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Gebrauchte Cabrios unter 20.000 Euro und bis 10 Jahre

Rotes Smart Cabrio mit geöffnetem Dach in einem hellen Autohaus auf glänzendem Boden.

Wenn die Temperaturen steigen und der Sommer immer näher rückt, wächst die Lust auf Ausflüge unter freiem Himmel. Was für den perfekten Rahmen noch fehlt? Ein Cabrio für die frühe Fahrt zum Strand, solange die Luft noch angenehm kühl ist, oder für eine entspannte Tour entlang einer Uferstraße bei Sonnenuntergang …

Das Angebot an Cabrios ist heute deutlich kleiner als noch vor 10 bis 15 Jahren. Zudem sind die meisten neu angebotenen offenen Modelle üblicherweise in den höheren Preis- und Fahrzeugklassen angesiedelt.

Deshalb haben wir uns auf dem Gebrauchtwagenmarkt nach Cabrios umgesehen. Anders als bei einem geöffneten Verdeck, bei dem der Himmel die Grenze ist, haben wir für die hier versammelten Modelle klare Obergrenzen festgelegt: 20.000 Euro und maximal 10 Jahre Alter.

Mit einem realistischen Budget und einem überschaubaren Fahrzeugalter lässt sich dennoch eine vielfältige Auswahl offener Autos finden. Darunter sind Modelle für unterschiedliche Geschmäcker, Anforderungen und Geldbeutel.

Zuerst: das Verdeck sorgfältig prüfen

Wer ein gebrauchtes Cabrio kaufen möchte, sollte neben den üblichen Kontrollen bei Gebrauchtwagen dem Verdeck besondere Aufmerksamkeit widmen. Sein Zustand ist entscheidend, denn Reparaturen oder gar ein Austausch können teuer werden.

Ob Stoff- oder Metalldach, manuell oder elektrisch betätigt: Diese Punkte sollten Sie kontrollieren:

  • Bei einem elektrischen Verdeck prüfen, ob der Schalter beziehungsweise die Taste einwandfrei funktioniert.
  • Ebenfalls bei elektrischen Verdecken darauf achten, ob der Elektromotor weiterhin gleichmäßig und leise arbeitet.
  • Bei einem Stoffverdeck kontrollieren, ob sich das Material mit der Zeit zusammengezogen hat oder Schäden beziehungsweise starke Verschleißspuren aufweist.
  • Sicherstellen, dass die Verriegelungen das geschlossene Verdeck zuverlässig festhalten.
  • Prüfen, ob es weiterhin dicht ist: Der Zustand der Gummidichtungen ist dabei besonders wichtig.

ROADSTER

Den Anfang machen die ursprünglichsten Vertreter unter den offenen Autos. In dieser Kategorie geht es um kompakte Modelle mit stets zwei Sitzen – schließlich sind es Roadster – und einem ausgeprägten Fokus auf Fahrdynamik. Unter den Cabrios bieten sie meist das spannendste Fahrerlebnis.

Mazda MX-5 (NC, ND)

Der Mazda MX-5 darf hier nicht fehlen: Er ist der meistverkaufte Roadster aller Zeiten und hat weit mehr zu bieten als nur Fahrtwind im Haar. Sein Unterhaltungswert am Steuer ist ausgesprochen hoch.

Unsere Wahl wäre der noch angebotene ND. Er ist eine hervorragende Einstiegsschule für alle, die erste Erfahrungen mit RWD, also Hinterradantrieb, sammeln möchten. Der NC dürfte jedoch wahrscheinlich der benutzerfreundlichste MX-5 von allen sein.

Mini Roadster (R59)

Der Mini Roadster ist der rebellischere Bruder unter den offenen Minis: niedriger als das Mini Cabrio und ausschließlich mit zwei Sitzplätzen. Verkauft wurde er lediglich drei Jahre lang, von 2012 bis 2015. Zwar verfügt er über Frontantrieb, doch das hat Mini nie daran gehindert, ein lebhaftes Fahrerlebnis zu liefern. Wer mehr Leistung als beim MX-5 sucht, wird beim Mini Roadster ebenfalls fündig.

Innerhalb des festgelegten Rahmens gibt es den Cooper (1.6, 122 PS), den kräftigeren Cooper S (1.6 Turbo, 184 PS) und sogar den – für einen Roadster weiterhin ungewöhnlichen – Cooper SD mit Dieselmotor (2.0, 143 PS).

