CATL, einer der größten chinesischen Batteriehersteller weltweit, hat gestern, am 26. November, mit dem Bau seines nächsten Werks in Europa begonnen. Der Standort befindet sich in Figueruelas in der Provinz Saragossa, in der autonomen Gemeinschaft Aragonien in Spanien (Quelle: Reuters).
Das mit 4,1 Milliarden Euro bewertete Vorhaben ist aus einem Joint Venture mit Stellantis hervorgegangen und soll zudem mehr als 300 Millionen Euro an Fördermitteln der Europäischen Union (EU) erhalten. In der ersten Bauphase wird der Großteil der Arbeitskräfte aus China kommen.
„Wir kennen diese Technologie und diese Komponenten nicht – wir haben sie noch nie zuvor hergestellt. Uns bleibt nur, zuzusehen und zu lernen“, erklärte David Romeral, Generaldirektor von CAAR Aragon, dem spanischen Cluster, der Unternehmen und Innovationszentren der spanischen Automobilindustrie zusammenbringt.
José Juan Arceiz, Generalsekretär der Gewerkschaft UGT in Aragonien, ergänzte: „Sie (die Chinesen) wissen, wie man eine Gigafabrik baut. Mit zunehmender Produktion werden auch mehr Arbeitsplätze für spanische Beschäftigte geschaffen.“ Die Batterieproduktion im neuen CATL-Werk in Spanien soll bereits im kommenden Jahr beginnen.
Warum Spanien für das CATL-Werk?
Spanien, Europas zweitgrößter Automobilproduzent, entwickelt sich zunehmend zu einem „Batterie-Hub“. Neben CATL sind drei weitere Fabriken im Land vorgesehen: Projekte von Envision AESC, PowerCo (Volkswagen-Konzern) und InoBat. Zu den Faktoren, die Spanien attraktiv machen, zählen die niedrigeren Kosten für Arbeitskräfte und industrielle Energie, die rund 20 % unter dem EU-Durchschnitt liegen.
Unterdessen drängen europäische Automobilverbände auf strengere Vorgaben für die lokale Beschaffung von Komponenten, um die europäische Industrie gegenüber chinesischen Wettbewerbern zu schützen. Die Europäische Kommission will in Kürze ein neues Maßnahmenpaket zur Stärkung des Sektors vorstellen.
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