Die zweite wesentliche Neuerung ist das vollständig überarbeitete Lenkrad mit zusätzlichen Funktionen. Besonders hervorzuheben ist die Händeerkennung: Sie erlaubt es, das teilautonome Fahrsystem aktiv zu halten, ohne das Lenkrad bewegen zu müssen, wie es bislang erforderlich war.
Auch beim Komfort gibt es eine Neuerung namens „ENERGIZING COACH“. Mithilfe von Soundsystem, Ambientebeleuchtung und Massagesitzen versucht ein Algorithmus, den Fahrer abhängig von seinem körperlichen Zustand zu aktivieren oder zu entspannen.
Urban Guard: die Diebstahlwarnanlage
Mit diesem Facelift von Mercedes-Benz E-Klasse Coupé und Cabriolet will die deutsche Marke auch Autodieben das Leben schwerer machen.
Für die E-Klasse stehen nun zwei Alarmsysteme bereit. Urban Guard ist eine herkömmliche Alarmanlage, die zusätzlich Benachrichtigungen auf dem Smartphone ermöglicht, wenn jemand versucht, ins Fahrzeug einzudringen oder es auf einem Parkplatz anstößt. Über die App „Mercedes Me“ erhalten Nutzer sämtliche Informationen zu solchen Vorfällen.
Für besonders Vorsichtige gibt es außerdem Urban Guard Plus. Dieses System kann den Standort des Fahrzeugs per GPS ermitteln, selbst wenn die Ortungsfunktion des Autos deaktiviert wurde. Der beste Teil? Die Polizei kann benachrichtigt werden.
Elektrifizierte Motorisierungen
Erstmals kommen in der E-Klasse mild-hybride Systeme bei den Motoren OM 654 (Diesel) und M 256 (Benzin) zum Einsatz – parallele 48-V-Elektrosysteme. Dank dieser Technik muss die Energie für die elektrischen Systeme nicht mehr vom Verbrennungsmotor bereitgestellt werden.
Stattdessen werden Klimaanlage, Fahrerassistenzsysteme, Servolenkung und weitere Verbraucher von einem 48-V-Elektromotor/-generator versorgt. Dieser speist nicht nur das Bordnetz, sondern kann dem Verbrennungsmotor unter bestimmten Umständen auch kurzfristig einen Leistungsboost geben.
Das Ergebnis? Niedrigere Verbräuche und Emissionen.
Neben den bereits bekannten Varianten E 220 d, E 400d, E 200, E 300 und E 450 kommt eine neue Version E 300d hinzu.
OM 654 M: der stärkste Vierzylinder-Diesel aller Zeiten?
Hinter der Bezeichnung 300 d steckt eine weiterentwickelte Ausführung des OM-654-Motors (2.0, Reihenvierzylinder), die intern unter dem Codenamen OM 654 M geführt wird.
Verglichen mit dem 220 d steigt die Leistung des 300 d von 194 PS auf 265 PS, während das maximale Drehmoment von 400 Nm auf deutlich kräftigere 550 Nm wächst.
Aufgrund dieser Werte beansprucht der OM 654 M den Titel des stärksten Vierzylinder-Dieselmotors aller Zeiten für sich.
Gegenüber dem bekannten OM 654 bringt der Motor eine geringfügig größere Hubraumgröße mit – von 1950 cm³ auf 1993 cm³. Hinzu kommen zwei wassergekühlte Turbolader mit variabler Geometrie sowie ein höherer Einspritzdruck. Dazu kommt das viel diskutierte 48-V-System, das die angegebenen Werte unter bestimmten Bedingungen um weitere 15 kW (20 PS) und 180 Nm erhöhen kann.
Markteinführung
Konkrete Termine für Deutschland gibt es noch nicht. Die gesamte Palette des Mercedes-Benz E-Klasse Coupé und Cabriolet – einschließlich der Mercedes-AMG-Versionen – soll jedoch noch vor Jahresende auf dem europäischen Markt verfügbar sein. Preise wurden bislang ebenfalls nicht genannt.
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