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Defender: Abenteuer rund um die Welt

Geländewagen auf Pontonflöße mit drei Männern, die mit Stangen einen Fluss in dicht bewaldeter Umgebung überqueren.

VON KAPSTADT NACH KAIRO – IM COVID-MODUS

Im Oktober 2021 brachen der legendäre Overlander Kingsley Holgate – samt seinem legendären Bart – und sein Team in einem Konvoi von Defenders zu einer waghalsigen, rund 6.600 Kilometer langen Afrika-Expedition auf. Es war eine humanitäre Mission zu einer Zeit, in der nur wenige ein solches Vorhaben gewagt hätten.

Nach einem zähen Auftakt mit wochenlangen sintflutartigen Regenfällen erkrankten alle sechs Crewmitglieder an Malaria. Doch es sollte noch schlimmer kommen: Covid-Chaos und der Bürgerkrieg in Äthiopien zwangen das Team zu einem Umweg durch die instabilen Gebiete des Sudan. Dort wurden sie von Guerillakämpfern mit AK47 verfolgt – und Geschwindigkeit sowie Robustheit der Defenders retteten ihnen buchstäblich das Leben.

Sie folgten dem Weißen Nil nach Norden, durch den terrakottafarbenen Sand der Nubischen Wüste, vorbei an den Pyramiden der Schwarzen Pharaonen und durch Kairo bis ans Mittelmeer. Auf dem Höhepunkt der Pandemie lieferten sie Lebensmittel und Moskitonetze, modernisierten 12 frühkindliche Bildungszentren und unterstützten mehr als 300.000 Menschen.

FÜR DEN ERNSTFALL

Weiter geht es nach Dubai, wo Teams des Roten Kreuzes den Defender einem anspruchsvollen Praxistest unterzogen – auf Gelände, in dem sie ihn besonders dringend brauchen. Weiche Wüstendünen, steinige Pisten, riskante Straßen und sengende Hitze standen ebenso auf dem Programm wie die Bergstraßen des Jebel Jais, auf denen Handling, Komfort und Souveränität in knapp 2.000 Metern Höhe geprüft wurden.

Das gehörte zum Entwicklungsprogramm des Defender unter realen Bedingungen. Statt sich auf Teststrecken und Simulatoren zu beschränken, wurde das Fahrzeug jenen überlassen, die besonders auf seine Fähigkeiten angewiesen sind. Dazu zählen die Gesellschaften des Roten Kreuzes und Roten Halbmonds, deren Partnerschaft mit Defender mehr als 70 Jahre zurückreicht: Damals diente ein speziell umgebauter Land Rover im Nahen Osten als mobile Apotheke.

Seitdem unterstützen Land Rover Fahrzeuge weltweit Notfalleinsätze und humanitäre Arbeit – auch in einigen der am schwersten erreichbaren Gemeinschaften.

ALARMSTUFE ROT

Ein speziell umgerüsteter Defender 130, der dem Britischen Roten Kreuz gespendet wurde, ist in Nordwales im aktiven Einsatz. Dort ist der Mobilfunkempfang nur unwesentlich besser als auf dem Mond. Seine Aufgabe: In einigen der abgelegensten Regionen Großbritanniens kühl, ruhig und vernetzt zu bleiben.

Dafür ist der Defender mit Kommunikationstechnik ausgestattet, darunter eine 4G-Antenne, GPS-Telematik und sogar ein klassisches VHF-Funkgerät für den Fall, dass alles andere ausfällt. Ein solarbetriebenes Zusatzsystem hält die gesamte Ausrüstung auch bei abgestelltem Motor geladen.

Mit den bekannten 4x4-Fähigkeiten des Defender und einem Kofferraum von Lagerhausformat ist er für unterschiedlichste Notfälle abseits des Strom- und Mobilfunknetzes gerüstet: mit wichtiger Ausrüstung, medizinischer Hilfe und – besonders entscheidend – Tee aus dem integrierten Wasserkocher.

NIEMAND MACHT ES BESSER

Quizfrage im Pub: Was geschah mit den ersten Defenders, die vom Band liefen? Sie gingen direkt ans Set von No Time to Die, dem 25. Bond-Blockbuster, wo Stuntteams bereits darauf warteten, sie zu zerstören.

Doch dazu kam es nicht. Obwohl die Fahrzeuge in einer Sequenz mit akrobatischen Sprüngen und einer Fassrolle durch die schottischen Highlands gejagt wurden – verfolgt von mehreren Motorrädern und einem Hubschrauber –, machten sie ihrem Filmtitel alle Ehre.

