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5 vergessene Gebrauchtwagen, die weiterhin Aufmerksamkeit verdienen

Weißer Honda Unnown 5 sportlicher Kompaktwagen in moderner Ausstellungshalle.

Wie das Sprichwort sagt: „Beliebtheit ist besser als Witz.“ Der Automarkt ist voller Modelle, die das eindrucksvoll bestätigen.

Manche blieben hinter den Verkaufserwartungen zurück. Andere erzielten durchaus ordentliche Stückzahlen, gerieten jedoch neben den üblichen Verdächtigen schnell in den Hintergrund. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt kann diese fehlende Bekanntheit allerdings ein Vorteil sein: Geringere Nachfrage geht oft mit einem stärkeren Wertverlust einher.

Mit diesem Gedanken haben wir PiscaPisca.pt durchsucht und fünf „unbekannte Größen“ ausgewählt, die weiterhin Beachtung verdienen. Einige sind selten, andere einfach unauffällig – doch alle haben gute Gründe, auf der Kaufliste zu stehen.

Honda CR-Z (2010-2014)

Preise ab 8750 Euro

Was ist das? Den Anfang dieser Auswahl macht ein echtes „Automobil-Einhorn“. Der 2010 eingeführte Honda CR-Z sollte den Geist des ursprünglichen CRX wiederbeleben und ins 21. Jahrhundert übertragen. Zu einer Zeit, in der Honda bereits verstärkt auf Elektrifizierung setzte, verband der CR-Z einen 1.5 i-VTEC-Motor mit dem IMA-Hybridsystem und verfügte – eine ungewöhnliche Lösung bei Hybriden – über ein Sechsgang-Schaltgetriebe.

Das Problem: Die 124 PS – später 137 PS – blieben hinter dem zurück, was Optik und Handschaltung erwarten ließen. Das Fahrverhalten war ordentlich, doch zu einem wirklich sportlichen Auto wurde der CR-Z nie. Auch seiner Verkaufsbilanz half das nicht.

Dafür besaß er einen Vorteil, der heute noch wichtiger erscheint: seinen Verbrauch. Das Hybridsystem ermöglichte reale Durchschnittswerte um 6,0 l/100 km; mit zurückhaltender Fahrweise lässt sich dieser Wert sogar unterschreiten. Für ein kleines Benzin-Coupé mit manuellem Getriebe ist das durchaus beachtlich.

2014 verschwand er vom europäischen Markt. Die geringen Neuwagenverkäufe spiegeln sich in einem entsprechend knappen Gebrauchtwagenangebot wider. Deshalb vorab ein Hinweis: Wer unbedingt einen Honda CR-Z sucht, braucht Geduld, einen scharfen Blick und … Glück. Bei PiscaPisca.pt wird beispielsweise nur ein einziges Fahrzeug angeboten.

Worauf sollte man achten? Der Akku des Hybridsystems ist der wichtigste Prüfpunkt, besonders bei älteren Exemplaren. Es sollte sichergestellt werden, dass keine Warnmeldungen im Kombiinstrument erscheinen und das Hybridsystem einwandfrei arbeitet.

Auch die 12-V-Batterie verdient Aufmerksamkeit: Ist sie schwach, kann sie zahlreiche Warnhinweise und elektronische Fehlermeldungen auslösen.

Alternativen: Wer ein vergleichsweise aktuelles Coupé sucht, das tatsächlich Fahrspaß bietet, sollte den Toyota GT86 auf die „Kaufliste“ setzen. Er ist weniger selten als der CR-Z, bleibt aber ebenfalls ein seltener Anblick. Dafür bietet er deutlich mehr Leistung, geringere mechanische Komplexität und natürlich Hinterradantrieb. Die Kehrseite sind die Verbräuche: Rechnen Sie mit Werten um 8,0 l/100 km.

