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Dakar-Rallye 2026: Sara Price führt Defender zum Dreifachsieg

Geländewagen fährt staubige Schotterpiste durch karge, felsige Wüstenlandschaft.

Die Dakar-Rallye ist für die Teilnehmenden eine echte Achterbahnfahrt – Sara Price liefert den besten Beweis dafür. Die Defender-Pilotin gewann die zweite Etappe des Offroad-Enduros 2026 und setzte sich in der Stock-Klasse vor Rokas Baciuška und Stéphane Peterhansel durch. Damit sorgte das Team für einen Dreifachsieg, nachdem Price auf der ersten Etappe wegen eines längeren Stopps weit zurückgeworfen worden war.

Dakar-Rallye: Von Yanbu nach AlUla

Alles andere als ein gewöhnlicher Montagmorgen: Die zweite Etappe führte den Dakar-Tross vom Startbivouac in Yanbu an der Küste des Roten Meeres landeinwärts nach AlUla. Die 400 Kilometer lange Wertungsprüfung begann auf kurvigen Wegen durch Canyons und wechselte anschliessend auf steinige Pisten in den Hedschas-Bergen. Die Vielfalt der Landschaft zeigte sich danach bei der Durchquerung einer unbefestigten Schlucht, bei hohem Tempo über offene Sandflächen und zum Abschluss auf einer Reihe von Dünen. Ein ganz normaler Arbeitstag also …

So einschüchternd diese Strecke klingt – und in der Realität auch ist –, Price kennt diesen Teil Saudi-Arabiens bestens. Die US-Amerikanerin gewann den entsprechenden Dakar-Abschnitt in der SSV-Buggy-Kategorie bereits 2024 und erneut 2025. Dieses Wissen über die Gegend half ihr und Beifahrer Sean Berriman, als sie im Staub ihrer Rivalen unterwegs waren, die Enttäuschung von Etappe 1 hinter sich zu lassen und Defenders Dreifachsieg anzuführen.

Nach ihrem Sieg im Prolog wurde die Fahrt des Duos am Sonntag auf Etappe 1 für zwei Stunden unterbrochen, nachdem sie einen Felsen getroffen und dabei einen hinteren Querlenker beschädigt hatten. Das kann jedem der speziell aufgebauten Prototypen passieren, die in der Klasse T1+ um den Gesamtsieg kämpfen. Erst recht gilt das für Fahrzeuge, die um die Stock-Ehre fahren und direkt aus der Serienproduktion stammen. Beim Defender Dakar D7X-R betrifft das Getriebe, Antriebsstränge, Karosserie und Fahrgestell in Ausstellungsraum-Spezifikation. Sogar der 4,4-Liter-V8 mit Biturbo stammt aus dem serienmässigen Defender OCTA.

Sara Price gewinnt die zweite Etappe für Defender

Prices Aufholjagd begann sofort. Nach 70 Kilometern lag sie in Führung, während Peterhansel nur 5 Sekunden zurücklag. Als 14-maliger Sieger der Veranstaltung und Träger des Spitznamens „Mr Dakar“ ist er einen freien Blick nach vorn gewohnt, statt aus dem Mittelfeld zu starten. Dennoch übernahm er bei Kilometer 102 die Spitze und baute seinen Vorsprung auf fast 1,5 Minuten aus, bevor Price wieder die Kontrolle übernahm. Peterhansel verlor gegen Ende Zeit, auch weil er zwei Reifenschäden erlitt und die Sicht eingeschränkt war. Das nutzten Baciuška und sein Beifahrer Oriol Vidal für Rang zwei, während Price die Prüfung in 4 Stunden 57 Minuten 33 Sekunden als Schnellste beendete.

„Die heutige Etappe war definitiv hart“, sagte Price. „Sie hat das Fahrzeug wirklich gefordert. Es war sehr rau, sehr steinig und sehr staubig. Oft gab es kaum oder gar keine Sicht. Mental ist das für Fahrer sehr hart. Wir haben einfach den Kopf gesenkt und weitergemacht. Bis zum Ende haben wir gepusht und am Ende den Sieg geholt. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Noch cooler ist, dass alle drei Defender auf den Plätzen 1-2-3 liegen. Es ist supercool, die Ziellinie zu sehen und dass wir alle innerhalb von nur zwei Minuten liegen.“

Trotz leichter Übelkeit brachte Baciuška seinen Defender nur 82 Sekunden später ins Ziel. Anders ausgedrückt war der Litauer im Schnitt lediglich 0,2 Sekunden pro Kilometer langsamer. Entscheidend ist jedoch: Dank seines Siegs auf Etappe 1 führt der 26-Jährige die Stock-Gesamtwertung mit 11,5 Minuten Vorsprung vor Akira Miura im Toyota Land Cruiser an.

Baciuškas Fazit: „Heute war ein ziemlich harter Tag. Wir mussten wirklich lange durch die Steine fahren und danach über einige Sandpisten. Aber keine Probleme. Die Mechaniker haben gute Arbeit geleistet, und das Team hat auf Etappe 2 einen Dreifachsieg geschafft – ich finde das grossartig.“

Peterhansel und Navigator Michaël Metge folgten weitere 4 Sekunden später und machten den perfekten Defender-Erfolg komplett. Noch etwas schnelle Mathematik: Auf alle 400 Kilometer gerechnet betrug sein Rückstand auf Baciuška nur winzige 0,01 Sekunden pro Kilometer. Der erfolgreichste Teilnehmer der Dakar-Geschichte liegt in der kombinierten Gesamtwertung auf Rang vier, unmittelbar vor Price.

„Eine schöne Etappe, aber zum ersten Mal sind wir wirklich aus dem Mittelfeld gestartet, also gab es viel Staub“, sagte Peterhansel. „Wir haben einige Autos überholt, einige Autos haben uns überholt [weil die schnelleren Klassen uns auffordern dürfen, Platz zu machen]. Normalerweise starte ich immer vorne. Aber ich bin sehr zufrieden mit dem Fahrgefühl des Autos. Wir hatten zwei Reifenschäden, aber als ich gesehen habe, wie anspruchsvoll die Strecke für die Reifen ist, ist es wirklich verrückt, wo wir überall durchfahren, also ist das akzeptabel. Wir sind drei Autos dicht beieinander und alle drei Autos hatten keine Probleme, also war das ein guter Tag.“

Etappe 3 in AlUla fordert die Navigation

AlUla bildet am Dienstag erneut die malerische Kulisse für Etappe 3. Dann können die Beifahrer ihr Können wirklich unter Beweis stellen. Schwierige Felsformationen, offene Ebenen ohne eindeutige Orientierungspunkte und zahlreiche irreführende Alternativspuren auf der 422 Kilometer langen Wertungsprüfung – zusätzlich zu 244 Kilometern Verbindungsetappe – machen präzise Navigation und das Lesen des Roadbooks zu einer echten Herausforderung. Weitere Updates gibt es hier.

Defender OCTA | Meister extremer Leistung, überall

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