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Citroën ë-C3: Antwort auf Dacia Spring und die chinesische Offensive

Oranges Citroën E-Revolution Elektro-SUV-Modell auf Ausstellungsfläche in modernem Autohaus.

Mit der Vorstellung des neuen ë-C3, der auch in einer Ausführung für unter 20.000 Euro erhältlich sein wird, erschließt Citroën im Elektroauto-Markt eine Preisregion, in die bislang nur wenige Hersteller vorgedrungen sind – so wie Dacia mit dem Spring.

Das Modell orientiert sich an der traditionsreichen Geschichte der französischen Marke und erinnert an die Ära des 2CV. Die Zielsetzung ist heute jedoch eine andere: Citroën betont, ein vollelektrisches Fahrzeug des B-Segments zu einem Preis anbieten zu können, der dem eines vergleichbaren Konkurrenzmodells mit Verbrennungsmotor entspricht.

Citroën ë-C3 und die Demokratisierung von Elektroautos

Letztlich handelt es sich um den Versuch, batterieelektrische Fahrzeuge für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen – ein Ansatz, den Dacia mit dem Spring bereits mit durchaus erkennbarem Erfolg verfolgt hat. Daher überrascht es nicht, dass die Einführung des neuen ë-C3 Fragen zur Nähe der beiden Marken aufgeworfen hat.

Im Gespräch mit dem niederländischen Magazin AutoWeek räumte Citroën-Chef Thierry Koskas ein, dass Citroën in einigen Segmenten gegen Dacia antreten wird. Zugleich stellte er klar, dass beide Marken unterschiedlich positioniert seien.

„Ihr vergleicht uns mit einer Marke, vor der wir großen Respekt haben. Der Unterschied zwischen Dacia und Citroën besteht darin, dass wir eine Marke mit 100 Jahren Geschichte sind. Wir stehen für weitere zentrale Werte wie Komfort, Einfachheit, Nachhaltigkeit und Mut“, erklärte Koskas.

„Autos sollten möglichst für alle erschwinglich sein, doch wir bieten auch größere Modelle wie den C5 Aircross und den C5 X an. Die Positionierung von Citroën als Marke ist daher nicht dieselbe wie die von Dacia“, unterstrich er.

Wir konkurrieren bei einigen Modellen mit Dacia, aber nicht bei allen.

  • Thierry Koskas, Citroën-Chef

Antwort auf die chinesische Offensive

Der Citroën ë-C3 ist das erste von mehreren europäischen, vollelektrischen Modellen, die für 25.000 Euro oder weniger auf den Markt kommen sollen. Der Renault 5 und der Volkswagen ID.2 zählen zu den passenden Beispielen.

Für die Marke mit dem Doppelwinkel-Logo ist das Fahrzeug eine unmittelbare Reaktion auf chinesische Elektroautos, die in jüngerer Zeit auf den europäischen Markt gekommen sind und fast immer sehr wettbewerbsfähige Preise bieten.

Dies hat bereits eine Untersuchung der Europäischen Kommission ausgelöst und scharfe Kritik von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach sich gezogen. Sie sagte:

Ihr Preis (der chinesischen Elektroautos) wird durch hohe staatliche Subventionen künstlich niedrig gehalten. Das verzerrt unseren Markt.

  • Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission

Stellantis setzt auf erschwingliche Elektroautos

Bei der Präsentation der Finanzergebnisse von Stellantis für das erste Halbjahr dieses Jahres hatte Konzernchef Carlos Tavares bereits ein vollelektrisches Modell für den europäischen Markt mit einem Preis von unter 25.000 Euro angekündigt.

Der Portugiese ging noch weiter und erklärte, dies sei „der erste Schritt unserer Antwort auf das, was mittlerweile als »chinesische Invasion« auf dem europäischen Markt bezeichnet wird. Wir werden sie mit dieser Art von Produkt bekämpfen, und weitere Modelle sind bereits unterwegs. Sie alle werden erschwinglich und rentabel sein“.

Nach der Präsentation des ë-C3 bekräftigte der Citroën-Chef diese Einschätzung erneut: „Es ist eindeutig eine Antwort auf die chinesische Offensive“.

Quelle: AutoWeek

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