Mazda2 (2014-2025)

Preise zwischen 9000-13 980 Euro

Was ist das? Bevor Mazda gemeinsam mit Toyota seine eigene Yaris-Variante entwickelte, war diese Mazda2-Generation ein zu 100 % von Mazda stammendes Modell. Zur Wahl standen ein 1,5-Liter-Benziner mit 75 PS, 90 PS oder 115 PS, ein seltener Diesel sowie in der letzten Phase der Modelllaufzeit sogar eine Mildhybrid-Version.

Gegen Konkurrenten wie Renault Clio, Peugeot 208 und Volkswagen Polo hatte er einen schweren Stand. Seine Stärken lagen in der einfachen Technik, dem geringen Gewicht und einem souveränen, sogar unterhaltsamen Fahrverhalten.

Der Saugmotor SKYACTIV-G hatte zudem ein wichtiges weiteres Argument: einen niedrigen Benzinverbrauch. Mit den Varianten mit 75 PS und 90 PS sind bei normaler Nutzung reale Durchschnitte von 5,0-5,5 l/100 km problemlos erreichbar; auf der Landstraße kann der Verbrauch noch weiter sinken.

Bei Platzangebot und Technik setzte er keine Maßstäbe. Dennoch bleibt er eine interessante Wahl für alle, die einen robusten, sparsamen und angenehm zu fahrenden Kleinwagen suchen, der mehr kann, als nur von A nach B zu bringen.

Worauf sollte man achten? Bei den Benzinmotoren spricht die relativ unkomplizierte Konstruktion für eine gute Zuverlässigkeit. Dennoch sollte man auf Leistungsverlust, unrunden Motorlauf und sämtliche Anzeichen für Probleme im Kraftstoffsystem achten. Beim Diesel sind Fahrzeuge zu meiden, die einen Großteil ihres Lebens im Stadtverkehr verbracht haben.

Vor dem Kauf sollten außerdem Klimaanlage, elektrische Fensterheber und Zentralverriegelung getestet werden.

Alternativen: Der Suzuki Swift ist ein weiterer „unbekannter Größe“ für alle, die einen leichten, einfachen und fahraktiven Kleinwagen wollen. Er fällt noch kompakter als der Mazda aus, ist aber auch weniger komfortabel. Wer lieber ein bekannteres Modell bevorzugt, findet im Ford Fiesta weiterhin einen Kleinwagen mit herausragenden dynamischen Qualitäten.

Peugeot 508 (2018-2025)

Preise zwischen 12 750-39 000 Euro

Was ist das? Die zweite Generation des Peugeot 508 ist möglicherweise eines der besten Beispiele dieser Liste. Deutlich moderner und eigenständiger gezeichnet als der Vorgänger, wollte sie sich Premium-Modellen annähern, ohne deren Preisniveau zu verlangen. An den Verkaufserfolg der ersten Generation konnte sie dennoch nicht anknüpfen.

Hinzu kam, dass SUVs zu diesem Zeitpunkt immer mehr Käufer von klassischen Limousinen abwarben. Komfortabel, umfangreich ausgestattet und mit einem der interessantesten Designs im Segment ist der 508 auch heute noch eine Überlegung wert.

Die Palette reichte von Benzin- und Dieselmotoren bis zu Plug-in-Hybriden und wurde durch eine lange Ausstattungsliste ergänzt. Der 508 ist damit einer jener Fälle, bei denen der Wertverlust ermöglicht, für vergleichsweise wenig Geld „viel Auto“ zu kaufen. Bei PiscaPisca.pt ist die Auswahl groß.

Worauf sollte man beim Peugeot 508 achten? Entscheidend ist hier vor allem, dass nicht alle Motoren dieselbe Zuverlässigkeitshistorie haben. Der 1.2 PureTech verlangt wegen der bekannten Probleme mit dem im Öl laufenden Zahnriemen besondere Aufmerksamkeit. Ein lückenloser Wartungsnachweis und der Zustand des Riemens müssen unbedingt geprüft werden.

