Vor rund drei Jahren präsentierte Skoda den Vision 7S. Die rein elektrische Studie gibt einen Ausblick auf das nächste Modell der tschechischen Marke, das möglicherweise Skoda Space heißen wird.
Der Start der Serienproduktion rückt näher: Nun haben wir erstmals Testprototypen des künftigen größten Elektro-SUV der Marke entdeckt.
Bei den Abmessungen dürfte sich das Modell am Kodiaq orientieren. Wie dieser soll auch das neue Elektro-SUV Platz für sieben Personen bieten. Damit nimmt der Space die südkoreanischen Konkurrenten Kia EV9 und Hyundai IONIQ 9 ins Visier.
Bereits Anfang des Jahres hatte der tschechische Hersteller erste Teaser veröffentlicht. Obwohl der Skoda Space hier stark getarnt zu sehen ist, dürfte er sich unverkennbar eng an der Studie Vision 7S orientieren.
Das zeigt sich schon an der Front mit ihrer neuen T-förmigen Lichtsignatur. Offenbar kommt dort auch der neue „Kühlergrill“ zum Einsatz, den Skoda „Tech Deck“ nennt.
In der Seitenansicht fallen vor allem die hohe Dachlinie und die kurze Front auf: Schließlich muss kein Verbrennungsmotor mehr untergebracht werden. Wie bei der Studie Vision 7S sitzen die Türgriffe bündig in der Karosserie. Das soll den Luftwiderstand verringern und für eine klarere Optik sorgen.
Wie sieht der Innenraum des Skoda Space aus?
Wie der Innenraum des neuen Modells gestaltet sein wird, ist noch nicht bekannt. Allerdings dürften drei Sitzreihen vorgesehen sein, um bis zu sieben Passagiere unterzubringen.
Falls der Vision 7S als Anhaltspunkt dient, könnte ein großer zentraler Bildschirm das Innenraumdesign prägen. Ergänzt würde er durch ein vollständig digitales Kombiinstrument.
Anders als viele andere Modelle, die fast ohne physische Tasten auskommen, dürfte der neue Skoda Space digitale und analoge Bedienelemente ausgewogener kombinieren. Das erklärte Peter Olah, der bei Skoda für die Innenräume von Studien und Serienmodellen verantwortlich ist.
„(…) unsere Studien mit Kunden zeigen, dass sie für häufig genutzte und wichtige Funktionen einige physische Tasten und Bedienelemente bevorzugen. Das haben wir bei der Gestaltung des Innenraums des Skoda Vision 7S berücksichtigt.“
Peter Olah, verantwortlich für die Innenräume von Studien und Serienmodellen bei Skoda
Was ist bereits bekannt?
Noch sind nicht alle Einzelheiten bekannt. Als mehr als bestätigt gilt jedoch, dass das größte Elektro-SUV von Skoda die MEB-Plattform mit Enyaq und Elroq sowie zahlreichen weiteren Elektroautos des Volkswagen-Konzerns teilen wird. Daher liegt die Vermutung nahe, dass auch Batterien und Motoren gemeinsam genutzt werden.
Mit Blick auf den Enyaq wäre es keine Überraschung, wenn der Space – dessen Name noch nicht bestätigt ist – dessen Heckmotoren mit 150 kW (204 PS) und 210 kW (286 PS) übernehmen würde. Ebenso denkbar ist die zweimotorige Version mit Allradantrieb und 250 kW (340 PS).
Bei den Batterien könnte es dagegen Unterschiede geben. In den übrigen Elektroautos von Skoda ist ein Akku mit 82 kWh (77 kWh nutzbar) die größte verfügbare Batterie. Der Vision 7S wurde mit 89 kWh vorgestellt. Für den Volkswagen ID.7 und den ID. Buzz, die ebenfalls auf der MEB-Plattform basieren, ist dagegen ein Akku mit 91 kWh (86 kWh nutzbar) erhältlich.
Spekulativ betrachtet wäre es sinnvoll, auch das größte Elektro-SUV von Skoda mit der größten verfügbaren Batterie auszustatten, um eine respektable Reichweite angeben zu können. Diese dürfte irgendwo zwischen den 467 km des ID. Buzz und den 702 km des ID.7 liegen. Schließlich ist das Modell für Familien ausgelegt und kann bis zu sieben Personen befördern.
Wann kommt das Modell?
Die offizielle Vorstellung ist noch für dieses Jahr geplant. Auf den Markt kommen soll das Modell allerdings erst 2026.
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