Die Ford Nugget ist für Portugal zwar noch ein neues Wohnmobil, in Deutschland blickt sie jedoch auf eine drei Jahrzehnte lange Geschichte zurück. Erst vor Kurzem hat Ford damit begonnen, den Vertrieb der Nugget auf weitere Märkte auszudehnen.
Mit dem Generationswechsel beim Transit Custom hat Ford Pro nun auch eine neue Nugget vorgestellt. Ihr öffentliches Debüt gibt sie auf dem diesjährigen Caravan Salon in Düsseldorf vom 25.08. bis zum 03.09.
Der Präsentationsort ist naheliegend: Deutschland ist nicht nur Europas größter Automarkt, sondern auch der größte Wohnmobilmarkt des Kontinents.
Die neue Ford Transit Custom Nugget
Erneut ist die Nugget aus der Zusammenarbeit von Ford und der bekannten Wohnmobilmarke Westfalia entstanden. Die Partnerschaft besteht bereits seit fast sechs Jahrzehnten.
Als Basis dient der neue Transit Custom, dessen Erscheinungsbild die Nugget übernimmt. Im Mittelpunkt steht jedoch vor allem der Ausbau des Innenraums.
Laut Ford lässt sich der Innenraum dank eines ebenen und niedrigeren Bodens jetzt leichter durchqueren. Ein Durchgang zwischen den Vordersitzen ermöglicht zudem den Wechsel vom Fahrerhaus in den Wohnbereich. Die Vordersitze lassen sich außerdem nach hinten drehen.
Die hintere Sitzbank bietet drei Plätze und kann gegen Aufpreis beheizt werden. Sie läuft längs auf Schienen und lässt sich dadurch einfacher in die gewünschte Position bringen.
Hinter der Rückbank befindet sich die L-förmig angeordnete Küche. Dazu gehört eine Kühlschublade, in der Flaschen aufrecht stehen können. Eine neue Kochstelle und eine Spüle sind integriert; Warmwasser gehört jetzt zur Serienausstattung. Auch die Dusche im Heck verfügt serienmäßig über Warmwasser.
Für Tisch und Stühle gibt es in der neuen Ford Transit Custom Nugget ebenfalls Stauraum: Der Tisch erhält ein Fach in der seitlichen Schiebetür, während die Stühle in der Heckklappe untergebracht werden können.
An den Fenstern sind Verdunkelungsrollos angebracht. Das Aufstelldach besitzt einen neuen, selbstfaltenden Stoff, der das Absenken erleichtern soll.
Mehr Technik und digitale Funktionen
Auch wenn die neue Ford Nugget dazu einlädt, dem Alltag zu entfliehen, müssen ihre Insassen nicht auf die Verbindung zur Außenwelt verzichten.
Das Wohnmobil verfügt serienmäßig über ein 5G-Modem und eine kabellose Lademöglichkeit für Smartphones. Apple CarPlay und Android Auto lassen sich ebenfalls kabellos nutzen. Wer sich für die Installation eines Solardachs mit 350 W entscheidet, kann zudem eine gewisse Energieunabhängigkeit erreichen.
Neu ist auch ein 7-Zoll-Touchscreen im Wohnbereich. Darüber lassen sich Heizung, Wasserstände, Batteriestand und LED-Beleuchtung bequem überprüfen und steuern. Ein Neigungsmesser ist ebenfalls vorhanden.
Über eine Bluetooth-App kann außerdem das eigene Smartphone als Fernbedienung für die Funktionen des Wohnraums dienen.
Zunächst Diesel, später Plug-in-Hybrid
Zum Marktstart erhält die Ford Nugget zunächst den bekannten 2.0 EcoBlue-Diesel mit 170 PS. Gekoppelt ist der Motor an eine Achtgangautomatik.
Als wesentliche Neuerung folgt später eine Plug-in-Hybrid-Version (PHEV). Einen solchen Antrieb hat es in der Geschichte dieses Wohnmobils bisher nicht gegeben.
Den Hybridantrieb übernimmt die Nugget vom Kuga PHEV, der 2021 und 2022 Europas meistverkaufter Plug-in-Hybrid war. Ein 2,5-Liter-Benzinmotor arbeitet dabei mit einem Elektromotor zusammen. Die kombinierte Höchstleistung beträgt 232 PS.
Welche rein elektrische Reichweite die Batterie mit 11,8 kWh Nettokapazität in der Nugget ermöglicht, wurde noch nicht genannt. Wegen der deutlich größeren Abmessungen und Masse dürfte sie aber unter den bis zu 67 km des SUV liegen.
Neu ist bei der Nugget außerdem eine Einzelradaufhängung hinten, die den Komfort und die Laufkultur an Bord verbessern soll. Geplant ist darüber hinaus eine bislang nicht angebotene Variante mit Allradantrieb.
Wann kommt die Ford Transit Custom Nugget?
Den Anfang beim Verkauf macht Deutschland: Bestellungen sind ab dem 25. August möglich, die ersten Auslieferungen sollen im Frühjahr 2024 erfolgen.
Im nächsten Jahr soll der Vertrieb auf weitere 10 europäische Märkte ausgeweitet werden. Auch Portugal wird dazugehören; wann der Verkauf dort beginnt und zu welchem Preis, ist allerdings noch offen. Zur Orientierung: In Deutschland starten die Preise bei 76.500 Euro.
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