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Neuer Nissan Elgrand: Luxus-Minivan startet 2026 in Japan

Braun-schwarzer Nissan Elgrand Van vor Sonnenuntergang am Wasser mit reflektierendem Asphaltboden.

Vielleicht haben Sie gehört, dass Nissan zuletzt zu kämpfen hatte. Im Mai kündigte der Hersteller an, weltweit 20.000 Stellen zu streichen und sieben Werke zu schließen – ein drastischer Versuch, Kosten einzusparen.

Um außerdem wieder mehr Autos zu verkaufen, beschloss Nissan damals, sich im Rahmen seines unerquicklich benannten – ja, die Ironie ist uns ebenfalls bewusst – Sanierungsplans Re:Nissan ausschließlich auf „charakteristische Nissan-Modelle mit starken Modellnamen“ zu konzentrieren.

Neuer Nissan Elgrand als japanischer Luxus-Minivan

Und hier ist einer dieser Modellnamen: der neue Nissan Elgrand der vierten Generation. Der ausgesprochen JDM-typische Minivan tritt auf seinem Heimatmarkt gegen den Toyota Alphard an. Die britischen Importeure dürften ihre Telefonleitungen vermutlich schon aufheizen.

Die vierte Elgrand-Generation war längst überfällig, schließlich wird das aktuelle Modell bereits seit 2010 verkauft und mit nur wenigen Facelifts einigermaßen aktuell gehalten. Gut sieht der Neue dennoch aus, oder? Gestalterisch orientiert er sich am 2023 vorgestellten Konzept Hyper Tourer. Nissan nennt die Designsprache „zeitloser japanischer Futurismus“; die gesprenkelte Front wurde von der japanischen Holzbearbeitungstechnik Kumiko inspiriert.

Die Front geht fließend in die Leuchten über und wird durch ein durchgehendes Leuchtenband ergänzt. Seiten und Heck bleiben klassisch kastenförmig – gute Nachrichten für das Raumangebot. Die hier gezeigten Farben heißen unten „Fuji Dawn“ und oben „Shigoku“, was offenbar für Eleganz und Noblesse stehen soll.

e-POWER-Hybrid und e-4ORCE-Allradantrieb

Für den Vortrieb sorgt Nissans jüngstes e-POWER-Hybridsystem, außerdem erhält der Elgrand eine weiterentwickelte Ausführung des e-4ORCE-Allradantriebs. Damit dürfte ein 1,5-Liter-Turbo-Benziner mit drei Zylindern an Bord sein. Dieser Motor treibt die Räder jedoch nie direkt an, sondern erzeugt Strom für eine kleine Batterie, die wiederum zwei Elektromotoren versorgt.

Der Allradantrieb ist dabei nicht für Geländetauglichkeit gedacht. Nissan erklärt vielmehr, dass der Heckmotor „Nickbewegungen des Fahrzeugs beim Beschleunigen und Verzögern unterdrückt und eine sanfte, komfortable Fahrt ermöglicht“. Genau das hören wir gern.

Zusätzlich wird ein „intelligentes dynamisches Fahrwerkssystem“ versprochen, das die Wankbewegungen der Karosserie begrenzen soll. Bei Geschwindigkeiten unter 50 km/h steht zudem eine Technologie für autonomes Fahren ohne Hände am Lenkrad bereit.

Komfortabler Innenraum mit Bose-Option

Im Innenraum geht es erwartungsgemäß luxuriös zu: In der zweiten Reihe sitzen Passagiere auf „Zero-Gravity-Kapitänssesseln“, während vorne zwei 14,3-Zoll-Bildschirme für Instrumentenanzeige und Infotainment installiert sind. Dazu kommen reichlich Leder, kleine Holzelemente sowie eine Ambientebeleuchtung mit 64 Farben. Optional ist außerdem ein Bose-Soundsystem mit 22 Lautsprechern erhältlich. Japan versteht es eben, Minivans richtig zu bauen.

Der neue Elgrand kommt im Sommer 2026 auf den japanischen Markt. Wir hoffen sehr, dass er diesmal auch offiziell nach Deutschland gelangt…

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