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Alpine A110 Elektro: der erste echte Elektro-Sportwagen

Blauer Alpine A130 Elektro-Sportwagen steht in modernem Ausstellungsraum mit Glasfenstern.

Einen der leichtesten Sportwagen auf dem Markt in ein Elektroauto zu verwandeln, wirkt beinahe wie ein Widerspruch. Genau das plant Alpine jedoch für die nächste Generation des A110.

Sein Gewicht wird zwangsläufig über dem des A110 mit Verbrennungsmotor liegen. Die französische Marke will diesen Anstieg aber konsequent begrenzen und ebenso entscheidend steuern, wo sich die zusätzlichen Kilogramm konzentrieren. Gewicht bleibt schliesslich einer der grössten Gegner von Elektroautos – insbesondere, wenn ein agiles und fahraktives Auto entstehen soll.

Entgegen vieler Behauptungen ist längst klar, dass Elektroautos Fahrspass bieten können: Ein Blick auf den Porsche Taycan und den Hyundai IONIQ 5 N (oder 6 N) genügt. Alpine will allerdings noch weiter gehen und entwickelt nach eigener Aussage den „ersten echten Elektro-Sportwagen“.

Alpine A110 Elektro: hohes Selbstvertrauen

Diese Aussage ist ambitioniert, doch Alpine trifft sie nicht leichtfertig. Die Marke aus Dieppe hat erheblich in den künftigen elektrischen A110 investiert und wird mehrere wichtige Lösungen erstmals einsetzen. Dazu zählen eine speziell für elektrische Sportwagen entwickelte Plattform mit einem Mittelteil aus stranggepresstem Aluminium, eine 800-Volt-Architektur, Cell-to-Pack-Technologie – also eine Batterie ohne Module – sowie zwei in die Hinterachse integrierte Motoren.

Hinzu kommt ein fortschrittliches Torque-Vectoring-System, das alle 10 Millisekunden Anpassungen vornehmen kann. Zusammengenommen gibt es also genügend technische Zutaten, um Alpines Ambitionen zu untermauern.

Noch gar nicht angesprochen wurde einer der entscheidendsten Punkte: das Gewicht. Genau hier möchte Alpine den Unterschied machen. Leichtbau gehört zur DNA der Marke und prägte auch den inzwischen eingestellten A110 mit Verbrennungsmotor. Entsprechend wird er beim künftigen Elektro-Sportwagen eine zentrale Rolle spielen.

Offizielle Angaben gibt es bislang nicht. Die britische Zeitschrift Evo, die kürzlich mit Alpine-CEO Philippe Krief gesprochen hat, berichtete jedoch, dass rund 1400 kg das Ziel sind. Für ein Elektroauto wäre das ein bemerkenswerter Wert, auch wenn er deutlich über den 1178 kg des A110 mit Verbrennungsmotor liegt.

Geteilte Batterie für die Gewichtsverteilung

Alpine will nicht nur die Masse reduzieren, sondern auch ihre Verteilung gezielt beeinflussen. Dass der Grossteil der zusätzlichen hundert Kilogramm eines Elektroautos auf die Batterie entfällt, ist kein Geheimnis. Und genau in diesem Punkt soll der künftige elektrische A110 mit einer verbreiteten Regel dieses Fahrzeugtyps brechen.

Statt eine grosse Batterie unter dem Boden des Innenraums zu platzieren, wie es bei den meisten Elektroautos üblich ist, teilt die französische Marke sie in zwei separate Einheiten auf: Ein grösserer Block sitzt über der Hinterachse, ein kleinerer an der Vorderachse.

Dadurch will Alpine eine Gewichtsverteilung nahe den 40:60 des A110 mit Verbrennungsmotor erreichen. Mindestens ebenso wichtig ist das Ziel, die Sitzposition so niedrig wie möglich zu halten. Mit einer vollständig unter dem Innenraumboden montierten Batterie wäre dies deutlich schwieriger umzusetzen.

Leichtigkeit und Agilität des A110

Nun bleibt abzuwarten, wie gut all diese Lösungen zusammenspielen und ob Alpine tatsächlich ein Elektroauto schaffen kann, das ähnliche Leichtigkeits- und Agilitätseindrücke vermittelt wie der A110 mit Verbrennungsmotor. Auf dem Papier wirkt dieses Projekt jedoch schlüssig. Daran besteht kein Zweifel. Jetzt muss er nur noch gefahren werden.

Bis es so weit ist, können Sie sich unser Video am Steuer des weiterhin verbrennungsmotorisierten A110 R ansehen oder erneut anschauen:

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