Zum Inhalt springen

Hyundai Tucson: Fünfte Generation mit radikalem Design

Blauer Hyundai Tucson 2027 SUV im modernen Showroom mit Glaswänden und Beleuchtung

Der Hyundai Tucson zählt zu den Bestsellern seines Segments und bleibt eines der bedeutendsten Modelle der Marke in Europa. Daher hätte man für die fünfte Generation durchaus eine zurückhaltende Weiterentwicklung erwarten können. Hyundai geht jedoch genau den entgegengesetzten Weg.

Der neue Tucson wurde innen wie außen grundlegend verändert und ist zumindest in der bereits in Südkorea vorgestellten Ausführung deutlich gewachsen. Mit einer Länge von 4700 mm rückt er bei den Abmessungen nahe an Angebote aus dem darüberliegenden Segment heran.

Für ein Modell, das bislang im Kern des C-SUV-Segments antrat, ist das ein wesentlicher Schritt. Hyundai bezeichnet den Tucson dennoch weiterhin als Kompakt-SUV. Die Spezifikationen der Europa-Version stehen noch aus; sie könnte sich erneut vom südkoreanischen Modell unterscheiden.

In Südkorea ist die neue Generation 4700 mm lang und 1905 mm breit, was einem Zuwachs von jeweils 6 cm und 4 cm entspricht. Wie beim aktuellen Modell könnte die europäische Variante kürzer ausfallen. Entscheidend ist weniger die reine Größe als der zusätzliche Spielraum, den diese Maße im Innenraum ermöglichen.

Nach Angaben von Hyundai bietet der neue Tucson den geräumigsten Innenraum seiner Klasse. Auch die Kopffreiheit nimmt um rund 29 mm zu, begünstigt durch die höhere und flacher verlaufende Dachlinie.

Radikaler Wandel beim Exterieur

Bereits zuvor waren einige Erprobungsprototypen des neuen Tucson zu sehen. Zwar verdeckte die Tarnung die Details, doch die Proportionen und das markantere Design ließen schon erkennen, dass Hyundai einen grundlegenden Wandel vorbereitet. Die nun veröffentlichten Bilder bestätigen diesen Eindruck: Mit dem bisherigen Tucson hat das neue Modell kaum noch etwas gemein.

Die fünfte Generation des koreanischen SUV übernimmt die Designsprache „Art of Steel“, die bereits bei anderen aktuellen Hyundai-Modellen wie dem IONIQ 3 zu sehen war.

Konkret zeigt sich dies in einer wesentlich kantigeren Karosserie mit eckig gestalteten Stoßfängern und Radhäusern, einer hoch gezogenen Gürtellinie sowie ausgeprägten Sicken entlang der Fahrzeugflanken.

Hinzu kommt eine vollständig neue Lichtsignatur. Anstelle mehrerer in den Kühlergrill integrierter LED-Elemente verläuft nun ein Leuchtband über die gesamte Fahrzeugfront und verbindet sich mit den vertikalen Tagfahrleuchten zu einer „H“-Signatur. Dieses Prinzip wird auch am Heck aufgegriffen.

Hyundai Tucson: Innenraum nach Vorbild des IONIQ 3

Auch der Innenraum wurde tiefgreifend überarbeitet. Vom aktuellen Tucson scheint erneut kaum etwas übrig geblieben zu sein. Stattdessen folgt das Konzept dem Ansatz, der mit dem IONIQ 3 eingeführt wurde und von Hyundai als „Furnished Place“ bezeichnet wird.

Das Interieur soll stärker an einen Wohnraum erinnern und setzt dafür auf eine minimalistischere Gestaltung, zahlreiche Ablagemöglichkeiten sowie eine übersichtlichere Anordnung der Bedienelemente.

Zwei Bildschirme für Kombiinstrument und Infotainmentsystem sind zudem in einen horizontalen Bereich des Armaturenbretts integriert. Hyundai hat allerdings noch nicht sämtliche Details zu dem System genannt, das im neuen Tucson zum Einsatz kommen wird.

Was ist noch bekannt?

Die fünfte Generation des Hyundai Tucson wurde bislang nur auf ihrem Heimatmarkt vorgestellt, weshalb die technischen Daten für Europa weiterhin offen sind.

Die aktuelle Generation ist auf dem deutschen Markt mit Benzin-, Diesel-, Hybrid- und Plug-in-Hybridantrieben erhältlich. Es bleibt abzuwarten, welche dieser Lösungen in das neue Modell übernommen werden und ob die Motorenpalette erweitert wird.

Ein bestätigter Termin für die Europa-Einführung des neuen Tucson fehlt ebenfalls noch. Alles deutet jedoch darauf hin, dass sie erst 2027 erfolgen wird.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen