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Volvo EX50: Der elektrische Nachfolger des EX40 kommt 2027

Blauer Volvo EX50 Next Elektro-SUV in modernem Showroom mit Ladestation und Sofabereich.

Nach und nach zeichnet sich die Zukunft von Volvos Kompaktbaureihe ab. Sie wird sich deutlich vom heutigen Angebot unterscheiden, denn die Nachfolger von XC40 und EX40 werden getrennte Wege einschlagen.

Der erste bleibt bei Verbrennungsmotoren, wenn auch mit Elektrifizierung. Der zweite wird dagegen durch ein vollständig neues Elektrofahrzeug auf einer anderen Plattform ersetzt, das voraussichtlich den Namen Volvo EX50 tragen wird.

Wie Automotive News berichtet, soll das neue Elektro-SUV sowohl größer als der bisherige EX40 als auch günstiger sein. Das klingt zunächst nach dem bekannten Versprechen, mehr für weniger zu bieten, doch in diesem Fall gibt es einen technischen Grund, der dies ermöglichen soll.

XC40 und EX40 gehen getrennte Wege

Der 2017 eingeführte XC40 basiert auf einer Plattform, die für unterschiedliche Antriebe ausgelegt wurde. Seine elektrische Variante hieß zunächst XC40 Recharge und erhielt 2024 die neue Bezeichnung EX40.

Diese parallele Entwicklung steht nun offenbar vor dem Ende. Bereits gezeigte Erlkönige des kommenden XC40 deuten darauf hin, dass Volvo das aktuelle Modell umfassend überarbeitet, jedoch keine komplett neue Generation entwickelt. Das SUV soll seine Plattform, seine Proportionen sowie die Benzinmotoren mit Mildhybridtechnik behalten, zugleich aber ein neues Design und einen modernisierten Innenraum erhalten.

Der Nachfolger des EX40 wird hingegen einen anderen Ansatz verfolgen. Statt erneut eine ursprünglich für Verbrennungsmotoren konzipierte Basis anzupassen, dürfte Volvo ein Elektroauto von Grund auf entwickeln. Es geht somit um weit mehr als nur eine neue Modellbezeichnung.

Volvo EX50 mit Technik vom EX60

Grundlage für den Wandel ist die SPA3-Plattform, die ausschließlich für Elektroautos entwickelt wurde und erstmals im größeren EX60 zum Einsatz kommt. Die Architektur ist flexibel ausgelegt und lässt sich für Fahrzeuge unterschiedlicher Größen anpassen.

Auch der Volvo EX50 soll von der 800-Volt-Architektur des EX60 profitieren, wenngleich konkrete technische Daten noch fehlen. Im größeren Modell ermöglicht diese Technik Ladeleistungen von bis zu 400 kW und kann in 10 Minuten bis zu 340 km Reichweite nachladen.

Zur Plattform gehören außerdem in die Struktur integrierte Batterien, intern entwickelte Elektromotoren und ein Heckbereich, der mittels Mega Casting gefertigt wird. Dabei ersetzt ein einziges Aluminiumgussteil Dutzende kleinere Komponenten, die andernfalls geschweißt, geklebt oder verschraubt werden müssten. Damit sollen Gewicht und Produktionsaufwand sinken sowie die Effizienz steigen.

Da der EX50 eine Klasse unterhalb des EX60 positioniert wird, dürfte er kleinere Batterien erhalten als die im EX60 verfügbaren 80 kWh bis 112 kWh. Diese ermöglichen dort eine angekündigte Reichweite von bis zu 810 km.

Mehr Raum zum niedrigeren Preis

Der kommende Volvo EX50 soll länger und höher als der EX40 ausfallen. Dadurch könnte die schwedische Marke mehr Platz im Innenraum und einen größeren Kofferraum bieten – zwei Bereiche, in denen das aktuelle Modell gegenüber jüngeren Konkurrenten, die im Vergleich zu ihren Vorgängern ebenfalls gewachsen sind, zunehmend zurückliegt.

Trotz der größeren Abmessungen und des deutlichen Technologiesprungs soll er laut Automotive News günstiger als sein Vorgänger werden. Das angeführte Beispiel bezieht sich ausdrücklich auf den nordamerikanischen Markt, dürfte sich jedoch voraussichtlich auch auf die Positionierung in anderen Märkten auswirken.

Möglich machen soll dies die SPA3-Plattform. Volvo zufolge senkt ihre größere Modularität die Investitionen, reduziert die Teilevielfalt und verringert die Produktionskosten.

Wann kommt der Volvo EX50?

Name und technische Daten müssen zwar noch bestätigt werden, der Zeitplan für die Markteinführung nimmt jedoch zunehmend Konturen an. Die Vorstellung des Volvo EX50 soll in der ersten Hälfte des Jahres 2027 erfolgen, der Marktstart ist für den Herbst desselben Jahres vorgesehen.

Gefertigt wird das Modell im neuen Volvo-Werk im slowakischen Košice, wo auch der künftige Polestar 7 produziert werden soll.

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