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Jeep Avenger: Das erste Elektroauto der Marke im Detail

Gelber Avenger EV Elektro-SUV vor Ladestation in hellem, modernem Innenraum.

Auf dem Pariser Autosalon 2022 präsentierte Jeep den Avenger: Er ist das erste rein elektrische Modell der Marke und zugleich ihre neue „Speerspitze“ für Europa.

Wie uns Antonella Bruno, die für Jeep in Europa verantwortlich ist, verriet, könnte der Avenger ab 2024 zum meistverkauften Modell der Marke auf dem Kontinent werden.

Zugleich ist der Avenger das kleinste Fahrzeug der US-Marke und eine Stufe unterhalb des Renegade angesiedelt. Hier ist er im Detail zu sehen:

Der Jeep Avenger als Auftakt einer Elektrooffensive

Als erstes Modell nutzt der Avenger die jüngste Version der e-CMP-Plattform, die er sich mit weiteren Stellantis-Modellen teilt. Gleichzeitig leitet er eine Elektrooffensive von Jeep ein: Bis 2025 sollen vier neue rein elektrische Modelle erscheinen. Damit will die Marke weltweit führend bei elektrifizierten SUV werden.

Außerdem möchte Jeep bis 2030 in Europa vollständig elektrisch aufgestellt sein. Schon ab 2023 sollen in nahezu allen europäischen Märkten ausschließlich elektrifizierte Modelle verkauft werden.

Auf den „Schultern“ des Avenger lastet damit viel Verantwortung. Für die Stellantis-Marke spielt er eine wichtige Rolle; entwickelt wurde er laut Jeep mit Blick auf das europäische Publikum.

Elektromotor mit 115 kW (156 PS) und 400 km Reichweite

Im Jeep Avenger arbeitet vorn ein Elektromotor mit 115 kW (156 PS) und einem maximalen Drehmoment von 260 Nm. Seine Energie bezieht er aus einer neuen 400-Volt-Batterie mit 54 kWh Kapazität.

Stellantis fertigt die Batterie selbst. Sie besteht aus 17 Modulen und 102 Zellen und verwendet die Lithium-Ionen-Chemie NMC 811 mit 80 % Nickel, 10 % Mangan und 10 % Kobalt.

Untergebracht ist sie unter den Vorder- und Rücksitzen. Damit soll der Avenger im WLTP-Zyklus bis zu 400 km weit kommen; im Stadtzyklus steigt der Wert auf bis zu 550 km.

Geladen werden kann die Batterie über ein Mode-4-Kabel mit 100 kW Gleichstrom: Von 20 % auf 80 % dauert es 24 Minuten. Alternativ ist das Laden über ein Mode-3-Kabel mit 11 kW Wechselstrom möglich; eine vollständige Ladung benötigt dann 5,5 Stunden.

Der Geländegängigste seines Segments

Jeep bezeichnet den Avenger als das geländegängigste Modell seines Segments – obwohl er vorerst nur zwei angetriebene Räder besitzt.

Um diesen Anspruch zu unterstreichen, stattet Jeep das Modell serienmäßig mit Select Terrain und Hill Descent Control aus. Bei einem Fahrzeug der Marke mit Zweiradantrieb ist das eine Premiere.

Select Terrain bietet dem Avenger spezielle Fahrmodi für Schnee, Sand und Schlamm.

Auf schlechten Wegen könnten ihm vor allem seine Geländewinkel weitere Vorteile verschaffen: Jeep nennt 20° Böschungswinkel vorn, 32° hinten und 20° Rampenwinkel. Hinzu kommen 20 cm Bodenfreiheit, ein Referenzwert in diesem Segment.

Die Optik verrät den Anspruch

Die abenteuerliche und robuste Karosserie unterstreicht die Geländeambitionen – so, wie man es von einem Jeep erwartet.

Kräftige Stoßfänger tragen ausgeprägte Kunststoffschutzelemente, die sich über die Seiten und Radkästen fortsetzen.

Unter dem Fahrzeug helfen Schutzplatten dabei, das Batteriepaket zu sichern, wie es bei einem rein elektrischen Modell zu erwarten ist.

Stauraum an vielen Stellen

Im Innenraum fallen vor allem die schlichten, minimalistischen Linien auf, während die Elemente des Armaturenbretts robust gestaltet sind.

Die Digitalisierung ist deutlich erkennbar: Das vollständig digitale Kombiinstrument ist mit 7 oder 10,25 Zoll erhältlich, der zentrale Bildschirm misst 10,25 Zoll.

Ein weiteres Merkmal sind die zahlreichen Ablagen. Allein vorn bieten sie zusammen 34 Liter Stauraum – das entspricht beispielsweise dem Volumen eines Kabinenkoffers.

Der Kofferraum des Avenger fasst 380 Liter und bietet damit 29 Liter mehr als der des größeren Renegade.

Wann kommt er auf den Markt?

Gefertigt wird der neue Jeep Avenger im polnischen Werk Tychy, wo auch der Lancia Ypsilon und der FIAT 500 mit Verbrennungsmotor entstehen. Auf den portugiesischen Markt soll er im April 2023 kommen.

Bereits ab Anfang November lässt sich jedoch das Sondermodell zum Marktstart bestellen. Es trägt den Namen Launch Edition und kostet ab 39.500 Euro.

Die Version zeichnet sich durch eine „üppige“ Ausstattung aus, darunter eine Zweifarblackierung, 18-Zoll-Felgen sowie LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten.

Im Innenraum kommen unter anderem eine mehrfarbige Ambientebeleuchtung und eine gelbe Frontblende am Armaturenbrett hinzu. Zur Ausstattung gehören außerdem beheizbare schwarze Sitze mit gelben Akzenten, eine beheizbare Windschutzscheibe und eine automatisch öffnende Heckklappe mit Freihandfunktion.

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