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Nissan Skyline GT-R Nismo 400R: Ein echtes Einhorn für 1,92 Millionen Euro

Blauer Nissan Skyline GT-R R33 mit Spoiler in einem modernen Showroom auf Betonboden.

Der Nissan Skyline GT-R R33 erzielte zwar nicht die Wirkung des R32 und R34, ist deshalb aber keineswegs weniger besonders. In der Ausführung Nismo 400R zählt er sogar zu den aussergewöhnlichsten japanischen Sportwagen aller Zeiten.

Er gilt als Krönung der R33-Generation. Bei einem britischen Händler steht nun ein Exemplar zum Verkauf, dessen Preis bei 1,6 Millionen Pfund liegt – umgerechnet rund 1,92 Millionen Euro.

Doch was macht diesen Nissan Skyline GT-R Nismo 400R derart begehrt und einzigartig? Nun, beinahe alles …

Ein echtes Einhorn

Der im November 1997 eingeführte Skyline GT-R Nismo 400R vereinte das Beste, was Nismo, der offizielle Veredler von Nissan, damals zu bieten hatte.

Als Grundlage diente die V-spec-Ausführung des GT-R. Entwickelt wurde das Modell, um die Erfolge von Nissan und Nismo im Motorsport der 1990er-Jahre zu würdigen.

Ursprünglich war eine Produktion von 100 Exemplaren geplant. Laut dem Portal GTR-Registry wurden jedoch lediglich 40 Fahrzeuge registriert, zusätzlich zu einem Prototypen. Andere Quellen gehen hingegen von möglicherweise 44 gebauten Exemplaren aus.

Eine offizielle Stückzahl gibt es nicht – damals war von 100 Einheiten die Rede –, weshalb die vom GTR-Registry „angebotene“ Angabe als bester Richtwert gilt.

Entsprechend werden üblicherweise diese 40 Fahrzeuge berücksichtigt. Das hier vorgestellte Exemplar war das letzte gebaute Fahrzeug (#40/40).

Allein dieser Umstand erklärt einen Teil der Begehrlichkeit dieses Wagens. Der Kilometerzähler zeigt nur 61 000 km, zudem liegt die vollständige Wartungsdokumentation seit der Auslieferung ab Werk vor.

Nissan Skyline GT-R Nismo 400R: In fast allem anders

Doch das ist längst nicht alles. Nismo stellte sicher, dass dieser Skyline GT-R Nismo 400R gewissermassen den „Schwanengesang“ der R33-Generation des japanischen Modells darstellte.

So basierte der Motor zwar auf dem RB26DET, erhielt aber 200 cm³ mehr Hubraum und kam damit auf 2,8 Liter. Reinik Motorsport überarbeitete ihn zudem mit einem verstärkten Motorblock und Zylinderkopf.

Die beiden Turbolader arbeiteten mit höherem Ladedruck, das Kühlsystem war leistungsfähiger und die Kardanwelle bestand aus Kohlefaser. Hinzu kam eine vollständig neue Abgasanlage, deren Endrohre die Aufschrift R400 trugen.

Die Weiterentwicklung des Reihensechszylinders fiel so umfassend aus, dass die Bezeichnung RB26DET aufgegeben und durch RB-X GT2 ersetzt wurde. Den grössten Fortschritt gab es jedoch bei der Leistung: Sie stieg von 280 PS auf 400 PS. Damit setzte sich Nismo über das „Gentlemen’s Agreement“ der japanischen Hersteller hinweg, das eine Leistungsbegrenzung auf 280 PS vorsah.

Um diese Zahl zeitlich einzuordnen: Als dieses Exemplar 1998 das Werk verliess, leistete ein Ferrari F355 „nur“ 380 PS. Sein Nachfolger, der Ferrari 360 Modena, brachte es „erst“ auf 400 PS.

Eigene DNA

Dank all dieser Werte beschleunigte der Skyline GT-R Nismo 400R in etwas mehr als 4,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h. Die Drehzahlgrenze lag erst bei 9000 U/min.

So beeindruckend diese Daten auch waren, besonders die exklusiven Details des Modells machten es so begehrenswert.

Nismo entwickelte für diese Version Komponenten, die ausserhalb des R400-Programms nie angeboten wurden. Besitzern eines „gewöhnlichen“ Skyline GT-R R33 blieben sie daher stets verwehrt.

An Reizen mangelt es diesem Exemplar also nicht. Doch wird jemand bereit sein, fast zwei Millionen Euro dafür zu bezahlen? Das wird die Zeit zeigen. Müssten wir raten, wäre die Antwort allerdings ja. Eigentlich selbstverständlich ja.

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