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Aston Martin Vantage S mit 671 PS: noch brachialer

Sportwagen fährt bei Dämmerung an Felswand entlang einer kurvigen Bergstraße.

Aston Martin hat eine lange Tradition darin, besonders brachiale Vantage-Versionen mit einem „S“ zu kennzeichnen – doch selten war dieses S derart kompromisslos. Denn der neue Aston Martin Vantage S legt bei einem ohnehin schon extrem starken Auto noch einmal leistungsmäßig nach.

Aston Martin Vantage S: 671 PS für den Einstiegs-Aston

Unglaubliche 671 PS mobilisiert dieser „kleine“ Aston Martin Vantage S – wohlgemerkt ein Einstiegsmodell der Marke. Damit übertrifft er den keineswegs schwächlichen regulären Vantage mit seinen 656 PS.

Sechshunderteinundsiebzig! Beim Ferrari Amalfi dürfte jetzt Panik ausbrechen. Schließlich stehen zudem 800 Nm Drehmoment bereit, um die üppigen Hinterreifen des S zu zermürben.

Aston Martin verrät nicht im Detail, wie dem von AMG stammenden 4,0-Liter-V8-Biturbo weitere 15 PS entlockt wurden. Allerdings verfügt dieses Aggregat offensichtlich über reichlich Reserven – weshalb der Zugewinn erstaunlich moderat ausfällt.

Die 671 PS liegen laut Aston bei 6.000 U/min an, während die unveränderten 800 Nm zwischen 3.000 und 6.000 U/min verfügbar sind. Erwartungsgemäß wurden mehrere Bereiche angepasst, darunter die Gaspedalkennlinie, die Pedalkraft und die Launch-Control.

Mehr Tempo und präziseres Fahrverhalten

Damit beschleunigt der Vantage S 0,1 Sekunden schneller als zuvor: Von 0 auf 97 km/h geht es in nur 3,3 Sekunden, von 0 auf 100 km/h in 3,4 Sekunden. Der Sprint von 0 auf 200 km/h dauert 10,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit bleibt bei 325 km/h. Kurz gesagt: Er ist ein wenig schneller.

Und er lenkt präziser ein. Die adaptiven Bilstein-„DTX“-Dämpfer wurden so abgestimmt, dass sie laut Aston ein „verbessertes Gefühl und Ansprechverhalten an der Vorderachse“ liefern. Zugleich senkte man die Steifigkeit der hinteren Federunterstützung, um „Druck- und Zugstufe für einen besseren Fahrkomfort bei niedrigen Geschwindigkeiten auszubalancieren“. Anders ausgedrückt: Die Abstimmung wurde entschärft, damit der Wagen auf der Einkaufsstraße nicht über jede Unebenheit hüpft.

Die Steifigkeit der Getriebehalterung für das Achtganggetriebe sinkt um 10 Prozent. Außerdem sind die hinteren Hilfsrahmen nun direkt statt über Gummibuchsen mit der verklebten Aluminiumkarosserie verbunden. Sturz, Spur und Nachlauf wurden ebenfalls „verfeinert“. Und siehe da: Das Auto reagiert präziser.

Vantage S mit zusätzlichem Abtrieb und S-Details

Natürlich verlangt ein „S“ nach erkennbaren Zusatzmerkmalen. Der neue Vantage S erhält daher mittig angebrachte Luftleitelemente auf der Motorhaube, reichlich S-Embleme sowie einen Heckspoiler über die gesamte Fahrzeugbreite. Dieser erzeugt bei 325 km/h auf abgesperrter Strecke zusätzliche 44 kg Abtrieb an der Hinterachse. Auch der Unterboden wurde „überarbeitet“, sodass der S bei seiner Höchstgeschwindigkeit insgesamt 111 kg Abtrieb erzeugt.

Aston Martin stattet diesen Vantage S außerdem mit speziellen 21-Zoll-Leichtmetallrädern und bronzefarbenen Bremssätteln aus. Im Innenraum finden sich Alcantara, Leder und Carbon-Einlagen, dazu eingestickte S-Embleme und Aston Martins Flügel-Logos. Für den Drehregler der Fahrmoduswahl sind eine rot oder silbern eloxierte Oberfläche erhältlich.

Weitere Optionen gibt es ebenfalls – allerdings keine, mit der man vor einem Ferrari-Autohaus auftaucht und „671 PS“ als Donuts auf den Parkplatz zeichnet. Zu haben ist er ab rund 170.000 Pfund.

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