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Defender siegt auf Etappe 8 der Dakar-Rallye 2026

Ein Land Rover Defender fährt staubig über eine trockene, felsige Wüstenlandschaft mit vereinzelten Büschen.

Ein weiterer Tag bei der Dakar-Rallye 2026, ein weiterer Sieg für Defender. Das klingt zunächst denkbar einfach, denn die Marke verteidigte ihre makellose Erfolgsbilanz in der Stock-Kategorie. Doch beim Offroad-Enduro gibt es keine leichten Etappen. Während Rokas Baciuška in Saudi-Arabien seinen Sieg auf Etappe 8 feierte und damit seine Gesamtführung in der Klasse ausbaute – Sara Price rückte auf Rang zwei vor –, kämpfte Teamkollege Stéphane Peterhansel nach einem schmerzhaften Rückschlag noch um die Rückkehr ins Basislager.

Defender bei der Dakar-Rallye 2026: Die längste Wertungsprüfung

Die zweite Dakar-Woche nahm am Montag mit der längsten Wertungsprüfung der gesamten diesjährigen Veranstaltung Fahrt auf. Eine 483 Kilometer lange, gezeitete Rundstrecke durch das Zentrum von Wadi ad-Dawasir – die Talregion kehrte erstmals seit 2022 zur Rallye-Raid zurück – begann mit schnellen Sandpisten, durchzogen von Dünenketten. Anschliessend wechselten sich Canyon-Durchfahrten, raue felsige Wege und schnellere Hochebenen ab, bevor es auf diesem besonders abwechslungsreichen und landschaftlich reizvollen Kurs im Sprint ins Ziel ging.

Price erwischte erneut einen Blitzstart: Die Defender-Pilotin war in der auf Serienfahrzeugen basierenden Stock-Klasse an den ersten beiden Kontrollpunkten bis Kilometer 86 die Schnellste. Danach liess Baciuška, Sieger der Etappen 1 und 5, den Defender Dakar D7X-R aufdrehen. Das Fahrzeug nutzt ein Getriebe, Antriebsstränge, Karosserie und Fahrwerk in Serienausführung. Mit dem 4,4-Liter-V8-Biturbo aus dem Defender OCTA verschaffte sich der Litauer über die folgenden 50 Kilometer einen Vorsprung von 30 Sekunden, während Price hinter Peterhansel auf den dritten Platz zurückfiel.

Der Litauer machte derart schnell Boden gut, dass er und Beifahrer Oriol Vidal Peterhansel bereits auf der Etappe einholten. Aufgrund seiner früheren Startposition war der 14-malige Gesamtsieger eine Minute vor Baciuška gestartet. Nach 223 Kilometern betrug ihr Vorsprung auf „Mr Dakar“ 40 Sekunden, während sich Price auf 1 Minute 25 Sekunden Rückstand herankämpfte.

Dann gerieten Peterhansel und sein Navigator Michaël Metge in Schwierigkeiten. Noch 200 Kilometer vor sich, mussten sie wegen eines gerissenen Lichtmaschinenriemens anhalten. Eine solche Reparatur ist nicht rasch erledigt, weshalb es zu einer langen Verzögerung kam, bis einer der Support-Lkw eintraf und sie zurück ins Camp schleppte.

Baciuška baut Führung in der Stock-Klasse aus

Währenddessen erkannte Baciuška seine Chance. Der 26-Jährige bewältigte die Strecke in etwas mehr als fünf Stunden und sicherte sich damit seinen dritten Etappensieg – genau wie Price und Peterhansel. Noch wichtiger: Sein Vorsprung in der Gesamtwertung der Stock-Klasse wuchs auf gewaltige 2 Stunden 37 Minuten und 51 Sekunden an. Wie dieser Tag jedoch zeigte, ist selbst ein solcher Abstand keineswegs sicher.

„Heute war von allem ziemlich viel dabei: viele Steine, aber auch weiche Dünen“, sagte Baciuška. „Eigentlich war es gut, obwohl es sehr windig war, denn das hat die Dünen nicht beeinträchtigt … Oriol hat wirklich gute Arbeit geleistet. Wir haben nicht viel Zeit mit der Suche nach den Wegpunkten verbracht, deshalb sind wir zufrieden, aber die morgige Marathon-Etappe wird der Schlüsselmoment der Dakar sein.“

Price stoppte die Zeit nur 1 Minute 44 Sekunden hinter Baciuška und sicherte sich den zweiten Platz. Damit kam es zu einer erheblichen Verschiebung bei den addierten Zeiten. Peterhansels Probleme sowie Ronald Bassos Toyota Land Cruiser, der auf Etappe 8 mehr als eine Stunde langsamer war, beförderten die US-Amerikanerin und ihren Beifahrer Sean Berriman von Rang vier auf P2 in der Klasse.

Price ergänzte: „Heute war eine wirklich tolle Etappe. Sie war schnell, und unser Ziel war es, Zeit auf den Toyota vor uns gutzumachen. Wir haben gerade erfahren, dass wir tatsächlich nach vorn gekommen sind, was heute unser Ziel war. Es ist aber wirklich bedauerlich, dass Stéphane noch immer dort draussen ist. Für uns war es dennoch ein guter Tag, mit nicht vielen Fehlern und wirklich keinen Problemen.“

Das Team wird nun bis tief in die Nacht an Peterhansels Fahrzeug arbeiten. Jack Lambert, Head of Technical Integration bei Defender Rally, ist „zuversichtlich“, dass der französische Spitzenfahrer und Metge morgen wieder antreten können. Am Morgen steht die zweite kräftezehrende Marathon-Etappe der Dakar 2026 an.

Marathon-Etappe fordert Teams über 48 Stunden

Dieser beliebte Bestandteil des Formats verbindet im Kern die Dienstags- und Mittwochsetappen zu einer 48-stündigen Belastungsprobe. Los geht es mit Etappe 9, auf der die Fahrzeugbesatzungen eine 410 Kilometer lange Wertungsprüfung von Wadi ad-Dawasir zum spartanischen Übernachtungs-Biwak absolvieren. Auf einen heiklen, felsigen Auftakt folgen Dünenfelder. Wie bei Marathon-Regeln üblich, sind die Teilnehmer auf sich allein gestellt. Bei Problemen stehen keine Teammechaniker zur Verfügung. Weitere Updates folgen hier – bleiben Sie dran.

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