Nicht alle Autofahrerinnen und Autofahrer möchten direkt auf ein rein elektrisches Modell oder einen Plug-in-Hybrid umsteigen. Dennoch wollen viele ihre monatlichen Kraftstoffkosten senken. Genau hier werden Hybride ohne Steckdose – also Full-Hybride – interessant.
Sie benötigen keine externe Lademöglichkeit und verlangen keine Umstellung der gewohnten Nutzung. Gleichzeitig können sie niedrigere Verbräuche als Fahrzeuge mit ausschließlichem Verbrennungsmotor erzielen. Angesichts der inzwischen extrem hohen Kraftstoffpreise freut sich auch der Geldbeutel.
Nachdem wir bereits die sparsamsten Autos mit Benzinmotor und Dieselmotor zusammengestellt haben, richten wir den Blick nun auf Modelle mit Hybridsystem.
20 Hybridmodelle aus verschiedenen Fahrzeugklassen
In der folgenden Tabelle finden Sie 20 Hybridmodelle aus unterschiedlichen Segmenten: vom Kleinwagen über kompakte Familienautos bis hin zur derzeit besonders gefragten Karosserieform, den SUV.
Toyota führt, ist aber längst nicht mehr allein
Toyota gehörte zu den Vorreitern bei der Einführung von Hybridsystemen. Das erste Fahrzeug mit dieser Technik war der ikonische Toyota Prius, der 1997 auf den Markt kam. Fast 30 Jahre später zählt die japanische Marke weiterhin zu den Herstellern, die am stärksten in diese Technologie investieren.
Das zeigt sich an der Modellpalette, die nahezu vollständig mit dieser Antriebsart erhältlich ist. Als jüngstes Modell kam der Toyota Aygo X hinzu, der die obige Tabelle mit dem niedrigsten angegebenen Verbrauch anführt: nur 3,7 l/100 km.
Inzwischen ist das Angebot an Hybridfahrzeugen jedoch deutlich vielfältiger. Mit dem schrittweisen Übergang zur Elektrifizierung haben praktisch alle Hersteller Hybridmodelle im Programm, die zudem immer ausgefeilter werden.
Ein Beispiel ist Honda mit dem e:HEV-System: Der Verbrennungsmotor arbeitet die meiste Zeit als Generator und ist nicht mit den Rädern verbunden. Erst bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn wird er an die Räder gekoppelt. Laut Honda ist dies effizienter, als Energie zur Aufladung der Batterie zu erzeugen.
Beim e-Power-System von Nissan übernimmt der Verbrennungsmotor ausschließlich die Aufgabe eines Stromgenerators zum Laden der Batterie. Das bedeutet: Unabhängig von Geschwindigkeit oder Fahrsituation treibt immer der Elektromotor das Fahrzeug an.
Was unterscheidet Mild-Hybrid, Full-Hybrid und Plug-in-Hybrid?
Wenn diese „Geschichte“ der Elektrifizierung noch verwirrend wirkt, lässt sie sich einfach erklären: Es gibt drei zentrale Arten von Hybridsystemen – Mild-Hybrid (Mildhybride), Full-Hybrid (Hybride) und Plug-in-Hybride (PHEV).
Mild-Hybride sind die einfachste Variante, ihr Zweck ist eindeutig: Verbrauch und Emissionen zu verringern. Sie nutzen elektrische Niedervolt-Systeme mit bis zu 48 V sowie eine kleine Batterie, die meist nicht einmal 1 kWh erreicht. Diese entlasten den Verbrennungsmotor beispielsweise bei der Energieversorgung von Nebenaggregaten und ersetzen Anlasser sowie Lichtmaschine. Neuere und weiterentwickelte Systeme ermöglichen unter bestimmten Bedingungen sogar das Fahren allein mit dem Elektromotor, wie bei Peugeot:
Plug-in-Hybride oder PHEV setzen dagegen auf Hochvolt-Systeme mit mehr als 200 V oder sogar 400 V, wie viele Elektroautos, sowie auf Batterien mit höherer Kapazität. Bei neueren Modellen können diese mit den Akkus mancher Elektroautos konkurrieren. Sie erlauben elektrische Reichweiten von mehreren Dutzend Kilometern und bei aktuellen Modellen sogar von mehr als 100 km; außerdem lässt sich die Batterie extern laden.
Hybride beziehungsweise Full-Hybride arbeiten grundsätzlich ähnlich, doch ihre Batterie mit rund 1 kWh ermöglicht nur kurze rein elektrische Strecken von bis zu 2 km. Im Stadtverkehr, wo häufig verzögert wird und niedrige Geschwindigkeiten üblich sind, kann der Elektromotor dennoch den wesentlichen Anteil am Vortrieb übernehmen. Gegenüber einem vergleichbaren Auto mit reinem Verbrennungsmotor sind Kraftstoffeinsparungen von 30% möglich.
Ihr Vorteil besteht außerdem darin, dass kein externes Aufladen nötig ist. Das System erledigt alles automatisch: Es nutzt jede Verzögerung und jeden Bremsvorgang zum Laden der Batterie oder setzt bei Bedarf den Verbrennungsmotor als Generator ein.
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