Obwohl der Kia EV2 bereits in Portugal zu sehen war – er wurde auf der ECAR Show präsentiert, und Miguel Dias konnte ihn dort schon fahren –, hat die südkoreanische Marke nun endlich die Preise ihres günstigsten Elektroautos bekannt gegeben.
Der speziell für Europa entwickelte EV2 erweitert eines der inzwischen umfangreichsten reinen Elektroportfolios am Markt. Kia zufolge deckt das Angebot rund 90 % des Elektroautomarkts ab. Mit dem EV2 steigt die Marke nun in eines der wichtigsten und umkämpftesten Segmente ein: das B- beziehungsweise B-SUV-Segment, auf das in Portugal 46 % der Verkäufe entfallen.
Mit seiner robusten Gestaltung und der klar vom SUV geprägten Optik nimmt Kias kleinstes Elektrofahrzeug eine besonders interessante Rolle ein. Einerseits tritt es gegen konventionellere Angebote wie den Renault 5, den Opel Corsa oder den Dongfeng Box an, andererseits „spricht es“ Käufer an, die eine abenteuerlichere Gestaltung schätzen.
Kia betont jedoch, dass für die direkte Konkurrenz zu Modellen wie dem Ford Puma Gen-E oder dem Renault 4 E-Tech weiterhin der EV3 die passendere Wahl ist.
Kia EV2: Zwei Batterien und Rekordreichweite
Der auf der speziell für Elektrofahrzeuge entwickelten E-GMP-Plattform basierende Kia EV2 verfügt über eine 400-V-Elektrik und kommt mit zwei Batterieoptionen sowie unterschiedlichen Antriebskonzepten auf den Markt.
Die Einstiegsvariante besitzt eine LFP-Batterie (Lithium-Eisenphosphat) mit 42,2 kWh Kapazität. Sie wird mit einem Elektromotor kombiniert, der 108 kW (147 PS) und 250 Nm Drehmoment leistet. In dieser Ausführung soll der EV2 bis zu 315 km weit kommen, den Sprint von 0 auf 100 km/h in 8,7 s erledigen und 161 km/h Höchstgeschwindigkeit erreichen. Der angegebene Verbrauch liegt zwischen 10,8-15,2 kWh/100 km.
Beim EV2 mit der größeren Batterie kommt eine NMC-Chemie (Nickel, Mangan und Kobalt) mit 61 kWh zum Einsatz. Im Mittelpunkt steht die angegebene maximale Reichweite von bis zu 453 km je Ladung – ein Wert, der den EV2 zu einer der Referenzen in diesem Segment macht.
Bemerkenswert ist, dass diese Variante mit einem schwächeren Elektromotor ausgestattet wird: Er leistet 100 kW (136 PS), stellt jedoch weiterhin 250 Nm Drehmoment bereit. Damit beschleunigt der Wagen in 9,5 s von 0 auf 100 km/h und erreicht ebenfalls 161 km/h. Kia gibt den Verbrauch mit 10,3-15,2 kWh/100 km an.
Laden mit Wechsel- und Gleichstrom
Beide Batterien ermöglichen Wechselstromladen (AC) mit bis zu 11 kW. Unter diesen Bedingungen ist die kleinere Batterie in 4 Std. 05 Min. vollständig geladen, während die 61-kWh-Batterie 5 Std. 35 Min. benötigt.
Beim Gleichstromladen (DC) liegt die maximale Ladeleistung bei 118 kW. Unabhängig von der gewählten Version lässt sich der Batteriestand damit in rund 30 Minuten von 10 % auf 80 % erhöhen.
Vereinfachte Kia-EV2-Modellpalette
Für den Kia EV2 gilt eine allgemeine Garantie von sieben Jahren oder 150.000 Kilometern; für die Batterie kommen acht Jahre oder 160.000 Kilometer hinzu. Die Modellpalette ist bewusst übersichtlich gehalten.
Das Angebot gliedert sich in drei Ausstattungslinien: Urban, Dynamic und Drive. Urban und Dynamic sind ausschließlich mit der 42,2-kWh-Batterie erhältlich. Die Spitzenversion Drive kann dagegen sowohl mit der kleineren als auch mit der größeren Batterie bestellt werden.
Die Urban-Ausführung bildet den Einstieg und ist zugleich die einzige Variante mit lediglich vier Sitzplätzen. Die Preise für Kias günstigstes Elektroauto sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:
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