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Günstige Elektroautos unter 20.000 Euro im Überblick

Blaues Elektroauto Modell EV200 PT steht in moderner Ausstellungshalle neben Ladestation.

Elektroautos werden tatsächlich erschwinglicher: Inzwischen gibt es einige Modelle, deren Preis unter der Grenze von 20.000 Euro bleibt. Zwar ist die Auswahl noch klein, aber sie existiert. Nachdem der Dacia Spring diesen Preiskampf jahrelang allein bestritten hat, ist er nun nicht mehr auf sich gestellt.

In dieser Preisklasse sind bei Elektroautos allerdings weiterhin Kompromisse nötig: Die Reichweite ist gering und das Platzangebot meist ebenfalls begrenzt. Wer mehr Vielseitigkeit oder weniger Einschränkungen sucht, schaut sich am besten auf dem Gebrauchtmarkt um. Auf dieser Website finden sich mehr als 700 Angebote für weniger als 20.000 Euro.

Wer dagegen hauptsächlich in der Stadt unterwegs ist, pro Woche nur wenige Kilometer fährt und nicht viel Platz braucht, sollte die verfügbaren Neuwagen nicht übersehen. Sie bieten alle mehr als 200 Kilometer Reichweite, Platz für vier Personen und eine interessante Ausstattung.

Dacia Spring: der dauerhafte Preis-Champion

Der Dacia Spring gehört in jede Betrachtung günstiger Elektroautos. Seit seiner Einführung im Jahr 2021 hat er vielen Fahrern den Einstieg in die vollelektrische Mobilität ermöglicht. In Portugal ist er auch weiterhin Jahr für Jahr das günstigste erhältliche Elektroauto.

Eine umfassende Überarbeitung brachte ihm 2024 ein neues Außendesign, einen besser ausgestatteten Innenraum und höheren Fahrkomfort. Für das Modelljahr 2026 kommen nun zwei neue Motorisierungen mit 71 und 102 PS hinzu.

Auch die Batterie ist vollständig neu: Sie verwendet jetzt LFP-Chemie und verfügt über eine Kapazität von 24,3 kWh. Damit soll eine Reichweite von bis zu 225 Kilometern möglich sein.

Hinzu kommen beim elektrischen Stadtauto der Renault-Gruppe eine überarbeitete Plattform und ein Stabilisator, die sich auf der Straße bemerkbar machen. Wir sind ihn bereits gefahren und zweifeln nicht daran, dass dies der bislang beste Spring ist.

Für die 2026er-Versionen des Spring stehen die portugiesischen Preise noch nicht endgültig fest; das dürfte erst im März geschehen. Bereits bekannt ist jedoch, dass selbst die stärkere Ausführung mit 75 kW (102 PS) unter 20.000 Euro bleiben wird.

Derzeit verkauft die rumänische Marke außerdem noch die Versionen des Modelljahres 2025. Der Einstiegspreis für die Variante mit 33 kW (45 PS) liegt bei 16.900 Euro.

Leapmotor T03: die Antwort von Stellantis

Der Leapmotor T03 lässt sich als Antwort von Stellantis auf den Dacia Spring verstehen. Gegenüber dem Konkurrenten aus der Renault-Gruppe ist er kürzer, bietet aber mehr Höhe und Breite. Dafür fällt sein Kofferraum deutlich kleiner aus: Er fasst 210 Liter, während der Spring auf 288 Liter kommt.

Zur Ausstattung des Leapmotor T03 gehören ein digitales 8-Zoll-Kombiinstrument und ein 10,1-Zoll-Multimediadisplay. Darüber hinaus bietet er ein kleines Panoramadach, das in diesem Segment eher ungewöhnlich ist.

Antriebsseitig gibt es nur einen Elektromotor. Er leistet 70 kW (95 PS) und entwickelt ein maximales Drehmoment von 158 Nm. Seine Energie bezieht er aus einer LFP-Batterie mit 37,3 kW, mit der eine maximale Reichweite von bis zu 265 km im kombinierten WLTP-Zyklus angegeben wird.

