Mercedes-AMG hat erstmals Bilder vom Innenraum seines neuen elektrischen Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupés gezeigt. Die Superlimousine ist das erste Elektroauto, das AMG vollständig eigenständig entwickelt hat, und markiert einen neuen Abschnitt für die Hochleistungssparte der deutschen Marke.
Einen Ausblick auf das Modell gab bereits im vergangenen Jahr das Concept AMG GT XX. Der elektrische Nachfolger des gleichnamigen Verbrenner- und Hybridmodells, dessen Produktion im vergangenen Jahr stillschweigend endete, positioniert sich mitten im Wettstreit der deutschen Marken um die Vorherrschaft bei Elektroautos.
Nachdem das Fahrzeug bei Tests auf dem Nürburgring „erwischt“ wurde, richten sich die Blicke nun auf die offiziell veröffentlichten Innenraumaufnahmen. Sie deuten darauf hin, dass die vollständige Vorstellung nicht mehr lange auf sich warten lassen könnte.
Der Innenraum des Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupés verbirgt ein Geheimnis
Wie bei den jüngsten Modellen der Marke mit dem Stern zu erwarten war, prägen Bildschirme den Innenraum. Ein Beispiel dafür ist der neue elektrische Mercedes-Benz GLC.
Insgesamt gibt es drei Displays: eines für die Instrumente mit 10,2 Zoll, eines für das Infotainmentsystem mit 14 Zoll und ein weiteres mit 14 Zoll für den Beifahrer. Das Infotainmentdisplay ist zum Fahrer hin ausgerichtet und verstärkt so das Gefühl, in einem Cockpit zu sitzen.
Ein weniger auffälliges Detail verdient jedoch besondere Beachtung: Die elektrische Superlimousine von Mercedes-AMG wird offenbar Gangwechsel wie bei einem Verbrenner simulieren können. Ähnliches bieten der Hyundai IONIQ 5 N und künftig auch der BMW i3 M.
Der Hinweis darauf findet sich bei genauerem Hinsehen im Instrumentendisplay: In dessen Mitte ist ein Drehzahlmesser zu erkennen. Ein solches Instrument gibt es normalerweise nur in Autos mit Verbrennungsmotor, nicht in Elektrofahrzeugen.
Auffällig ist außerdem, dass physische Tasten fehlen. Die Bedienung der Klimaanlage wurde in den zentralen Bildschirm verlegt. Auf der Mittelkonsole sind jedoch drei Drehregler zu sehen, mit denen sich das Ansprechverhalten des Elektroantriebs, die Traktionskontrolle und das Kurvenverhalten einstellen lassen.
Hinzu kommen mehrere AMG-spezifische Details im Innenraum, darunter Logos auf den Kopfstützen und ein Panoramadach mit beleuchtetem Markensymbol.
Mehr als 1000 PS sind möglich
Unter der Karosserie wird das Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé die neue Plattform AMG.EA mit einem 800-Volt-Elektrosystem einführen. Technische Einzelheiten zur neuen elektrischen Superlimousine von AMG sind allerdings noch nicht bekannt.
Vieles spricht jedoch für eine Markteinführung mit mehr als 1000 PS. Damit würde sich das Serienmodell an der angekündigten Leistung des vorausgehenden Prototyps GT XX orientieren. Dieser nutzt drei elektrische Axialflussmotoren, zwei hinten und einen vorn, und kommt auf 1000 kW (1360 PS). Gegenüber Radialflussmotoren unterscheiden sie sich durch ihre flache Form, ihr geringeres Gewicht und eine deutlich höhere Leistungsdichte.
Welches Potenzial in solchen Motoren steckt, hat YASA gezeigt. Das auf deren Entwicklung spezialisierte britische Unternehmen, das von Mercedes übernommen wurde, stellte einen Motorprototyp vor, der bei 12,7 kg Gewicht eine Spitzenleistung von mehr als 1020 PS liefern kann.
Über die Batterie ist bislang lediglich bekannt, dass sie zylindrisch ausgeführt sein und eine NMCA-Chemie aus Nickel, Kobalt, Mangan und Aluminium verwenden wird. AMG zufolge ist dies die richtige Zellchemie, um dauerhaft eine hohe Leistung bereitzustellen. Die Batteriekapazität muss dagegen noch bestätigt werden.
Wann kommt das Modell?
Für die Vorstellung des künftigen vollelektrischen Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupés gibt es noch keinen offiziellen Termin. Es dürfte aber nicht mehr lange dauern, bis das Modell enthüllt wird.
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