Das Beste daran: Abgesehen von zusätzlicher Sicherheitsausrüstung blieben sie vollständig serienmäßig. Stunt-Koordinator Lee Morrison rechnete damit, dass die Defenders zwei oder drei Takes überstehen würden. Am Ende flogen sie siebenmal durch die Luft und starben trotzdem nicht.

GEBOREN FÜR DIE WILDNIS

2019 wurde ein Prototyp des neuen Defender in Kenias Borana Conservancy entsandt, um Tusks Kampagne Year of the Lion zu unterstützen. Eine eigens entwickelte Tarnlackierung half ihm dabei, mit dem Busch zu verschmelzen.

Dort nutzte das Tusk-Team den Prototypen, um Löwen in Savannen, Ebenen und den Revieren der Rudel aufzuspüren und zu beobachten – ein Test unter echten Wildnisbedingungen noch vor der offiziellen Einführung. Wohin die Löwen zogen, folgte der Defender: Er durchquerte Flüsse, zog Anhänger und kämpfte sich schlammige Ufer hinauf. Festgehalten wurde alles im filmischen Stil vom weltweit bekannten Fotografen David Yarrow.

Die Aktion war Teil der langjährigen Partnerschaft zwischen Defender und Tusk. Die Mission geht weiter: Zehn weitere Fahrzeuge sollen die Arbeit der Organisation an vorderster Front unterstützen, um Afrikas Tiere und die Landschaften zu schützen, in denen sie leben.

DIE ULTIMATIVE VERBINDUNG

Von matschigen Amateurplätzen bis zu den hellen Lichtern internationaler Endspiele: Kaum ein Fahrzeug hat die Rugby-Welt so erobert wie der Defender.

Als offizieller Partner der Rugby-Weltmeisterschaft 2023 in Frankreich schuf Defender 23 maßgeschneiderte Fahrzeuge der Trophy Edition. Jedes einzelne wurde von SV Bespoke von Hand vollendet und war vom offiziellen Trophäenfahrzeug inspiriert. Die Geschichte setzte sich bei der Women’s Rugby World Cup 2025 im Vereinigten Königreich fort, als ein einzigartiges Defender 110 Trophy Vehicle alle acht Austragungsorte besuchte.

Auch die Reise über die Irische See zum Enniskillen RFC gehörte dazu. Der Verein war einst die Heimat von Emily Valentine, der ersten dokumentierten Frau, die 1887 im Alter von nur 10 Jahren einen Versuch erzielte. Der Besuch war Teil der Trailblazers-Kampagne von Defender, die Rugby-Pionierinnen und -Pioniere sowie die nächste Generation würdigt.

AUFGEPASST IN DER LETZTEN REIHE

Der Defender hat die Welt nicht nur erkundet, sondern auch dabei geholfen, sie besser zu verstehen. Seit mehr als 40 Jahren arbeitet Land Rover mit der Royal Geographical Society zusammen, um Feldforschung auf der ganzen Welt zu fördern. Fahrzeuge und Know-how helfen dabei, unser Wissen über Menschen und Orte mithilfe wegweisender Technik in teils extremen Umgebungen zu erweitern. Der ultimative Geografielehrer, wenn man so will.

2021 riefen Defender und die RGS außerdem den Wettbewerb Earth Photo ins Leben. Er ermutigt Menschen dazu, nach draußen zu gehen und in die Landschaften ihrer Umgebung einzutauchen. Ziel ist es, Umwelt- und geografische Geschichten in Bildern und Filmen sichtbar zu machen. Zu den prämierten Beiträgen zählten Aufnahmen einer geothermischen Quelle im isländischen Hochland, von Wäldern und Weinbergen in Spanien sowie von Küstengemeinschaften in Westafrika.

FEUERTAUFE

Einige der größten Abenteuer des Defender fanden statt, lange bevor er in den Handel kam. Denn um das Emblem tragen zu dürfen, musste er es sich zunächst mit mehr als 1,2 Millionen Kilometern an Erprobung verdienen – ein globales Trainingslager, das nur die Härtesten überstehen.