Auch bei den Fahrassistenzsystemen kann der kleine T03 punkten: Spurverlassenswarnung, Spurhalteassistent, adaptive Geschwindigkeitsregelung, Frontkollisionswarnung und automatischer Notbremsassistent gehören zur Serienausstattung.

In Portugal kostet der Leapmotor T03 18.500 Euro. Als einzige Option lässt sich dort die Karosseriefarbe auswählen.

Citroën ë-C3: der Komfortmeister

Citroën hat sein Versprechen eingelöst: Nach mehr als einem Jahr Wartezeit ist die günstigste Version des ë-C3 nun in Portugal angekommen. Die Preise beginnen bei 19.990 Euro.

Anders als die beiden zuvor genannten Modelle aus dem A-Segment gehört er zur nächsthöheren Fahrzeugklasse. Er bietet tatsächlich Platz für vier Erwachsene und hebt sich auch beim Fahrkomfort ab. Zudem ist sein Kofferraum mit 310 Litern Fassungsvermögen deutlich größer.

Diese Ausführung des Citroën ë-C3 besitzt einen Elektromotor mit 83 kW (113 PS) und 125 Nm sowie eine LFP-Batterie mit lediglich 30 kWh Kapazität. Deshalb endet ihre Reichweite bei 212 Kilometern – und genau darin liegt ihre größte Einschränkung.

Gegenüber dem teureren ë-C3 büßt sie in diesem Punkt rund 110 Kilometer ein. Die höherpreisige Version hat eine größere Batterie mit 43,8 kWh und ist für 23.300 Euro erhältlich.

Ohne Zweifel ist sie die ausgewogenere Variante des französischen Modells. Ist das Budget jedoch begrenzt und fährt man fast ausschließlich in der Stadt, lässt sich der Reiz des Einstiegsmodells für 19.990 Euro kaum bestreiten.

Renault Twingo E-Tech: die nächste Revolution

Schon die drei genannten Modelle bringen Bewegung in den Markt für günstige Elektroautos. Ein regelrechtes „Erdbeben“ könnte aber zum Ende des ersten Halbjahres dieses Jahres folgen.

Dann soll der neue Renault Twingo bei den portugiesischen Händlern eintreffen. Seine Gestaltung orientiert sich an den ikonischen Linien der ersten Generation von 1992, die Preise beginnen bei 19.490 Euro. Das Ziel des kleinen Franzosen ist klar: Er will das beste Elektroauto seines Segments sein.

Dafür setzt er auf Eigenschaften, die weit über den Preis hinausgehen und an den ursprünglichen Twingo erinnern: Platz, Vielseitigkeit und einfache Bedienung. Wie alle Fahrzeuge dieser Liste versteht er sich dabei eindeutig als Angebot für die Stadt.

Eine verschiebbare Rückbank ermöglicht ein Kofferraumvolumen von bis zu 360 Litern. Technisch nutzt der Twingo dieselbe Basis wie der Renault 5, allerdings mit einem schwächeren Elektromotor: Er leistet 60 kW (82 PS), liefert 175 Nm Drehmoment und ist mit einer 27,5-kWh-Batterie kombiniert.

Die angegebene Reichweite beträgt damit bis zu 263 km im kombinierten WLTP-Zyklus. Serienmäßig ist lediglich Wechselstromladen (AC) mit bis zu 6,6 kW möglich. Optional gibt es ein Bordladegerät, das bis zu 11 kW AC und bis zu 50 kW DC unterstützt.

Volkswagen steigt in den Wettbewerb ein

Die Offensive bei Elektroautos unter 20.000 Euro wird in den kommenden Jahren weitergehen. 2027 will Volkswagen mit der Serienversion des ID.Every 1 einsteigen, die in Portugal im Autoeuropa-Werk gebaut werden soll.

Für den künftigen ID.1 werden ein Grundpreis unter 20.000 Euro, Leistungen von etwa 95 PS und eine Reichweite von rund 250 Kilometern im kombinierten WLTP-Zyklus erwartet.

Bislang ist nur der Prototyp bekannt. Die endgültige Form des in Portugal gefertigten Volkswagen-Elektroautos soll noch dieses Jahr vorgestellt werden; der Produktionsbeginn ist für Anfang 2027 vorgesehen.

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