Beim Vierzylinder 1.6 PureTech mit 180 PS und 225 PS sieht die Lage anders aus. Er besitzt eine Steuerkette und gilt als wesentlich unauffälliger, benötigt aber dennoch eine sorgfältig dokumentierte Wartung.

Ähnlich verhält es sich bei den Dieseln. Beim 1.5 BlueHDi sollten die Wartungshistorie und insbesondere die Steuerkette zwischen den Nockenwellen kontrolliert werden. Der 2.0 BlueHDi mit 160 PS oder 180 PS weist dagegen eine ruhigere technische Historie auf und kann für Vielfahrer eine interessante Wahl sein. Bei beiden verdient das AdBlue-System Aufmerksamkeit.

Und die Plug-in-Hybride? Es gibt keinen Grund, sie automatisch auf die „schwarze Liste“ zu setzen, doch ihre höhere Komplexität erfordert zusätzliche Kontrollen. Ladevorgang und Zustand der Traktionsbatterie sollten getestet werden. Außerdem ist anhand der FIN zu überprüfen, ob sämtliche Rückrufaktionen erledigt wurden, da bei einigen Fahrzeugen Rückrufe zur Batterie und zu ihrem Managementsystem existierten.

Für die Traktionsbatterie gilt zudem eine Garantie von acht Jahren oder 160 000 km auf mindestens 70 % ihrer Kapazität. Bei einem noch abgesicherten Fahrzeug lohnt sich daher ein Blick auf das Datum der Erstzulassung und den Kilometerstand.

Unabhängig vom Motor sollten außerdem die gesamte Elektronik, das Infotainmentsystem, Sensoren, Kameras und die Klimaanlage geprüft werden.

Alternativen: Als komfortable Limousine mit ebenfalls dynamischer gestalteter Karosserie bietet sich der Volkswagen Arteon an, der allerdings meist teurer ist. Der Skoda Superb wirkt weniger auffällig, stellt jedoch mehr Platz und ein rationaleres Konzept bereit.

Skoda Scala (2019-heute)

Preise zwischen 12 480-26 900 Euro

Was ist das? Der Skoda Scala lässt sich möglicherweise am einfachsten von allen Fahrzeugen dieser Liste beschreiben: Er beherrscht fast alles gut, doch kaum jemand spricht über ihn. Er erinnert an jene Fußballspieler, die weder Tore schießen noch spektakuläre Dribblings zeigen, für eine Mannschaft aber unverzichtbar sind.

Zwischen Fabia und Octavia positioniert, verbindet er ein gutes Platzangebot mit einem der größten Kofferräume seiner Klasse und einem ausgesprochen sachlichen Konzept. Ihm fehlen zwar das Prestige eines Golf und das Image eines SUV, doch genau deshalb kann er als Gebrauchtwagen besonders interessant sein.

Auch an der Tankstelle verlangt er keine großen Opfer. Der 1.0 TSI mit 115 PS erreicht reale Durchschnittswerte um 5,5 l/100 km, während der 1.6 TDI vor allem auf längeren Strecken an 5,0 l/100 km herankommen kann. Wer keine hohen Jahresfahrleistungen zurücklegt, trifft mit dem kleinen 1.0 TSI jedoch vermutlich die ausgewogenere Wahl.

Worauf sollte man achten? Bei frühen Scala können Softwareprobleme im Infotainmentsystem und im eCall-System auftreten. Daher sollte überprüft werden, ob alle Updates und Rückrufaktionen durchgeführt wurden.

Bei 1.6 TDI mit DSG-Getriebe ist auf Ruckeln beim Anfahren oder Rangieren zu achten, denn dies kann auf Verschleiß an Kupplung oder Zweimassenschwungrad hindeuten. Klimaanlage, Sensoren, Lenkung und Start-Stopp-System sollten ebenfalls getestet werden.

Die Versionen mit dem 1.0 TSI, einem Dreizylinder, den wir bereits in einem anderen Kaufratgeber behandelt haben, gelten im Allgemeinen als zuverlässig. Dennoch sollte berücksichtigt werden, wie das Fahrzeug genutzt wurde.