In 45.000 einzelnen Tests wurde die Prototypenflotte in einigen der unwirtlichsten Regionen der Erde an ihre Grenzen gebracht: bei 50 °C Wüstenhitze, −40 °C arktischer Kälte, auf Höhenstrecken in Moab, Utah, sowie in den Schlammpisten rund um Eastnor Castle im Vereinigten Königreich. Seine Fahrdynamik auf der Straße erhielt ihren Feinschliff auf dem Nürburgring, während modernste Simulationen und Prüfstandstests jedes System bis zur kleinsten Schraube optimierten.

Zum Testprogramm gehörten zudem jene Menschen, die besonders auf den Defender angewiesen sind – von Wildtierschutzteams bis zu Einsatzkräften des Roten Kreuzes.

BEREIT ZUM START

Nach diesen 1,2 Millionen Kilometern Tests – entsprechend 30 Erdumrundungen – absolvierte Top Gear bei der offiziellen Medienpräsentation in Namibia weitere 700 km mit dem Defender.

Drei Tage lang fuhren, krochen, kletterten und spritzten wir über Schotterpisten, felsige Pässe, staubige Wüsten, trockene Flussbetten und schlammige Varianten davon. An Bord waren Campingausrüstung und Überlebensausstattung, die überwiegend aus Feuchttüchern und Chips bestand.

Zu den Höhepunkten gehörte die Bezwingung des steinigen Van-Zyl-Passes, Namibias härtester Offroad-Route mit Steigungen, die steiler sind als eine schwarze Skipiste. Dabei ging es an den zerlegten Wracks weniger geländegängiger Fahrzeuge vorbei.

Danach führte die Route durch das sandige Marienfluss-Tal – eine Art Wildtierautobahn für Giraffen, Elefanten, Paviane und Löwen, jedoch vollkommen ohne echte Straßen. Anschließend ging es entlang der Skelettküste zurück nach Purros, einer abgelegenen Siedlung im Herzen von Kaokoland und Heimat der nomadischen Himba.

WILDE WOCHENENDEN

Für die meisten Festivalbesucher ist Schlamm ein Feind. Bei Destination Defender wird er nahezu als Begrüßungsgetränk gereicht. Die Veranstaltung ist teils Musikfestival, teils Abenteuercamp – eine Feier des Defender-Traums und der Menschen, die ein Hotelzimmer jederzeit gegen ein Spanferkel tauschen würden.

Die US-Ausgabe wählt jedes Jahr eine neue Kulisse, vom Hudson Valley in New York über Ranchland in Texas bis zuletzt zum Temecula Valley in Kalifornien. Die Atmosphäre bleibt jedoch gleich: Offroad-Parcours, geführte Touren, Livemusik, gutes Essen, Feuerstellen und Geschichten aus fernen Gegenden.

Geboten werden Fahrherausforderungen, Mountainbike-Runden, eine DJ-Lounge, Yoga im Freien und Wellnessangebote für den Morgen danach. Außerdem können Besucher klassische Expeditions-Defenders besichtigen, die bis ans Ende der Karte fuhren – und darüber hinaus.

Es ist ein Treffen der Defender-Fans, oder jener, die es werden könnten und deren Vorstellung eines gelungenen Wochenendes sie abseits der Zivilisation in die Wildnis führt.

DIE BERGZIEGE

2021 war Defender das offizielle Arbeitstier des härtesten Abenteuerrennens der Welt, Red Bull X-Alps. Eine Flotte von Defender 110 transportierte medizinische Teams und Betreuungskräfte über 1.238 km alpines Gelände, während 32 Teilnehmende die Strecke zu Fuß, laufend, kletternd und mit dem Gleitschirm bewältigten – durch fünf Länder in 12 Tagen.

Die Defenders dienten als rollende Basislager und beförderten Ausrüstung, Lebensmittel sowie Dachzelte, ein willkommener Anblick für die Athletinnen und Athleten nach einem langen Tag. Das war kein reiner Fototermin: Die Fahrzeuge mussten steile Ziegenpfade erklimmen, mit den Launen des Wetters umgehen und zur Stelle sein, wenn es schwierig wurde.

Das Rennen gewann der Schweizer Chrigel Maurer zum siebten Mal. Die längste Strecke in der Geschichte des Wettbewerbs führte von Salzburg zum Mont Blanc und wieder zurück. Für ein Fahrzeug wie den Defender ein Spaziergang.

ROCK-’N’-ROLL-STAR

Der Defender kann einen um die halbe Welt bringen – genau das tat er als offizieller Automobilpartner der Oasis Live ’25 Tour. Er unterstützte alle 41 Termine in 10 Ländern, von Cardiff bis São Paulo.

