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USA: Polizist verkleidet sich als Busch gegen Handy am Steuer

Polizist in Tarnung aus Blättern kniend mit Handy zwischen mehreren Einsatzfahrzeugen auf Straße.

Man muss wohl anerkennen: Kreativität ist noch längst nicht ausgestorben.

Weltweit ist das Handy am Steuer ein ernstes Problem. Obwohl diese Unsitte weit verbreitet ist, birgt sie erhebliche Gefahren. Deshalb werden unterschiedlichste Massnahmen eingesetzt, um Autofahrer davon abzuhalten. In Frankreich haben sich vier Départements sogar für den sofortigen Führerscheinentzug entschieden, wenn jemand das Handy während der Fahrt benutzt.

Handy am Steuer: Ein Polizist als Busch im Einsatz

In den USA entwickelte ein Polizist eine ungewöhnliche Methode, um Fahrer zu erwischen, die am Steuer ihr Handy nutzen. Der Zweck heiligt die Mittel: Um Verkehrssünder unbemerkt zu identifizieren, verkleidete er sich als Busch. Diese List erwies sich als äusserst wirksam. Muss man sich künftig auch vor französischen Büschen in Acht nehmen?

Der Busch hat Augen

Man kann sich die Besprechung beim Polizeidepartement von Dunellen (DPD) im US-Bundesstaat New Jersey nur mit einem Schmunzeln vorstellen, in der die Idee aufkam, sich als Busch zu tarnen, um Autofahrer mit dem Handy in der Hand auf frischer Tat zu ertappen. Ein Beamter schlüpfte dafür in einen komplett grünen Tarnanzug mit Ästen, der ihn wie einen täuschend echten Strauch aussehen liess.

In sozialen Netzwerken nahm das Polizeidepartement von Dunellen die Aktion mit Humor: „Haben Sie unseren Strauch heute gesehen? Wenn Ihre Nase an Ihrem Telefon klebte, vermutlich nicht.“ Die Beamten, darunter auch der verkleidete Polizist, positionierten sich während der Hauptverkehrszeit auf einer stark befahrenen Allee in der Innenstadt, die von zahlreichen Autofahrern und ebenso vielen Fussgängern genutzt wird.

74 Verstösse in 6 Stunden

Das Vorgehen war unkompliziert: Der als Busch getarnte Polizist erspähte Autofahrer am Handy und gab seinen Kollegen, die etwas weiter entfernt standen, Bescheid. Begleitet wurde er von einem Beamten in einem T-Shirt mit der Aufschrift „Kein Polizist“, was die Situation noch skurriler machte.

Die Aktion zeigte tatsächlich Wirkung. Innerhalb von 6 Stunden entdeckte der Polizist im Busch-Kostüm 74 Fahrer, deren Blick auf ihrem Telefon ruhte – und entsprechend viele Personen wurden mit einem Bussgeld belegt. In New Jersey wird dieser Verstoss gegen die Verkehrsordnung sehr ernst genommen. Wer dabei erwischt wird, muss mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen: 200 Dollar beim ersten Verstoss, 300 Dollar bei Wiederholung und 600 Dollar für besonders uneinsichtige Verkehrssünder – zusätzlich zu 3 Punkten Abzug und einem Führerscheinentzug für 90 Tage.

Fest steht: Diese originelle Aktion dürfte im Gedächtnis bleiben und Autofahrer dazu bringen, ihr Telefon wegzulegen, bevor sie losfahren. Zumindest ist das zu hoffen.

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