Zum Inhalt springen

Porsche zeigt Hologramm für die Ladeklappe

Blauer Porsche Taycan fährt auf kurviger Küstenstraße mit Meer und Bergen im Hintergrund bei Sonnenschein.

Porsche prüft, den Status der Batterie von Elektroautos per Hologramm auf der Ladeklappe anzuzeigen. Der Hersteller hat beim Deutschen Patent- und Markenamt eine „holografische Einheit zur holografischen Darstellung von Statusinformationen über einer Oberfläche des Kraftfahrzeugs“ beschrieben.

Hologramm auf der Porsche-Ladeklappe

Laut dem Wortlaut des Dokuments soll sich die visuelle Anzeige in Echtzeit aktualisieren lassen. Vorgesehen sind unter anderem Angaben zum Ladezustand der Batterie, zur voraussichtlichen Ladedauer sowie Fehlermeldungen für den Fall eines Problems. Ob die Daten auch die Gewinnzahlen der nächsten Lottoziehung umfassen, bleibt leider offen.

Die eher zurückhaltend und sehr deutsch betitelte Anmeldung „Anzeigesystem zum Anzeigen von Statusinformationen eines Kraftfahrzeugs und Kraftfahrzeug“ zeigt: Porsche hält eine holografische Anzeige auf der Ladeklappe nicht nur für futuristisch, sondern auch für praktisch. Mithilfe von LiDAR oder einem anderen Sensor könnte das System aus hygienischen Gründen zudem auf Handgesten reagieren.

Handgesten und künstliche Intelligenz

Wie die Anmeldung erläutert, könnten solche Gesten eine optische oder akustische Reaktion des Autos auslösen. „wingardium leviosa!“ dürfte dabei vermutlich nicht zu den zulässigen Tönen gehören. Ausserdem soll künstliche Intelligenz an Bord sein, damit die Darstellung auf der Ladeklappe mit der Zeit dazulernt.

Ohne Bilder fällt es allerdings schwer, sich diese Technik konkret vorzustellen, denn der Anmeldung waren keine Zeichnungen beigefügt. Wenn das Fahrzeug gerade lädt, müsste die Ladeklappe schliesslich geöffnet und damit aus dem Blickfeld sein, um Zugang zur Steckdose zu ermöglichen.

Smart Glass als Porsche-Infotainmentdisplay

Das ist jedoch kein Problem, denn Porsche untersucht auch Anzeigen auf Basis von Smart Glass. Dabei wird erprobt, ob sich ein Panorama-Glasdach in eine Art riesigen Infotainment-Bildschirm verwandeln lässt.

Eine zweite Patentanmeldung beschreibt, wie künstliche Intelligenz den Pixeln helfen könnte, bei Tageslicht ihre Farbe beizubehalten. So könnten Batteriestatusinformationen oder Animationen die Fläche einnehmen.

Für die Nacht stellt sich Porsche eine ausgesprochen raffinierte persönliche Sternwarte vor. Diese könnte „Darstellungen der Position von Himmelskörpern wie Planeten, dem Mond, Sternbildern“ anzeigen, was zweifellos sehr cool klingt.

Holografische Ideen von Autoherstellern sind ohnehin nicht neu. Manche Konzepte sind etwas ausgefallener – Ford, wir meinen euch –, während andere wie BMWs HoloActive Touch und Theatre Screen praxisnäher wirken. Was haltet ihr von diesem Ansatz?

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen