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Bruce Meyers und die Geschichte des Meyers Manx Volkswagen Buggy

Oranger VW Buggy Manx Icon in hellem Raum mit Palmen, Surfbrett und Helm im Hintergrund.

Kaum ein Fahrzeug steht so sehr für Sommer und Freizeit wie der legendäre Buggy, dessen ursprüngliche Form der von Bruce Meyers entwickelte Meyers Manx – auch als Volkswagen Buggy bekannt – prägte.

Hier erzählen wir die Geschichte von Meyers und seiner berühmtesten Schöpfung. Es ist eine verdiente Würdigung für den Mann hinter einem der wohl unbeschwertesten Autos aller Zeiten.

Diese Würdigung erfolgt posthum: Bruce Meyers starb am 19. Februar im Alter von 94 Jahren. Wenige Monate zuvor hatten er und seine Ehefrau das Unternehmen Meyers Manx an Trousdale Ventures verkauft.

Not macht erfinderisch

Bruce Meyers wurde 1926 in Los Angeles geboren. Sein Lebensweg führte ihn während des Zweiten Weltkriegs zur Marine, später in den Offroad-Rennsport und schliesslich an die Strände Kaliforniens. Als begeisterter Surfer erkannte er dort, dass er für die Dünen ein Fahrzeug brauchte, das sich leichter bewegen liess als sein Ford Hot Rod von 1932.

Vom Hot Rod zum Meyers Manx

Ein Hot Rod? Tatsächlich war Meyers schon lange vor seiner bekanntesten Erfindung tief in der Automobilwelt verwurzelt. Er war auch ein ambitionierter Rennfahrer und konnte dem Hot-Rod-Boom, der in den USA nach dem Zweiten Weltkrieg entstand, nicht widerstehen.

Seine Fähigkeiten beschränkten sich jedoch nicht auf Autos. Die Erfahrung mit Glasfaser, aus der später die Karosserie seines Buggys bestehen sollte, sammelte er beim Bau von Surfbrettern und sogar kleinen Katamaranen.

Er nahm daher das Fahrgestell eines Volkswagen Beetle, eines technisch einfachen Autos, kürzte es um 36 cm, entfernte die Karosserie und entwickelte eine neue aus dem Material, mit dem er bereits vertraut war: Glasfaser. Das Design reduzierte er auf das Wesentliche, was dem Fahrzeug seinen unverwechselbaren und ausgesprochen spielerischen Charakter verlieh.

So entstand 1964 der erste Volkswagen Buggy, der Meyers Manx mit dem Namen „Big Red“. Das leichte, vielseitige Fahrzeug mit Heckantrieb und Heckmotor legte den Grundstein für einen Trend, der sich weltweit verbreitete.

Doch es war mehr als nur eine Modeerscheinung: Meyers und der „Big Red“ gelten als wichtige Wegbereiter organisierter Offroad-Rennen. Gemeinsam mit seinem Rennpartner Tom Mangels stellte Meyers bei der ersten Mexican 1000 im Jahr 1967, dem Vorläufer der heutigen Baja 1000, den ersten Rekord für vierrädrige Fahrzeuge auf – und war sogar schneller als die Motorräder.

Der „Preis“ des Erfolgs

Der Meyers Manx wurde zwar berühmt, nachdem er 1968 im Film „The Thomas Crown Affair“ zu sehen war und 1969 das Titelblatt des Magazins „Car and Driver“ zierte. Doch längst lief nicht alles reibungslos.

1971 verliess Bruce Meyers das von ihm gegründete Unternehmen, das trotz rund 7000 produzierter Exemplare des berühmten Buggys Insolvenz anmelden musste. Dafür waren Steuern und Konkurrenten verantwortlich, die sein Design kopierten.

Obwohl er gegen die Nachahmer klagte – damals bauten mehr als 70 Unternehmen ähnliche Modelle –, bekam Meyers vor Gericht kein Recht. Seinen Volkswagen Buggy konnte er nicht patentieren lassen. Obwohl er das Konzept erfunden hatte, erlitt das Geschäft dadurch erhebliche Schäden.

Die Rückkehr des Volkswagen Buggy

Trotzdem liess Bruce Meyers die Begeisterung für den Fahrzeugbau nie los. Im Jahr 2000, etwa 30 Jahre nachdem er die Produktion seiner markanten Buggys eingestellt hatte, entschied sich der Kalifornier, wieder das zu bauen, was ihn berühmt gemacht hatte: den Meyers Manx.

Zuletzt würdigte auch Volkswagen die rebellische Seite des „Käfers“, als die Marke 2019 den ID. Buggy vorstellte. Das Konzept sollte die Flexibilität der MEB-Plattform demonstrieren, die speziell für Elektrofahrzeuge entwickelt wurde.

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