ALTERNATIVEN: In Richtung 20.000 Euro tauchen vereinzelt Audi TT (8J, 2. Generation), BMW Z4 (E89, 2. Generation) und Mercedes-Benz SLK (R171, 2. Generation) auf, dessen Produktion genau 2010 endete. Oberhalb unserer Preisgrenze ist die Auswahl allerdings vielfältiger.

STOFFVERDECK

Hier finden sich die klassischeren Cabrios. Sie leiten sich direkt von Kompakt- oder Kleinwagen ab und bieten zusätzlich zwei weitere Plätze – auch wenn diese nicht immer so gut nutzbar sind, wie man es sich wünschen würde.

Audi A3 Cabriolet (8P, 8V)

Die jüngste Generation des A3 Cabriolet, die 2014 auf den Markt kam, ist bereits erhältlich. Wer jedoch mehr Auswahl möchte, wird vermutlich bei der vorherigen Generation aus den Jahren 2008 bis 2013 eher fündig.

Unabhängig von der Generation ist die große Mehrheit der angebotenen Fahrzeuge mit Dieselmotor ausgestattet: vom beliebten 1.9 TDI (105 PS) bis zum neueren 1.6 TDI (105-110 PS). Auch bei den Benzinern gibt es Auswahl, etwa mit dem 1.2 TFSI (110 PS) und dem 1.4 TFSI (125 PS).

BMW 1er Cabrio (E88)

Es ist das einzige Modell mit Hinterradantrieb, zugleich das Cabrio mit der umstrittensten Gestaltung und, kurioserweise, innerhalb unserer Vorgaben nur mit Dieselmotoren zu finden. Der 118d (2.0, 143 PS) ist am häufigsten vertreten, doch auch dem stärkeren 120d (2.0, 177 PS) begegnet man nicht selten.

Mini Cabrio (R56, F57)

Vieles von dem, was für den Mini Roadster gilt, trifft auch hier zu. Der Unterschied: Dieses Modell hat zwei zusätzliche Sitzplätze und bietet eine größere Motorenauswahl, darunter One (1.6, 98 PS) und Cooper D (1.6, 112 PS).

Auch die weiterhin angebotene Generation F57 passt inzwischen in den festgelegten Rahmen. Bis zur Obergrenze von 20.000 Euro ist sie derzeit als One (1.5, 102 PS) und Cooper D (1.5, 116 PS) zu finden.

Volkswagen Beetle Cabriolet (5C)

Nicht nur das Mini Cabrio setzt mit seinen Retroformen auf Nostalgie. Der Beetle ist die zweite Neuauflage des historischen Käfers, und seine Gestaltung könnte kaum eigenständiger sein. Auf Basis des Golf gebaut, ist er mit einem Benziner, dem 1.2 TSI (105 PS), oder mit dem Diesel 1.6 TDI (105 PS) erhältlich.

Volkswagen Golf Cabriolet (VI)

Die Geschichte des Golf als Cabrio reicht ebenso weit zurück wie jene des Käfers. Zwar gab es nicht zu jeder Golf-Generation eine offene Variante, doch die letzte basierte auf der sechsten Modellgeneration – einen Golf 7 als Cabrio gab es nicht, und auch der Golf 8 wird keines erhalten.

Die Motoren teilt er mit dem Beetle, doch am häufigsten dürfte der 1.6 TDI (105 PS) angeboten werden, die beliebteste Variante.

ALTERNATIVEN: Wer mehr Raum, Komfort oder auch ein höheres Maß an Eleganz sucht, findet unter 20.000 Euro und bei einem Alter von bis zu 10 Jahren erste Exemplare aus der nächsthöheren Klasse: Audi A5 (8F), BMW 3er (E93) und sogar Mercedes E-Klasse Cabrio (W207). Auch der Opel Cascada gehört dazu, doch weil er schon als Neuwagen nur geringe Verkaufszahlen erreichte, ist er gebraucht (fast) unmöglich zu finden.

METALLVERDECK

Sie gehörten zu den prägenden Erscheinungen des frühen 21. Jahrhunderts. Das Ziel war, das Beste aus beiden Welten zu vereinen: offen fahren und gleichzeitig die vermeintlich höhere Sicherheit eines Metalldachs genießen. Mittlerweile sind sie fast vollständig vom Markt verschwunden; nur der BMW 4er bleibt dieser Lösung treu.

Peugeot 207 CC

Sein Vorgänger, der 206 CC, löste die regelrechte „Begeisterung“ für Cabrios mit Metallverdeck überhaupt erst aus. Der 207 CC sollte an diesen Erfolg anknüpfen, doch inzwischen verlor der Trend an Kraft. Trotzdem mangelt es nicht an Angeboten, stets mit dem 1.6 HDi (112 PS).

