Wer sich gefragt hat, wie es mit dem Nissan GT-R weitergeht, erhält mit dem Hyper Force eine Antwort. Und was für eine …
Nissan Hyper Force als Ausblick auf den GT-R
Hinter dem etwas abstrakten Namen, der auch zu einer Animationsserie passen würde, zeichnen sich die ersten Konturen des mutmaßlich kommenden GT-R ab. Kühner könnte dieser Ausblick kaum sein – geradezu schockierend.
Dass sich unter dem Hyper Force der künftige GT-R „versteckt“, zeigen deutliche Hinweise: Die Silhouette gehört ebenso dazu wie die doppelten, kreisrunden Rückleuchten und die leuchtenden Farbpixel an der Front, die auf das „GT-R“-Logo anspielen.
Trotz dieser vertrauten Merkmale bleibt die Brutalität der Formen, Volumen und Oberflächen unverkennbar. Sie werden präzise durch Kohlefaser definiert.
Der Nissan Hyper Force wirkt wie aus einer dystopischen Kulisse entsprungen. Sein Erscheinungsbild prägt eine visuelle Aggressivität, die durch die in Zusammenarbeit mit Nismo entwickelte Aerodynamik-Ausstattung noch erheblich verstärkt wird.
Elektrisch, selbstverständlich
Mit dem Hyper Force beendet Nissan die Familie seiner Hyper-Studien mit einem „Paukenschlag“. Urban, Adventure, Tourer und Punk hatte der Hersteller in den vergangenen Wochen kurz hintereinander vorgestellt. Die Sammlung gibt einen Ausblick auf Nissans Zukunft – sowohl beim Design als auch beim Wandel zu einer zu 100 % elektrischen Marke. Auch der Hyper Force macht da keine Ausnahme.
Den VR38DETT, den hervorragenden V6-Biturbo aus dem GT-R R35, kann man daher vergessen. Für den Hyper Force nennt Nissan eine Leistung von 1000 kW, entsprechend 1360 PS. Sie stammt von mehreren Elektromotoren, deren genaue Anzahl nicht bekannt ist. Das Drehmoment wird über das e-4ORCE-System auf alle vier Räder verteilt.
Feststoffbatterien für den Hyper Force
Die Elektromotoren werden von Feststoffbatterien versorgt. Das ist keine „Fantasie“: Nissan will 2024 eine Pilotfabrik für die Produktion solcher Batterien eröffnen und rechnet damit, 2028 die Massenfertigung aufzunehmen. Das wäre gerade rechtzeitig für einen neuen GT-R.
Weitere Einzelheiten zur Batterie selbst, zur erwarteten Reichweite und zu den Fahrleistungen, die mit den 1360 PS möglich sind, stehen noch aus.
Ein Innenraum so radikal wie das Äußere
Dem schockierenden Exterieur steht der Innenraum des Nissan Hyper Force in nichts nach. Besonders auffällig ist die Beleuchtung, die sich an die beiden Fahrmodi anpasst: R für Racing und GT für Grand Touring. Im ersten, für die Rennstrecke optimierten Modus herrscht Rot vor; im zweiten, für die Straße gedachten Modus ist Blau die Farbe der Wahl.
Zwei Insassen finden Platz auf Sportsitzen aus Kohlefaser mit Vierpunktgurten. Vor dem Fahrer beziehungsweise Piloten befindet sich ein kleines rechteckiges Lenkrad.
Ergänzt wird es durch vier Satellitenbildschirme. Im R-Modus zeigen sie wichtige Informationen für die Fahrt auf der Rennstrecke an, darunter den Zustand der Reifen und die Temperatur der Bremsen. Im GT-Modus fahren die Bildschirme zurück und verbinden sich zu einer einfacheren Oberfläche. Dort erscheinen andere Angaben, etwa zur Klimatisierung, zur Audioanlage und zur Art der Dämpfung.
Obwohl beim Nissan Hyper Force die Fahrleistung klar im Mittelpunkt steht, hat der japanische Hersteller zahlreiche Sensoren und sogar ein LiDAR-System hinzugefügt. Sie bilden die Grundlage für eine zusätzliche Sicherheitsebene mit Fahrassistenten, sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke.
Um die reale mit der virtuellen Welt zu verbinden, lassen sich außerdem Virtual-Reality-Brillen für „Rennen im Äther“ nutzen. Augmented-Reality-Displays ermöglichen es beispielsweise, auf der Rennstrecke einem „Geisterauto“ zu folgen – als würde man Gran Turismo spielen.
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