Alternativen: Wer ein Fahrzeug mit der Zurückhaltung und Sachlichkeit des Scala sucht, sollte sich möglicherweise den FIAT Tipo ansehen. Er ist weniger hochwertig und wurde deutlich häufiger verkauft, wird aber ebenfalls oft übersehen. Weitere Möglichkeiten sind Hyundai i30 und Kia Ceed, die beide für ihre Zuverlässigkeit und die langen Werksgarantien bekannt sind.

Suzuki Vitara (2015-heute)

Preise zwischen 12 900 und 29 990 Euro

Was ist das? Der Suzuki Vitara zählt zu den unauffälligeren Kompakt-SUV auf dem Markt. Die aktuelle Generation kam 2015 auf den Markt und bewahrte trotz verschiedener Modellpflegen ein relativ einfaches Rezept: kompakte Abmessungen, niedriges Gewicht und bei einigen Varianten Allradantrieb.

Gerade diese Einfachheit erklärt seinen Reiz als Gebrauchtwagen. Der Vitara versucht nicht, sein Konzept unnötig kompliziert zu machen, sondern kombiniert Platzangebot, unkomplizierte Bedienung und überschaubare Kosten auf ausgewogene Weise.

Auch beim Verbrauch kann er punkten, insbesondere als 48-V-Mildhybrid mit 1.4 BoosterJet. In einem Test von Razão Automóvel erzielte diese Variante bei überwiegend suburbaner Nutzung Durchschnitte zwischen 5,1 und 5,6 l/100 km – besonders gute Werte für ein Benzin-SUV.

Seltener auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist der 1.5 Strong Hybrid, ein Vollhybrid, der nicht an eine Steckdose angeschlossen werden muss. Im Stadtverkehr und bei vorausschauender Fahrweise kann er noch sparsamer sein – in unserem Test erreichten wir 4,8 l/100 km. Bei gewöhnlicher Nutzung fällt sein Vorteil gegenüber dem Mildhybrid allerdings nicht so groß aus, wie man erwarten könnte.

Die stärkere Elektrifizierung hat zudem ihren Preis: Mit 115 PS ist der Strong Hybrid schwächer als der Mild Hybrid mit 129 PS, und sein automatisiertes Schaltgetriebe arbeitet deutlich langsamer. Diese Ausführung eignet sich für Fahrer, die vor allem ruhig und in der Stadt unterwegs sein möchten; für alle anderen ist der 1.4 BoosterJet Mildhybrid vermutlich die interessantere Wahl.

Die Robustheit ist ein weiteres Argument für den Vitara. Er führt vielleicht nicht die Kauflisten an und ist auch nicht das anspruchsvollste Angebot seiner Klasse. Gerade seine einfache und pragmatische Ausrichtung macht ihn jedoch als Gebrauchtwagen attraktiv.

Worauf sollte man achten? Bei frühen Fahrzeugen sollte geprüft werden, ob die Rückrufaktionen zum autonomen Bremssystem und zu den Schrauben der Hinterachse erledigt wurden.

Beim 1.4 BoosterJet gilt es, auf mögliche Geräusche der Steuerkette, unruhigen Motorlauf und Leistungsverlust zu achten. Zudem sollten Infotainmentsystem und Fahrwerk geprüft werden; bei Automatikversionen gehört auch die Funktion des Getriebes zum Testprogramm.

Alternativen: Der Honda HR-V tritt hochwertiger auf und nutzt seinen Innenraum ausgezeichnet aus. Der Mazda CX-3 ist vor allem für jene interessant, die mehr Wert auf Fahrverhalten und die Qualität des Innenraums legen. Innerhalb derselben Marke ist der Suzuki S-Cross eine noch sachlichere Alternative: weniger abenteuerlich, dafür geräumiger und familientauglicher – und möglicherweise sogar noch stärker unterschätzt.

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