Vieles von dem, was vergangene Woche in Monterey enthüllt wurde, war zweifellos bemerkenswert – etwa S1, SV, CCGT1 und Valen. Doch kein anderes Fahrzeug kann für sich beanspruchen, derart finster und damit derart cool zu wirken wie dieses hier: der Brabus Bodo Cabriolet. Was ihm jetzt noch fehlt, ist ein neongetränkter Electro-Synth-Soundtrack.
Aufmerksame Beobachter werden darin die offene Variante des Brabus Bodo Coupé erkennen, das wir erst vor wenigen Monaten gesehen haben. Und da auf die Nacht in der Brabus-Welt bekanntlich noch mehr Nacht folgt, steht nun ein V12-Cabriolet bereit, das mit mehr Leistung antritt, als es sinnvoll einsetzen kann.
Brabus Bodo Cabriolet: V12-Leistung unter freiem Himmel
An Bord dieses offenen Schlachtschiffs arbeiten 986 PS. Sie stammen aus Astons 5,2-Liter-V12 mit zwei Turboladern – darunter steckt schließlich ein Vanquish – und werden über eine Achtgang-Automatik an die Hinterräder weitergereicht.
Damit beschleunigt der Wagen in 3.0s von 0 auf 100 km/h, erreicht 300 km/h in 23.9s und schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 359 km/h. Besonders starker Haarkleber ist hier also ratsam.
Zudem finden theoretisch bis zu drei weitere Personen Platz, denn das Auto ist als 2+2 ausgelegt. Allerdings drängt sich dabei unweigerlich der Begriff „kuschelig“ auf. Das dürfte allerdings nebensächlich sein, denn wie schon das Coupé sieht das Bodo Cabriolet herrlich bedrohlich aus.
Carbon-Karosserie und aerodynamische Details
Die gesamte Karosserie besteht aus Carbonfaser, die zu furchteinflößenden Formen modelliert und vollständig in Schwarz gehüllt wurde. Alternativ gibt es „Silk Stone“ für alle, die etwas weniger Bedrohlichkeit wünschen. Ein isoliertes Stoffverdeck klappt elektrisch ein und aus; geschlossen wirkt es nicht ganz so stimmig wie das Coupé, offen hingegen ausgesprochen elegant.
Bei dieser Ausführung fällt das hintere Deck etwas flacher aus. Das markante Design der Rückleuchten bleibt jedoch erhalten, ebenso wie der sauber integrierte, verstellbare Heckspoiler aus Carbonfaser, der sich für zusätzlichen Abtrieb automatisch ausfährt.
Zu den weiteren aerodynamischen Maßnahmen gehören Lufteinlässe beidseitig des V12 sowie in der Frontschürze und außerdem ein Frontspoiler. Aber es ist ein V12-Cabriolet – all das wird man wohl kaum brauchen.
Räder, Fahrwerk und limitierte Auflage
Verbaut sind neue Brabus-Monoblock-Räder mit 55,9 cm Durchmesser und speziellen Pirelli-Reifen, ein KW-Fahrwerk, eine Vorderachs-Anhebung, zahlreiche Fahrer- und Sicherheitsassistenten sowie eine Edelstahl-Abgasanlage. Dazu kommt derselbe maßgefertigte, lederreiche Innenraum. Ansonsten entspricht alles dem Coupé: groß, imposant, einschüchternd.
„Der Brabus Bodo ist sowohl der nächste Schritt für die Marke als auch eine Hommage an meinen Vater, Bodo Buschmann“, sagte Brabus-Chef und Bodos Sohn Constantin. „Über ein Projekt wie dieses muss ich mindestens hundertmal mit ihm gesprochen haben. Ein großer Gran Turismo mit einer selbstbewussten Haltung, der die Brabus-DNA wirklich verkörpert und zugleich eine vollkommen eigenständige Identität besitzt.
„Letztlich haben wir acht Jahre daran gearbeitet, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen – und nun gehen wir mit einem mutigen, progressiven Cabriolet, das in jedem Detail so gestaltet wurde, wie er es gefahren hätte, noch einen Schritt weiter.“
Zusätzlich zu den 77 Coupés entstehen nur 77 Exemplare dieses Modells. Der Grundpreis liegt vor Steuern bei €1.077.000. Personalisierungen kommen noch hinzu. Der Soundtrack ist nicht enthalten.
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