Der Jaguar E-Type: britische Ikone und Kunstwerk auf Rädern
Auf britischem Boden geboren und mehrfach zum schönsten Automobil der Welt gekürt, gilt der Jaguar E-Type als Sinnbild herausragender Ingenieurskunst und als echtes Kunstwerk auf Rädern.
Dieser Klassiker prägte eine ganze Generation – damals ebenso wie heute. Der Jaguar E-Type ist ein eleganter britischer Sportwagen, den Jaguar Cars Ltd. von 1961 bis 1974 baute.
Er vereint alles, was die Automobilwelt besonders faszinierend macht: ein außergewöhnliches Design, brillante Technik und hohe Fahrleistungen. Seine Schönheit war so beeindruckend, dass selbst Enzo Ferrari ihn als das schönste Auto von allen bezeichnete. Darüber hinaus war er in den 1960er-Jahren im Vergleich zu einem Ferrari oder Maserati ausgesprochen konkurrenzfähig bepreist.
Preis und Leistung des Jaguar E-Type
Bei seiner Markteinführung kostete der E-Type vergleichsweise bescheidene 4.000 Euro, während für einen Ferrari 8.000 Euro – also das Doppelte – fällig wurden. Auf heutige Verhältnisse übertragen entspräche das 150.000 Euro für den Jaguar und 300.000 Euro für den Ferrari. Trotz seines niedrigeren Preises war der Jaguar deutlich schneller. Mit seinem 3,8-Liter-Reihensechszylinder erreichte er eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h und bereitete konkurrierenden Marken damit erhebliche Sorgen.
Im gesamten Produktionszeitraum fanden 70.000 Exemplare Käufer. Seine Entwicklung erfolgte mit wenig präzisen Messinstrumenten; getestet wurde nachts auf Autobahnen, weil Teststrecken nicht vorhanden waren. Die Autobahn war daher der einzige Ort, an dem sich das Potenzial des Fahrzeugs ausschöpfen und die Höchstgeschwindigkeit erreichen ließ.
Die Hinterradaufhängung entstand beispielsweise aus einer Wette. Der Jaguar-Präsident gab dem Chefingenieur nur einen Monat Zeit, um sie vollständig zu entwickeln, obwohl er selbst nicht daran glaubte, dass dies möglich wäre. Tatsächlich war die Aufhängung nach einem Monat fertig – und so gut, dass sie in den folgenden 25 Jahren verwendet wurde.
Premiere, Erfolg und Vorbild für den F-Type
Sein erstes öffentliches Debüt feierte das Modell im März 1961 auf dem Genfer Salon. Doch niemand rechnete mit einem derartigen Erfolg, nicht einmal der Präsident der Marke. Diese Maschine wurde jedoch viel zu früh unterschätzt: Der Jaguar E-Type war sofort ein Erfolg und beim Jetset begehrt. Prinzessin Grace von Monaco, Frank Sinatra und George Best gehörten unter anderem zu den Besitzern eines großartigen E-Type. Genau 51 Jahre später ließ sich Jaguar vom E-Type für den neuen Sportwagen der Marke inspirieren: den Jaguar F-Type.
Der E-Type diente allerdings nicht nur als Vorlage für den F-Type. Ein Unternehmen entschloss sich, ihn neu zu gestalten und den Eagle Speedster zu erschaffen. Das Fahrzeug, das einst von einem Visionär geformt wurde, präsentiert sich nun robuster und mit weniger stark ausgeprägten Linien. Sämtliche Komponenten sind neu: Felgen, Reifen, Bremsen, Innenraum und sogar der Motor. Der Eagle Speedster verfügt über einen 4,7-Liter-Reihensechszylinder, der mit einem 5-Gang-Schaltgetriebe gekoppelt ist und eine Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h ermöglicht.
Durch seine vollständig aus Aluminium gefertigte Karosserie bietet er ein besseres Leistungsgewicht als ein Porsche 911 Turbo. Dadurch beschleunigt der Eagle Speedster in weniger als 5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Und als wäre das nicht genug, besitzt er einen Klang, der jeden anderen Supersportwagen übertrifft: Sein Grollen ist stärker als Donner und könnte Quellen öffnen, Bäume umwerfen und sogar Trommelfelle zum Platzen bringen.
Diese Schönheit kostet 700.000 Euro. Das ist der Preis dafür, das schönste Automobil der Welt zu fahren – ein wahrhaftiges Privileg.
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