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Ferrari CZ26: Der neue SF90 Stradale als kompromissloses Einzelstück

Silberner Ferrari-Sportwagen bei Sonnenlicht auf nasser Straße aus Vogelperspektive.

Man könnte es sich leicht machen und behaupten, Ferrari nehme sich inzwischen Hyundai zum Vorbild: Der neue Einzelanfertigungs-CZ26 wirkt schließlich wie eine gestreckte Ausführung des charmanten N Vision 74 Concept des südkoreanischen Herstellers. Doch darauf verzichten wir. Denn der SF90 Stradale, auf dem dieser CZ26 basiert, ist alles andere als ein albernes Auto.

Ferrari geht – wenig überraschend – mit solchen Projekten äußerst ernsthaft um. Beim jüngsten Ferrari aus dem Programm Special Projects hat Flavio Manzoni für einen US-Kunden den kompromisslosen Supersportwagen mit V8-Antrieb neu interpretiert.

Ferrari CZ26: Neue Front mit klarer Horizontalität

Scheinwerfer und Aufbau des vorderen Stoßfängers wurden vollständig überarbeitet. Die scharf gezeichneten, fast wie mit einem Samurai-Schwert geschnittenen Leuchten des SF90 weichen zwei schmalen Einheiten „mit verdeckter Wirkung“. Vertikale Elemente prägen nun den Stoßfänger, während zusätzliche Lamellen auf der Motorhaube sitzen. Damit ersetzt der CZ26 die elegante Form des SF90 durch einen deutlich kompromissloseren Auftritt.

Ferrari bezeichnet diesen Ansatz als „horizontales Design“ mit einer „Zweikasten-Silhouette“. Auch das Heck wurde neu gestaltet: Dort stehen ebenfalls schmale, waagerechte Leuchten im Mittelpunkt, die Ferraris ursprüngliche halbkreisförmige Elemente ersetzen.

Zudem wirkt die Heckscheibe, die in den kleinen Ducktail-Spoiler übergeht, beim CZ26 – man darf es sagen – aufgeräumter und strömungsgünstiger als beim Serienmodell. „Das Gesamtdesign der Karosserie basiert auf einer äußerst klaren und strengen Ästhetik“, erklärte Ferrari. Natürlich.

Überarbeitete Aerodynamik für den SF90 Stradale

Laut Ferrari wurden die eingesetzten Materialien „mit Blick auf eine futuristische Inspiration entwickelt“ und sollen den Eindruck eines „technischen und sportlichen Autos“ vermitteln. Die meisten Ferraris – abgesehen von Diesem Neuen – beherrschen das ohnehin recht gut. Dieser hier besitzt jedoch eine stimmige, beinahe Cyberpunk-artige Ausstrahlung. Und ja: Die Räder sind ebenfalls neu.

Es bleibt allerdings nicht bei der Optik. Weil es eben ein Ferrari ist, wurde auch die Aerodynamik angepasst. Kühlung und Luftführung hat man durch die Verlegung des Kühlerpakets und der Bypass-Kanäle vollständig neu ausgearbeitet. Hinzu kommen ein neu konstruierter Unterboden sowie ein überarbeitetes Vortex-Generator-System. Selbst die hintere Motorabdeckung erhält neue Entlüftungsöffnungen – sinnvoll, wenn 986 bhp besonders temperamentvolle Pferdestärken versuchen, Gummi in Staub zu verwandeln.

986 bhp und drei Elektromotoren

Ja, 986 bhp: An der grundlegenden Technik des SF90 hat Ferrari nichts verändert. Weiterhin arbeiten ein V8, drei Elektromotoren und Allradantrieb zusammen. Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert 2.5 s, 200 km/h stehen nach 6.7 s an, und die Runde in Fiorano fällt ausgesprochen schnell aus.

„Ziel des Projekts war es, ein Auto mit unmittelbar erkennbarem Charakter zu schaffen, das Stärke, Präzision und formale Reinheit durch ein strenges Design mit ausgeprägter Identität verkörpert“, so Ferrari. Ernsthafte Sache.

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