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NGRC: NATO übermittelt detaillierte Anforderungen an vier Bewerber

Sechs Soldaten in Uniform besprechen Flugpläne vor einem militärischen Hubschrauber auf einem Flugplatz.

NGRC-Programm: Anforderungen an vier Bewerber übermittelt

Das von sechs NATO-Mitgliedern – Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich – geführte Programm Next Generation Rotorcraft Capability (NGRC) hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die detaillierten Anforderungen wurden an vier vorqualifizierte Bewerber übergeben. Ziel ist die Entwicklung eines neuen Militärhubschraubers, der ab 2035 Hunderte derzeit eingesetzter Luftfahrzeuge ablösen soll.

Nach Abschluss der ersten Phase im vergangenen Jahr, aus der Konzeptstudien von Airbus Helicopters, Leonardo Helicopters und Sikorsky hervorgingen, wurde Boeing in den Kreis der vorqualifizierten Hersteller aufgenommen. Sie müssen bis zum 31. August 2027 auf die am 31. Juli gestartete Aufforderung zur Angebotsabgabe für die Konzeptentwurfsphase reagieren.

Anforderungen an den neuen Militärhubschrauber

Die für die Projektsteuerung zuständige NATO Support and Procurement Agency (NSPA) behandelt die konkreten NGRC-Anforderungen weiterhin vertraulich. Dies gilt insbesondere für das Verhältnis zwischen Nutzlast, Reichweite und Geschwindigkeit. Im Februar teilte die NSPA mit, dass das Luftfahrzeug sowohl maritime als auch landgestützte Einsätze durchführen und 12 bis 16 vollständig ausgerüstete Soldaten befördern können muss.

Bereits 2021 veröffentlichte Vorgaben nennen eine angestrebte Reisegeschwindigkeit von 220 Knoten (407 km/h); als Untergrenze gelten 180 Knoten. Das maximale Startgewicht wird durch die Beschränkungen bei Landungen auf Schiffen bestimmt.

Zeitplan für Entwicklung und Indienststellung

Die NSPA weist darauf hin, dass Industrieunternehmen und Zulieferer, die sich am Programm beteiligen möchten, direkt mit einem der vier vorqualifizierten Bewerber zusammenarbeiten müssen.

Können sich die sechs beteiligten Staaten auf eine Lösung einigen, sollen die Verträge für Entwicklung und Produktion zwischen 2028 und 2029 unterzeichnet werden. Die Indienststellung ist für 2035 vorgesehen.

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