Bei Rekordständen an den Tankstellen rückt der Verbrauch beim Autokauf noch stärker in den Mittelpunkt.
Deshalb haben wir nach den Verbrauchsmeistern gesucht: nach den sparsamsten Neuwagen, die derzeit auf dem portugiesischen Markt angeboten werden.
Nachdem wir bereits die Dieselmodelle mit dem geringsten Verbrauch zusammengestellt haben, sind nun die Fahrzeuge mit Benzinmotor an der Reihe.
Die folgende Übersicht umfasst sämtliche in Portugal erhältlichen Benzinmodelle – sowohl mit als auch ohne Mild-Hybrid-System –, deren offizieller Verbrauch im kombinierten WLTP-Zyklus maximal 5,0 l/100 km beträgt. Hier sind sie:
Mild-Hybrid-Systeme als Schlüssel zum niedrigen Verbrauch
Normalerweise erreicht ein Benzinmotor kaum die Sparsamkeit eines Dieselmotors, da er weniger effizient arbeitet. Die hier aufgeführten Modelle nutzen jedoch einen „Trick“: Mild-Hybrid-Systeme, die einfachste Form der Elektrifizierung.
Dabei handelt es sich um Niedervolt-Systeme mit höchstens 48 V. Hybride arbeiten dagegen mit mehr als 200 V, Elektroautos beginnen in der Regel bei 400 V. Dennoch reicht diese Spannung aus, um den Verbrauch spürbar zu beeinflussen – vor allem im Stadtverkehr. Gegenüber vergleichbaren Fahrzeugen ohne dieses System sind Einsparungen von 10–15 % möglich.
Es gibt verschiedene technische Ausführungen, doch sie besitzen mindestens einen elektrischen Motor-Generator, der Lichtmaschine und Anlasser ersetzt, sowie eine Batterie mit rund 1 kWh Kapazität.
In bestimmten Situationen ermöglichen die fortschrittlichsten Systeme, kurze Strecken ausschliesslich elektrisch zurückzulegen. Zu ihren häufigsten Aufgaben zählen jedoch die Energieversorgung von Nebenaggregaten wie der Klimaanlage und die Unterstützung des Verbrennungsmotors beim Anfahren. Weil der Verbrenner dadurch entlastet wird, sinkt der Kraftstoffverbrauch.
Überraschende Modelle unter den sparsamsten Benzinautos
Ob Sie von den Fahrzeugen in dieser Liste der Benzinautos mit dem niedrigsten Verbrauch überrascht sind, wissen wir nicht. In der Redaktion von Razão Automóvel waren wir es jedenfalls. Vor Beginn der Recherche hatten wir eine Aufstellung erwartet, die nur Kleinstwagen und Kleinwagen enthält. Tatsächlich fiel das Ergebnis ganz anders aus.
Das zeigt, welchen grossen Einfluss Mild-Hybrid-Systeme auf den Verbrauch haben. Hätte man etwa vermutet, dass ein Skoda Octavia mit 150 PS einen niedrigeren Verbrauch ausweist als der kleinere und leistungsschwächere Skoda Fabia mit 95 PS? Der erste verfügt über ein Mild-Hybrid-System, der zweite nicht.
Stellantis ist mit seinen zahlreichen Marken die klar dominierende Gruppe: Mehr als die Hälfte der gelisteten Modelle gehört zum Konzern. Ausschlaggebend ist vor allem der 1.2 Turbo mit 48-V-Mild-Hybrid-System und Automatikgetriebe – erfahren Sie mehr über dieses System:
Das System kommt in unterschiedlichsten Fahrzeugen zum Einsatz – vom Kleinwagen über kompakte Familienautos bis hin zu B-SUV. Sie erzielen bessere Werte als reine Kleinstwagen wie der FIAT Pandina oder der Hyundai i10. Selbst der Mercedes-Benz CLA, das teuerste und grösste Fahrzeug dieser Liste, gibt einen günstigeren Verbrauch an als die reinen Stadtautos.
Der Benzin-Verbrauchssieger stammt jedoch aus Japan: der Suzuki Swift. Sein kleiner, effizienter Benzin-Saugmotor und das geringe Gewicht ermöglichen einen angegebenen Benzinverbrauch von nur 4,4 l/100 km. Auch er ist ein Mild-Hybrid, nutzt im Gegensatz zu den anderen Systemen aber lediglich 12 V. Geschaltet wird über ein manuelles Fünfganggetriebe.
Rechnen lohnt sich
Zu berücksichtigen ist zudem, dass diese Mild-Hybrid-Varianten in den meisten Fällen nicht die günstigsten Modelle ihrer jeweiligen Baureihe sind. Allein das System kann die Produktionskosten eines Autos um weitere 1000–2000 Euro erhöhen.
Viele Fahrzeuge gibt es auch in weniger leistungsstarken und günstigeren, aber verbrauchsintensiveren Ausführungen. Wenn Sie zwischen einem niedrigeren Kaufpreis und grösseren Einsparungen beim Verbrauch schwanken, sollten Sie berechnen, nach wie vielen Kilometern sich der Preisunterschied auszahlt. Da die Benzinpreise zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels nahezu zwei Euro pro Liter erreichten und länger als erwartet auf diesem Niveau bleiben könnten, kann sich die Mehrinvestition womöglich schneller rentieren, als Sie denken.
Sollten die Preise dieser neuen Benzinautos dennoch ausserhalb Ihres Budgets liegen, bietet der Gebrauchtwagenmarkt immer günstigere Alternativen. Entdecken Sie das verfügbare Angebot:
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