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Neun Hot Hatches am Hockenheimring: Golf GTI Clubsport vor Honda Civic Type R

Weißer Toyota GR Yaris mit schwarzen Felgen in moderner Ausstellungshalle auf glänzendem Boden.

Drag Races (Beschleunigungsrennen) sorgen meist für gute Unterhaltung. Um jedoch das gesamte Leistungs- und Dynamikpotenzial eines Fahrzeugs auszuloten, dürfen Kurven nicht fehlen. Genau das haben die Kollegen der deutschen Publikation Sport Auto getan und neun Hot Hatches auf den Formel-1-Kurs in Hockenheim geschickt.

Die Auswahl ist weiterhin vielfältig, weshalb sich nicht alle Modelle unmittelbar miteinander vergleichen lassen. Daher teilte die deutsche Zeitschrift die neun Hot Hatches in mehrere Gruppen ein.

MINI JCW gegen Toyota GR Yaris

In der ersten Gruppe tritt der MINI JCW (John Cooper Works) gegen den aktuellen Star Toyota GR Yaris an. Selbst die Autoren dieses Duells weisen darauf hin, dass der MINI JCW nicht der ideale Gegner für den GR Yaris ist – dafür wäre der JCW GP geeigneter.

Der GR Yaris ist „bis an die Zähne bewaffnet“: Sein 1,6-l-Turbodreizylinder leistet 261 PS und überträgt die Kraft über ein Sechsgang-Schaltgetriebe an alle vier Räder. Obwohl der MINI JCW einen 2,0-l-Vierzylinder besitzt, bringt er nur 231 PS auf und schickt seine Leistung ebenfalls über ein manuelles Sechsganggetriebe ausschließlich an die Vorderräder.

Der japanische Pocket Rocket rollt auf Michelin Pilot Sport 4S, während der britische Pocket Rocket mit Pirelli P Zero antritt. Das Endergebnis ist vorhersehbar, doch besonders die Rundenzeit des GR Yaris verdient Beachtung: Sie lässt einige der größeren und stärkeren Hot Hatches im Feld alt aussehen.

In der zweiten Gruppe geht es zwischen den Teilnehmern ausgeglichener zu. Hier treffen Ford Focus ST, Volkswagen Golf GTI und Hyundai i30 N Performance aufeinander. Alle drei verfügen über Frontantrieb, einen turbogeladenen Reihenvierzylinder – mit 2,0 l Hubraum bei Golf GTI und i30 N sowie 2,3 l im Focus ST – und ein manuelles Sechsganggetriebe.

Mit 245 PS ist der Golf GTI der leistungsschwächste Kandidat. Der i30 N Performance legt 30 PS drauf und kommt damit auf 275 PS, während der Focus ST das Trio mit 280 PS anführt. Auch bei den Reifen gibt es Unterschiede: Der Golf GTI fährt Bridgestone Potenza S005, der i30 N Pirelli P Zero und der Focus ST Michelin Pilot Sport 4S.

Trotz seines Leistungsnachteils sollte die fahrdynamische Effizienz des Golf GTI nicht unterschätzt werden. Er ist erst kürzlich auf unserem Markt angekommen und wurde auch von uns bereits getestet. Seine erzielten Zeiten belegen dies.

Audi S3 und Mercedes-AMG A 35 mit Allradantrieb

Eine Stufe höher im „Wettrüsten“ folgt ein deutsches Duo: Audi S3 und Mercedes-AMG A 35. Die technischen Daten beider Modelle wirken nahezu identisch. Beide setzen auf einen 2,0-l-Turbovierzylinder, Allradantrieb und ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Der Vorsprung des S3 gegenüber dem A 35 beträgt lediglich vier PS: 310 PS gegenüber 306 PS.

Beim Audi S3 stellen Bridgestone Potenza S005 den Kontakt zur Fahrbahn her, beim A 35 sind es Michelin Pilot Sport 4S. Machen Sie Ihre Wetten:

Honda Civic Type R gegen Volkswagen Golf GTI Clubsport

Zum Abschluss folgt ein weiteres, vielleicht sogar das am meisten erwartete Duell: Honda Civic Type R und Volkswagen Golf GTI Clubsport. Der Civic Type R (2020) gilt als König der Hot Hatches: Er ist mit 320 PS der stärkste Vertreter mit Frontantrieb und zugleich einer der fahrdynamisch effektivsten. Der Golf GTI Clubsport ist ein „aufgepäppelter“ GTI mit 300 PS, optimiertem Fahrwerk und unter anderem adaptiver Dämpfung.

Beide nutzen einen 2,0-l-Turbomotor und treiben ausschließlich die Vorderräder an, setzen jedoch auf unterschiedliche Getriebe. Der Civic Type R auf Continental SportContact 6 verwendet ein manuelles Sechsganggetriebe. Der Golf GTI auf Bridgestone Potenza S005 nutzt dagegen das siebengängige DSG-Doppelkupplungsgetriebe, das laut Volkswagen effizienter und schneller arbeitet. Reicht das aus, um die Differenz von 20 PS zum japanischen Rivalen auszugleichen?

Nach den gefahrenen Runden lagen erwartungsgemäß die beiden letzten Hot Hatches, Honda Civic Type R und Volkswagen Golf GTI Clubsport, vorn. Sie waren die fokussiertesten Fahrzeuge im Feld – mit Ausnahme eines japanischen Pocket Rocket namens GR Yaris. Nur eine Zehntelsekunde trennte sie, mit dem Vorteil für den … Golf GTI Clubsport!

Überraschend war hingegen, dass der kleine Toyota GR Yaris den dritten Platz und damit den Abschluss des Podiums sicherte. Er war sogar schneller als die übrigen Hot Hatches mit Allradantrieb, Audi S3 und Mercedes-AMG A 35. Das zeigt, dass diese Homologations-Sonderedition trotz ihres großen Spaßfaktors keineswegs zum Spielen gedacht ist.

Alle Rundenzeiten der neun Hot Hatches:

Modell Zeit
Volkswagen Golf GTI Clubsport 2min02,7s
Honda Civic Type R 2min02,8s
Toyota GR Yaris 2min03,8s
Ford Focus ST 2min04,8s
Audi S3 2min05,2s
Mercedes-AMG A 35 2min05,2s
Volkswagen Golf GTI 2min05,6s
Hyundai i30 N Performance 2min06,1s
MINI JCW 2min09,6s

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