Defender ist nahezu perfekt in die Motorsportsaison gestartet und hat beim Auftakt-Prolog der Rallye Dakar 2026 die ersten drei Plätze seiner Klasse belegt.
Seit der Premiere im Jahr 1978 hat sich die Dakar ihren Ruf als härtester Wettbewerb im Rallye-Raid-Kalender hart erarbeitet. Das ursprünglich von Paris nach Dakar im Senegal führende Offroad-Enduro findet heute in Saudi-Arabien statt. Bei der 48. Ausgabe müssen die besonders hartgesottenen Teilnehmer auf 13 Etappen – ergänzt um einen willkommenen Ruhetag – beinahe senkrechte Sanddünen, reifenzerstörende Felsdurchfahrten, tiefen Schlamm, schnelle Schotterprüfungen und Canyons bewältigen. Wer am 17. Januar das Ziel erreicht – die Ausfallquote der Dakar ist bemerkenswert –, wird fast 8.000 Kilometer zurückgelegt haben.
Der Dakar-Prolog nahe Yanbu
Der Prolog am ersten Tag ist gewissermaßen ein Appetithappen auf das Kommende: eine kurze, 23 km lange Wertungsrunde nördlich des Biwaks von Yanbu. Dieses dient in diesem Jahr als Startbasis im Nordwesten des Landes an der türkisfarbenen Küste des Roten Meeres. Statt die Endwertung zu beeinflussen, legt das Ergebnis des Prologs die Startreihenfolge für die Auftaktetappe fest. Er funktioniert wie ein Qualifikationslauf, bei dem die schnellsten Teams ihre bevorzugte Startposition wählen dürfen.
Ideal ist ein Platz im Mittelfeld. So starten die Teams auf einer Strecke, auf der bereits einige Spuren die Navigation erleichtern, bevor diese zu tiefen, zeitraubenden Fahrrinnen ausgefahren sind.
Defender Dakar D7X-R führt die Stock-Kategorie an
Für Defender, das sein offizielles Dakar-Debüt gibt, kam dies wie gerufen: Alle drei Fahrzeuge lagen in der „Stock“-Kategorie an der Spitze. Wie der Name nahelegt, treten in dieser Klasse Autos an, die direkt im Showroom gekauft werden können. Der Defender Dakar D7X-R kommt praktisch unmittelbar vom Band und nutzt den 4,4-Liter-V8 des Defender OCTA sowie Seriengetriebe, Antriebsstränge, Karosserie und Fahrgestell.
Die Änderungen beschränken sich auf einen Langstrecken-Kraftstofftank, verstärkte Radaufhängungen und die vorgeschriebene Sicherheitsausrüstung. Anders als die speziell aufgebauten Prototyp-Rennwagen der Klasse T1+ – mit Gitterrohrrahmen, großen Motoren und enormen Federwegen, bei denen das Gaspedal durchgetreten bleiben kann, während das Auto die Belastungen wegsteckt – müssen Stock-Teilnehmer das brutale Terrain aufmerksamer und sorgfältiger durchqueren. Es ist besser, einige Sekunden beim Bremsen zu verlieren, als mitten in der Wüste Minuten mit dem Austausch eines Achsschenkels zu verschwenden.
Sara Price setzt die Bestzeit für Defender
Auf den Schotterpisten des Prologs, die sich durch mehrere kleine Hügel schlängelten, gab Sara Price gemeinsam mit Co-Pilot Sean Berriman im neuen Stock-Wettbewerb das Tempo vor. In ihrer Vita stehen sowohl ein Veranstaltungssieg in der elektrischen Offroad-Serie Extreme E als auch die historische Bestleistung, als erste Frau die Baja 1000 allein gefahren zu sein. Price beendete den gezeiteten Prologabschnitt in 12 Min. 3,7 Sek. und begann damit ihre Kampagne, als erste US-Amerikanerin die Veranstaltung zu gewinnen.
„Natürlich bin ich mit dem Ergebnis super zufrieden“, sagte sie. „Ich hatte nicht erwartet, so gut abzuschneiden … Ich denke, das ist ein großartiger Auftakt. Aber das ist erst der Anfang. Im Prolog kann man viel verlieren; gewinnen kann man ihn nicht. Dies ist der erste Schritt zu einer guten Startposition, um hoffentlich morgen einen guten Tag zu haben.“
Nur vier Sekunden dahinter folgten „Mr Dakar“, der 14-malige Veranstaltungssieger Stéphane Peterhansel, und sein Navigator Michaël Metge. Der erfolgreichste Teilnehmer der Dakar-Geschichte sagte: „Zunächst einmal war es ein großartiges Gefühl, wieder hier zu sein. Die Dakar-Atmosphäre zu spüren – es ist ein bisschen wie eine Familie, deshalb ist es wirklich schön, wieder am Start zu sein. Heute war der kleine Prolog. Aber letztlich beginnt für uns das Rennen, denn dieses [Defender]-Projekt startete vor einem Jahr – Zeit, das Auto zu bauen und zu entwickeln – und jetzt sind wir hier bei der ersten Etappe. Das ist also ein wirklich gutes Gefühl.“
Den 1–2–3-Erfolg für Defender komplettierte der schnelle Rokas Baciuška. Der 26-jährige Litauer verglich den Prolog mit „einem Aufwärmen für die Muskeln“ und lag gemeinsam mit Co-Pilot Oriol Vidal dicht hinter Peterhansel. Das Duo stoppte die Uhr bei 12 Min. 08,2 Sek. – beeindruckende 53,5 Sekunden vor dem Toyota Land Cruiser auf Rang vier.
Ian James, Teamchef von Defender Rally, sagte: „Defenders Dakar-Debüt hat stark begonnen. Jeder unserer Fahrer hat den Prolog ruhig, gefasst und zuversichtlich mit Blick auf die erste vollständige Wertungsprüfung morgen beendet. Wir unterschätzen die Herausforderung, die nun vor uns liegt, nicht, aber wir sind entschlossen, sie anzunehmen, und werden alles daransetzen, an der Spitze zu bleiben.“
Die Dakar 2026 beginnt morgen mit der ersten Sonderprüfung richtig: ein 305 km langer Mix aus engen, felsigen Passagen und schnelleren Sanddünen, ergänzt um 213 km Verbindungsetappe. Dann beginnt die echte Dakar – und Defenders Herausforderung nimmt wirklich Fahrt auf. Also anschnallen für weitere Updates.
Defender OCTA | Meister extremer Performance, überall
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