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Caramulo Motorfestival 2026: Fünf außergewöhnliche Fahrzeuge im Fokus

Roter Ferrari F8 Sportwagen in einem modernen Showroom mit großen Fenstern und weißem Boden.

Das Caramulo Motorfestival steht kurz bevor, und einige der Fahrzeuge, die die Serra do Caramulo vom 4. bis 6. September beleben werden, sind bereits bekannt.

Bei seiner 21. Ausgabe wird das größte Motorfestival Portugals voraussichtlich erneut mehr als 1700 Fahrzeuge verschiedenster Marken und Epochen zusammenbringen – darunter Autos, Motorräder und sogar Flugzeuge. Die Auswahl auf nur fünf Modelle zu beschränken, ist alles andere als einfach. Doch einige Maschinen wird man wegen ihrer Seltenheit, ihrer Geschichte oder ihrer Fahrleistungen kaum übersehen können.

Das vollständige Programm des Caramulo Motorfestival 2026 finden Sie hier:

Ferrari F80

Den Anfang macht der Ferrari F80. Er tritt die Nachfolge des LaFerrari an und zeigt auf eindrucksvolle Weise, wozu Maranello fähig ist, wenn Kompromisse nahezu keine Rolle spielen.

Statt eines klassischen V12 setzt der neue F80 auf einen V6 in Kombination mit drei Elektromotoren. Die Systemleistung beträgt 1200 PS – genug, um ihn zum stärksten Ferrari aller Zeiten zu machen.

Entsprechend beeindruckend fallen die Fahrleistungen aus: Von 0 auf 100 km/h sprintet er in nur 2,15 s, die 200-km/h-Marke erreicht er nach lediglich 5,75 s, und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 350 km/h. Werte, die auf der legendären Historischen Bergrennstrecke von Caramulo sicherlich voll ausgeschöpft werden.

Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio Luna Rossa

Der Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio Luna Rossa wird ebenfalls seine Portugal-Premiere feiern. Eine weitere Gelegenheit, ihn zu sehen, dürfte sich allerdings kaum bieten, denn es existieren nur 10 Exemplare.

Das Modell entstand im Rahmen des BOTTEGAFUORISERIE-Programms gemeinsam mit dem Segelteam Luna Rossa. Unter der Haube arbeitet weiterhin der bekannte 2,9-Liter-V6-Biturbo mit 520 PS und 600 Nm. Seine entscheidenden Besonderheiten liegen vor allem in der Aerodynamik.

Das neue Carbonfaser-Paket erzeugt bis zu fünfmal mehr Abtrieb als bei einem herkömmlichen Giulia Quadrifoglio. Der gewaltige Heckflügel mit Doppelprofil, dessen Gestaltung von den Kielen der Luna-Rossa-AC75-Yacht inspiriert ist, trägt bei 300 km/h zu 140 kg Abtrieb bei.

Dallara Stradale

Der Dallara Stradale ist zwar keine echte Neuheit, da er bereits 2017 vorgestellt wurde, bleibt aber ein äußerst seltener Anblick. Als erstes Straßenfahrzeug des italienischen Herstellers bringt er einen großen Teil des im Motorsport gesammelten Know-hows auf die Straße.

Dank des umfangreichen Einsatzes von Carbonfasern und weiteren Verbundwerkstoffen bringt er lediglich 855 kg auf die Waage. Für den Antrieb sorgt ein mittig hinter den Sitzen montierter 2,3-Liter-Turbomotor mit vier Zylindern, der 400 PS und 500 Nm Drehmoment leistet.

Mit einem Leistungsgewicht von 2,14 kg/PS beschleunigt der Dallara Stradale in 3,25 s von 0 auf 100 km/h und erreicht 280 km/h Spitze. Das dürfte jeden beeindrucken, der ihn auf der Historischen Bergrennstrecke von Caramulo hinauffahren sieht – und hört.

Ford Mustang Dark Horse

Auch er ist nicht völlig neu, auf portugiesischen Straßen jedoch alles andere als ein alltäglicher Anblick. Die jüngste Generation des Ford Mustang tritt deutlich aggressiver auf und behält dennoch den 5,0-Liter-Coyote-V8, der im Dark Horse 453 PS leistet.

In den USA sieht das allerdings ganz anders aus. Dort profitiert der Mustang Dark Horse von weniger einschränkenden Vorschriften, gewinnt gegenüber dem europäischen Modell mehr als 50 PS hinzu und kommt auf 507 PS.

Unabhängig von der verlorenen Leistung steht eines fest: Ein Modell mit V8-Motor, das heute noch nach Europa kommt, ist überraschender denn je. Zumal der Mustang Dark Horse vollständig auf elektrische Unterstützung verzichtet und mit einem manuellen Sechsganggetriebe erhältlich ist.

Zutaten, die wohl niemanden unberührt lassen werden, wenn dieses Muscle Car durch die Straßen von Caramulo fährt. Wer nicht bis dahin warten möchte, kann sich das Video ansehen, das wir vor vier Jahren am Steuer eines anderen ganz besonderen Mustang gedreht haben: des Mach 1.

Porsche 911 GT3 R rennsport

Der 2023 präsentierte Porsche 911 GT3 R rennsport besitzt keine Zulassung für den Rennsport und darf nicht einmal auf öffentlichen Straßen fahren. Das klingt widersprüchlich, macht ihn aber gerade deshalb so außergewöhnlich.

Da er keinerlei Reglementvorgaben unterliegt, konnte Porsche Motorsport die Basis des Renn-911 GT3 R noch konsequenter weiterentwickeln. Auffällig sind seine wesentlich kompromisslosere Optik, die vollständig überarbeitete Aerodynamik – sehen Sie sich nur diesen Heckflügel an… –, eine veränderte Karosserie sowie unzählige Lufteinlässe.

Auch der 4,2-Liter-Sechszylinder-Boxermotor ohne Aufladung wurde von den Einschränkungen des GT3 R befreit. Er erhielt mehr „Biss“ und steigert seine Leistung von 565 PS auf 620 PS. Bei einem Gewicht von nur 1240 kg leitet er sämtliche Kraft über ein sequenzielles Sechsganggetriebe an die Hinterräder weiter.

Er zählt zu den spektakulärsten Track Cars, die man für Geld kaufen kann. Der auf 77 Exemplare limitierte Porsche 911 GT3 R rennsport kam mit einem Grundpreis von rund 951.000 Euro vor Steuern auf den Markt. Dass er rasch ausverkauft war und heute deutlich mehr kostet, versteht sich von selbst.

Es gibt also reichlich Gründe, an den kommenden Tagen, dem 4., 5. und 6. September, in die Serra do Caramulo zu fahren. Der Eintritt zum Veranstaltungsgelände ist wie gewohnt kostenlos. Alle weiteren Informationen finden sich auf der eigens eingerichteten Veranstaltungsseite.

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