Mercedes streicht ein weiteres EQ-Modell aus dem Programm: Der siebensitzige EQB läuft aus und wird durch den komplett neuen GLB ersetzt. Wie zuvor beim neuen CLA und GLC bringt Mercedes den GLB zunächst als Elektroauto auf den Markt; Hybridversionen sollen kurz darauf folgen.
Mercedes GLB mit EQ Technologie: Reichweite und Laden
Bei den elektrischen Varianten dürfte Reichweitenangst kaum ein Thema sein. Der etwas sperrig benannte GLB 250+ mit EQ Technologie schafft mit einer Batterieladung 631 km. Selbst der GLB 350 4Matic mit EQ Technologie soll noch bis zu 615 km weit kommen. Beide Modelle verfügen über eine 85-kWh-Batterie und eine 800-Volt-Architektur. Dadurch können sie mit bis zu 320 kW schnellladen und innerhalb von zehn Minuten Energie für bis zu 261 km Reichweite nachladen.
Der 250+ nutzt einen einzelnen Elektromotor an der Hinterachse, der 268 bhp und 335 Nm Drehmoment bereitstellt. Den Sprint von 0 auf 100 km/h erledigt er damit in 7,4 Sekunden. Der 350 verfügt zusätzlich über einen Motor an der Vorderachse, der bei Bedarf den Allradantrieb ermöglicht, und erreicht die gleiche Beschleunigung in 5,5 Sekunden. Seine Leistungsdaten liegen bei 349 bhp und 515 Nm. Für alle, die einen Wohnwagen ziehen möchten: Dieses Modell darf bis zu 2.000 kg schleppen.
Weitere Elektrovarianten sind für einen späteren Zeitpunkt angekündigt. Die Hybridmodelle erhalten denselben 1,5-Liter-Vierzylindermotor wie die Verbrenner-Ausführungen des CLA.
GLB-Innenraum mit Superscreen und sieben Sitzen
Im Innenraum orientiert sich der neue GLB stark am CLA. Optional ist der „Superscreen“ erhältlich, bestehend aus einem 26-cm-Fahrerdisplay, einem 35,6-cm-Zentralbildschirm für das Infotainment sowie einem weiteren 35,6-cm-Display für den Beifahrer. Mercedes-Designchef Gorden Wagener sagte Top Gear Anfang des Jahres dazu: „Wenn man einen kleinen Bildschirm hat, vermittelt man automatisch die Botschaft: ‚Glückwunsch, Sie sitzen in einem kleinen Auto.‘“
Auf den Bildschirmen des GLB läuft die vierte Generation von MBUX. Der virtuelle Assistent greift nun auf generative KI von Microsoft und Google zurück und soll „intelligent, leicht zu bedienen und einfühlsam wie ein Freund“ sein. Als wären menschliche Freunde nicht ohnehin völlig überschätzt.
Wer tatsächlich Freunde aus Fleisch und Blut hat, kann viele davon mitnehmen: Der GLB ist optional mit sieben Sitzen erhältlich und bietet mehr Platz als sowohl der vorherige GLB als auch der EQB. Es lassen sich fünf Kindersitze unterbringen, ausserdem gibt es eine verschiebbare Sitzbank in der zweiten Reihe. Der Radstand wächst um 60 mm, was allen Passagieren mehr Beinfreiheit verschafft. Das serienmässige Panoramadach sorgt zudem für zusätzliche Kopffreiheit. Auf Wunsch kann dieses Glasdach mit 158 Sternen ausgestattet werden, die nachts leuchten.
Kofferraum, Design und Preise des neuen GLB
Das Kofferraumvolumen beträgt beim Siebensitzer 480 Liter, wenn die hinteren Sitze umgelegt sind, und 540 Liter bei der Fünfsitzer-Ausführung. Hinzu kommt ein 127-Liter-Frontkofferraum.
Äusserlich bleibt der neue GLB beinahe so kantig wie sein Vorgänger, bekommt nun aber einen riesigen, sternenbesetzten Kühlergrill sowie weitere Sterne in Verbindung mit dem durchgehenden hinteren Leuchtenband. Ebenfalls vorhanden sind bündig eingelassene Türgriffe und recht kompakte Aussenspiegel.
In Deutschland soll der Preis für den 250+ offenbar knapp unter 60.000 € starten, während der 350 4Matic einige Tausend Euro mehr kosten wird.
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