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Elektroauto zu Hause laden: So sparen Sie beim Strompreis

Weißes, modernes Elektroauto in einem stilvollen, hell beleuchteten Ausstellungsraum.

Zu Hause zu laden bleibt die günstigste Möglichkeit, elektrisch unterwegs zu sein – vorausgesetzt, der Anschlusszeitpunkt ist gut gewählt.

Die Betriebskosten eines Elektroautos beschränken sich nicht auf den Kaufpreis. Im Alltag bestimmen vor allem der Ladeort, der tatsächliche Verbrauch des Fahrzeugs und der Stromtarif, wie hoch die Ausgaben ausfallen. Für viele Autofahrerinnen und Autofahrer wird die Garage oder die Einfahrt damit zur wirtschaftlichsten Tankstelle.

Zu Hause können 100 Kilometer rund 2,20 Euro kosten

Im Durchschnitt benötigt ein Elektroauto für 100 Kilometer 15 kWh. Dieser Wert hängt unter anderem vom Modell, Fahrzeuggewicht, Tempo, Streckenprofil und der Außentemperatur ab. Ein kleiner Stadtwagen kann im Stadtverkehr unter 12 kWh bleiben, während ein großes Familienfahrzeug auf der Autobahn fast 20 kWh verbrauchen kann.

Mit einem vergünstigten Nachttarif können 100 Kilometer mit einer elektrischen Limousine, die 13,2 kWh benötigt, etwa 2,20 Euro kosten. Zum Vergleich: Ein Familienauto mit Benzinmotor und einem Verbrauch von 5,7 Litern je 100 Kilometer verursacht bei einem Kraftstoffpreis von 1,84 Euro pro Liter Kosten von mehr als 10 Euro.

„Bei vergleichbarem Verbrauch kann das Fahren mit zu Hause geladenem Strom fast fünfmal günstiger sein als das Fahren mit Benzin.“

Die Rechnung ist unkompliziert: Die verbrauchten Kilowattstunden werden mit dem auf der Stromrechnung ausgewiesenen Preis pro Kilowattstunde multipliziert. Das Ergebnis liefert eine verlässliche Orientierung, auch wenn geringe Ladeverluste hinzugerechnet werden müssen. Ein Teil des aus dem Netz bezogenen Stroms wird nämlich für den Betrieb des Ladegeräts und das Batteriemanagement benötigt.

Deutliche Unterschiede je nach Fahrzeugverbrauch

Verbrauch pro 100 km Kosten zum Tagtarif Kosten zum vergünstigten Tarif
12 kWh 2,90 Euro 1,70 Euro
15 kWh 3,60 Euro 2,10 Euro
17 kWh 4,10 Euro 2,40 Euro
20 kWh 4,80 Euro 2,80 Euro

Diese Beträge verdeutlichen, dass ein sparsames Fahrzeug langfristig Vorteile bringt. Bei 15.000 Kilometern im Jahr wirken sich schon wenige kWh Unterschied pro 100 Kilometer auf das Jahresbudget aus. Die Wahl des Fahrzeugs ist daher ebenso wichtig wie der Strompreis.

Nachtladen verändert die Stromrechnung spürbar

Die Ladung für Zeiträume mit günstigeren Strompreisen zu programmieren, ist die wirtschaftlichste Gewohnheit. Die meisten Elektroautos ermöglichen eine Zeitplanung über das Bordsystem oder eine App. Auch eine Wallbox zu Hause kann so eingestellt werden, dass sie den Ladevorgang automatisch zur vorgesehenen Uhrzeit startet.

In einem Haushalt mit intelligentem Stromzähler und Tarif mit unterschiedlichen Preiszeiten verhindert diese Praxis, dass das Laden direkt nach der Rückkehr von der Arbeit beginnt, wenn der Stromverbrauch im Haushalt ohnehin steigt. Das Fahrzeug bleibt angeschlossen, doch die Batterie wartet auf das passende Zeitfenster.

  • Die genauen Zeiträume des eigenen Stromvertrags prüfen;
  • die Startzeit des Ladevorgangs im Fahrzeug oder an der Wallbox einstellen;
  • vor der morgendlichen Abfahrt ausreichend Zeitreserve einplanen;
  • bei kurzen täglichen Fahrten nicht jede Nacht unnötig bis 100 % laden;
  • den im Winter häufig höheren Verbrauch im Blick behalten.

„Eine Batterie mit 50 kWh kann an einer geeigneten Wallbox zu Hause je nach verfügbarer Leistung und Ausgangsladezustand in etwa sieben Stunden geladen werden.“

Diese Dauer entspricht einem entspannten Ladevorgang über Nacht. Ladegeschwindigkeit und Ersparnis dürfen nicht verwechselt werden: Sehr hohe Ladeleistungen ermöglichen eine schnelle Weiterfahrt, finden sich aber vor allem an öffentlichen Ladenetzen, wo die Preise meist höher sind.