Eine Flotte von Defender 110 begleitete die Band und ihre Crew auf der gesamten Tour. Sie transportierte VIPs, Ausrüstung und gelegentlich einen wohlerzogenen Bruder von hinter der Bühne auf Landstraßen und weiter hinaus.

Aufbau, Abbau, nächtliche Raststätten, frühe Starts und jene Art von Logistik, die eine Tournee zur Expedition macht: Der Konvoi legte Tausende Kilometer durch Europa, Nordamerika, Südamerika, Asien und Australien zurück und war in Stadien, Arenen sowie weiteren Veranstaltungsorten unterwegs.

Die Partnerschaft war in mehreren Städten entlang der Route präsent, mit Straßenmurals – selbstverständlich beginnend in Manchester – sowie Außenwerbung und Social-Media-Veröffentlichungen zu jedem Halt.

Manche würden sagen, es war ein Masterplan.

EINSATZ IM GELÄNDE

Wenn beim Glasto der Schlamm bis zu den Knöcheln steht und der Headliner in 20 Minuten beginnt, wen ruft man an? Defender. Im Sommer 2025 kehrte die Marke zum dritten Mal in Folge als offizieller Fahrzeugpartner des Glastonbury Festival zurück.

Eine Flotte von 35 elektrifizierten Defenders brachte Künstlerinnen und Künstler, VIPs sowie Crew über das 900 Acres große Festivalgelände in Somerset. Die Strecke vom Park zur Pyramid Stage schafften sie schneller, als es sich ein Festivalbesucher in Gummistiefeln wünschen könnte. Zwei dieser Defenders führten sogar Defibrillatoren mit und unterstützten damit das Ersthelferteam des Festivals in Momenten, in denen jede Sekunde zählt.

Die Verbindung zu Glastonbury reicht weit zurück: Land Rover gehören seit 1970 zum Festival, und Gründer Michael Eavis ist noch immer häufig zu sehen, wie er in einem seiner bewährten alten Defenders gemütlich über das Gelände fährt.

TROPHY-LEBEN

Mit 70 Jahren Abenteuer-DNA im Gepäck ist die Land Rover Defender Trophy ein globaler Wettbewerb, bei dem alltägliche Fahrerinnen und Fahrer beweisen können, dass sie alles andere als gewöhnlich sind. Tausende Bewerberinnen und Bewerber aus mehr als 50 Ländern meldeten sich für ein dreistufiges Auswahlverfahren an: Lokale Qualifikationen begannen 2025, nationale Finals folgen Anfang 2026, und das globale Finale ist für Oktober 2026 im südlichen Afrika geplant.

Teilnahmeberechtigte mussten mindestens 23 Jahre alt sein, 50 Meter schwimmen können und praktische Kenntnisse in Navigation, Teamarbeit sowie problemlösendem Denken nachweisen. Wochenend-Abenteurer ohne Vorbereitung haben hier also keine Chance.

Die Herausforderung verbindet fahrerisches Können, körperlichen Einsatz und mentale Aufgaben in unnachgiebigem Gelände – ganz im Geist der berühmten Camel Trophy. In Partnerschaft mit Tusk unterstützt das globale Finale außerdem konkrete Naturschutzmaßnahmen und verbindet den Wettbewerbsgeist mit einer international bedeutsamen Sache.

JETZT SIND SIE DRAN

Es geht nicht nur um offizielle Expeditionen oder organisierte Herausforderungen. Der Geist des Defender zeigt sich am stärksten bei den Menschen, die ihn tatsächlich kaufen, beladen und mit einer nur vagen Vorstellung vom Ziel in Richtung Horizont fahren.

Seit der neue Defender 2020 auf den Markt kam, erleben Besitzerinnen und Besitzer weltweit ihre eigenen Abenteuer. Einige fahren zu Alpenpässen oder abgelegenen Berghütten, andere nehmen Wüsten in Angriff, wieder andere durchqueren ganze Kontinente.

Campingplätze werden zu Basislagern, Sackgassen zu einer Aufforderung weiterzufahren, und die Karte ist eher ein sanfter Vorschlag. Wer Inspiration sucht, muss nicht weit schauen: In den sozialen Netzwerken finden sich zahlreiche Geschichten echter Defender-Abenteuer. Also suchen Sie los – und fahren Sie hinaus. Und verfolgen Sie direkt hier auf TopGear.com, wie sich das Defender-Team bei der mächtigen Dakar Rally schlägt.

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