Peugeot 308 CC (I)

Ist der 207 CC für Ihre Bedürfnisse zu klein? Dann könnte der 308 CC eine Überlegung wert sein. Er ist in jeder Dimension größer, geräumiger und komfortabler und wurde offenbar ebenfalls nur mit einem Motor angeboten – zumindest fanden wir ausschließlich Fahrzeuge mit demselben 1.6 HDi (112 PS) wie im 207 CC.

Renault Mégane CC (III)

Auch Renault folgte seinem französischen Erzrivalen beim Trend zu Coupé-Cabrio-Karosserien. Wie bei Peugeot mit 307 CC und 308 CC reichte dies ebenfalls für zwei Modellgenerationen. Im Mittelpunkt steht hier die letzte, auf der dritten Mégane-Generation basierende Ausführung.

Anders als beim 308 CC fanden wir zumindest nicht nur den 1.5 dCi (105-110 PS), sondern auch Mégane CC mit dem 1.2 TCe (130 PS).

Volkswagen Eos

Dieses Modell ist … besonders. Ausschließlich in Portugal für den weltweiten Markt produziert, zählt es zugleich zu den optisch gelungensten Cabrios mit Metallverdeck, die auf den Markt kamen. Außerdem ist es bereits das dritte offene Volkswagen-Modell in dieser Liste – ein deutlicher Kontrast zur heutigen Situation.

Der allgegenwärtige Diesel ist als 2.0 TDI (140 PS) verfügbar. Daneben gibt es mehrere Varianten des 1.4 TSI (122-160 PS), der zwar weniger sparsam sein kann, dafür aber zweifellos angenehmer klingt.

Volvo C70 (II)

Dank seines Metalldachs ersetzte der Volvo C70 die Vorgänger C70 Coupé und Cabrio gleichzeitig. Ist er vielleicht das eleganteste Modell dieser Cabrio-Art? Möglich.

Auch bei der Suche nach einem gebrauchten C70 zeigt sich der Dieselboom, der Europa zur Zeit seines Neuwagenverkaufs prägte: Es finden sich nur Dieselmotoren – vom 2.0 (136 PS) bis zum Fünfzylinder-2.4 (180 PS).

FAST CABRIOS

Es sind keine echten Cabrios, doch ihre Stofffaltdächer erstrecken sich über die gesamte Dachfläche und ermöglichen ebenfalls das Vergnügen, mit dem Wind im Haar unterwegs zu sein.

Fiat 500C

Auf Kleinanzeigenportalen dürften mehr 500C inseriert sein als alle anderen hier genannten Modelle zusammen. Der sympathische, nostalgisch gestaltete Kleinstwagen ist selbst in dieser halb offenen Version weiterhin ausgesprochen beliebt.

Mit dem Limit von 20.000 Euro lässt er sich sogar nahezu neuwertig kaufen. Wer weniger ausgeben möchte, hat jedoch ebenfalls reichlich Auswahl. Der Benziner 1.2 (69 PS) ist am häufigsten anzutreffen, aber auch Dieselversionen mit 1.3 (75-95 PS) sind leicht zu finden. Sie verbinden niedrigen Verbrauch mit besseren Fahrleistungen.

Abarth 595C

Ist Ihnen der 500C zu langsam? Der Abarth schließt diese Lücke mit dem Pocket Rocket 595C. Er ist ohne Zweifel deutlich temperamentvoller und bietet einen besonders sonoren Auspuffklang. Zur Auswahl steht ausschließlich der charakteristische 1.4 Turbo (140-160 PS).

Smart Fortwo Cabriolet (451, 453)

Auch dieses Modell ist in deutschen Städten ein vertrauter Anblick. Innerhalb unserer Vorgaben lässt sich neben der zweiten Generation des kleinen Fortwo bereits die aktuell angebotene Generation finden.

Bei den Motoren herrscht reichlich Auswahl. Die zweite Generation bietet die kleinen Benziner 1.0 (71 PS) und die noch kleineren Diesel 0.8 (54 PS). In der dritten und aktuellen Generation, nun mit Renault-Motor, gibt es den 0.9 (90 PS), den 1.0 (71 PS), und inzwischen tauchen auch elektrische Fortwo (82 PS) auf.

ALTERNATIVE: Ob als Citroën DS3 Cabrio oder DS 3 Cabrio: Dieses seltenere Modell bietet gegenüber den oben genannten Kleinstwagen mehr Platz. Gefunden haben wir ausschließlich Exemplare mit dem 1.6 HDi (110 PS).

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