Eine Wallbox zu Hause bringt Komfort, erfordert aber eine Investition

Für einen geringen Bedarf kann eine verstärkte Steckdose ausreichen, insbesondere wenn ein Auto täglich nur wenig fährt. Eine spezielle Wallbox bietet mehr Leistung, Sicherheit und Programmiermöglichkeiten. Zudem verkürzt sie die Standzeit des Fahrzeugs.

Die Installationskosten müssen in die Gesamtberechnung einfließen. Sie richten sich nach dem Sicherungskasten, der Entfernung zwischen diesem und dem Stellplatz, der gewählten Leistung sowie möglichen Verkabelungsarbeiten. In einem Einfamilienhaus ist die Installation häufig einfacher als in einem Mehrfamilienhaus.

Laden in der Wohnungseigentümergemeinschaft bleibt möglich

Bewohnerinnen und Bewohner einer Wohnanlage können die Installation eines Ladepunkts an ihrem Stellplatz beantragen. Das Recht auf eine Lademöglichkeit erleichtert dieses Vorgehen, sofern das Verfahren gegenüber der Hausverwaltung eingehalten wird. Einige Wohnungseigentümergemeinschaften entscheiden sich für eine gemeinsame Infrastruktur, damit sich mehrere Bewohner nach und nach ausstatten können.

So entsteht eine geringere Abhängigkeit von Ladesäulen in der Umgebung. Gleichzeitig ermöglicht diese Lösung ein langsames, regelmäßiges Laden, das sich oft leichter in den Alltag einfügt.

Öffentliche Ladesäulen unterwegs verlangen mehr Aufmerksamkeit

Öffentlich zugängliche Ladesäulen sind in Frankreich stark verbreitet: 2026 stehen rund 200.000 Ladepunkte zur Verfügung. Sie decken sehr unterschiedliche Anforderungen ab – vom Nachladen im Einkaufsgebiet über das Parken in der Innenstadt bis zum Zwischenstopp auf einer Fahrt über mehrere hundert Kilometer.

Die Preise sind nicht einheitlich. Jedes Ladenetz legt eigene Regeln fest und kann die abgegebene Energie, die Belegungszeit, eine Startgebühr oder eine Kombination dieser Faktoren abrechnen. Manche Säulen berechnen zusätzlich eine Gebühr, wenn das Fahrzeug nach Ladeende angeschlossen bleibt.

Auf langen Strecken sind Schnellladestationen nahezu unverzichtbar. Sie liefern während einer Pause ausreichend Reichweite, doch dieser Komfort hat seinen Preis. Anlagen mit mehr als 50 kW ermöglichen häufig die direkte Zahlung per Bankkarte, während bei anderen weiterhin eine Ladekarte oder App erforderlich ist.

  • Preise vergleichen, bevor eine Station angefahren wird;
  • prüfen, welche Ladeleistung das eigene Auto tatsächlich aufnehmen kann;
  • nicht erst bei fast leerer Batterie nach einer Ladesäule suchen;
  • bei einer nicht verfügbaren Ladesäule eine Ausweichmöglichkeit vorsehen;
  • den Stellplatz nach Ladeende zügig freigeben, um Blockiergebühren zu vermeiden.

Kälte, Autobahnfahrten und Heizung erhöhen den Verbrauch

Die von den Herstellern angegebenen Werte gelten unter normierten Bedingungen. Im Alltag sinkt die Reichweite im Winter oft. Eine kalte Batterie arbeitet weniger effizient, während die Innenraumheizung zusätzliche Energie benötigt. Auf der Autobahn steigt der Luftwiderstand mit zunehmender Geschwindigkeit deutlich, was den Verbrauch ebenfalls erhöht.

Mit einer einfachen Maßnahme lässt sich dieser Effekt begrenzen: Der Innenraum sollte vorgeheizt werden, solange das Auto noch angeschlossen ist. Der Strom stammt dann aus dem Netz statt aus der Batterie. So startet der Fahrer bei angenehmer Temperatur und behält mehr Reichweite für die Strecke.

Das Laden eines Elektroautos bleibt somit besonders vorteilhaft für Autofahrerinnen und Autofahrer mit privatem Stellplatz, die ihr Fahrzeug mehrere Stunden anschließen können. Öffentliche Ladesäulen spielen für Urlaubsfahrten, Dienstreisen und Haushalte ohne Garage weiterhin eine unverzichtbare Rolle, ersetzen den finanziellen Vorteil des nächtlichen Ladens zu Hause jedoch nicht.

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