Kia lässt auf seinen Elektrotransporter PV5 nun einen größeren Bruder folgen. Während die Passenger-Ausführung des erwähnten PV5 inzwischen mit bis zu sieben Sitzen bestellt werden kann, bietet der neue PV7 auf den europäischen Märkten Platz für maximal neun Personen.
Noch unübersichtlicher wird es dadurch, dass 2029 mit dem PV9 ein nochmals größeres Modell nachkommt. Wetten, dass dieses Fahrzeug 16 Sitzplätze erhält, bevor Kia anschließend den 33-sitzigen PV16 präsentiert?
Kia PV7: Plattform, Design und Innenraum
Wie sein kleineres Schwestermodell nutzt der PV7 Kias neue E-GMP.S-Plattform. Auch optisch wirkt er ausgesprochen futuristisch: mit geteilten Scheinwerfern, Zweifarben-Lackierungen und LED-Leuchten. Wahlweise sind sogar sichtbare Scharniere an den hinteren Türen erhältlich; selbst die hochwertigeren Passenger-Versionen tragen robuste Radlaufverkleidungen aus schwarzem Kunststoff.
Im Innenraum der zur Personenbeförderung gedachten Passenger-Variante gibt es einen ebenen Boden und zweifarbige Verkleidungen. In Korea soll das Modell laut Kia mit bis zu 11 Sitzen angeboten werden. Meine Güte. Außerhalb Koreas bleiben es allerdings maximal neun Plätze.
Zur Ausstattung zählen außerdem Touchscreens mit 32,8 oder 37,1 cm Diagonale, die beide auf einem System basieren, das Android Automotive OS nutzt. Verfügbare Optionen sind herausnehmbare Sitze, bis zu vier Sitzreihen, umfangreiche Ambientebeleuchtung sowie eine optionale Mittelkonsole, die im Stand zugleich als Tisch dient.
Batterie, Reichweite und Laden des Kia PV7
Bei der Batterie stehen Nickel-Kobalt-Mangan-Akkus mit 71,5 oder 96,2 kWh zur Wahl. Mehrere Elektromotoren treiben die Vorderräder an und leisten bis zu 272 PS. Die Long-Range-Cargo-Version soll im WLTP-Zyklus eine Reichweite von 460 km erzielen. Nicht schlecht.
Dank der 800-Volt-Architektur ist auch schnelles Laden möglich: An einer 350-kW-Ladesäule dauert das Nachladen von 10 auf 80 Prozent „im Bereich von Mitte 20 Minuten“. Erstmals bei Kia besitzt das Fahrzeug zudem zwei Ladeanschlüsse: einen vorn sowie optional einen Wechselstromanschluss am Heck. Mit Vehicle-to-Load-Technologie lassen sich unterwegs elektrische Geräte laden und betreiben. Der Cargo-Transporter erhält darüber hinaus einen Fahrmodus für schwere Lasten, wenn er mit sämtlichen Habseligkeiten beladen wurde.
Die Cargo-Variante ist als Long-, Compact- und High-Roof-Ausführung erhältlich. Die lange Version kann gleichzeitig drei Europaletten transportieren und bietet eine maximale Nutzlast von 1.165 kg. Hinzu kommt das Kia Business Solutions Portal, das laut Hersteller „Fuhrparkmanagement, Laden, Wartung und den täglichen Betrieb unterstützt“.
Damit ist die Palette der PV7-Varianten allerdings noch längst nicht vollständig: Kia kündigt insgesamt 23 verschiedene Ausführungen an, darunter ein echtes Fahrgestell mit Fahrerhaus und spezielle „Umbaumodelle“. Die Petition für einen Camper startet hier, Leute …
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