Im Rahmen der Renault Talk #1 – einer digitalen Pressekonferenz, bei der Luca de Meo (CEO der Renault Group) gemeinsam mit mehreren Verantwortlichen der Marke die Ausrichtung von Renault unter dem Dach des Plans Renaulution erläuterte – wurden die ersten Teaser zum künftigen Renault Mégane E-Tech Electric gezeigt.
Zur Einordnung: Bereits im Oktober des vergangenen Jahres wurde der Mégane eVision vorgestellt – ein Prototyp eines zu 100 % elektrischen Crossovers, der ein Serienmodell vorwegnahm. Dieses soll Ende dieses Jahres (2021) präsentiert werden, der Marktstart ist für 2022 vorgesehen. Inzwischen steht auch der Name fest: Renault Mégane E-Tech Electric.
Veröffentlicht wurde ein Bild des Exterieurs, das einen Teil des Hecks zeigt, sowie zwei Aufnahmen aus dem Innenraum. Präsentiert wurden sie von Gilles Vidal, dem Designchef von Renault – zusammen mit dem neuen Markenlogo, das im neuen Modell bereits zu sehen ist.
Auf der Heckaufnahme sind sowohl die Modellbezeichnung als auch die Rückleuchten erkennbar. Die Anlehnung an das Mégane-eVision-Konzept ist deutlich: ein durchgehendes LED-Band über die gesamte Fahrzeugbreite, lediglich unterbrochen vom neuen Renault-Logo. Zudem lässt sich bereits erahnen, dass der Wagen – ähnlich wie etwa der Clio – markant ausgeformte hintere Schultern erhalten wird.
Die Innenraumbilder geben den Blick auf einen Teil des vertikalen Infotainment-Displays frei. Am unteren Rand ist eine Reihe von Tasten angeordnet; darunter befindet sich ein Ablagebereich für das Smartphone. Außerdem sind die Luftausströmer auf der Beifahrerseite sowie ein Ausschnitt der Mittelkonsole zu sehen, die mehrere Staufächer bietet. Auffällig ist auch eine Armauflage mit kontrastierenden gelben Ziernähten.
Ebenfalls bemerkenswert: der klar strukturierte Innenraum mit präzise gezogenen, definierten Linien sowie schmalen LED-Leisten (in Gelb) für die Ambientebeleuchtung.
Auf der zweiten Aufnahme ist außerdem ein Teil des neuen digitalen Kombiinstruments zu erkennen. Es ist vom Infotainment-Bildschirm getrennt – dazwischen befindet sich offenbar, so die naheliegende Vermutung, der Platz für die typische Renault-Schlüsselkarte.
Gilles Vidal zeichnet für die Zukunft der Renault-Innenräume ein Bild mit Hightech-Systemen und erstklassigen Displays, mehr Platz für die Insassen und zusätzlichen Staumöglichkeiten. Optisch sollen neue Linien, Raumkonzepte und Materialien diesen neuen, elektrifizierten Abschnitt in der Renault-Geschichte unterstreichen.
Nur elektrisch: Renault Mégane E-Tech Electric
Was über den kommenden Mégane E-Tech Electric bereits bekannt ist: Wie der Name nahelegt, handelt es sich um ein Elektroauto. Es wird das erste Renault-Modell auf der neuen, speziell für Elektrofahrzeuge entwickelten Plattform der Allianz sein – der CMF-EV, die zuvor bereits beim Nissan Ariya zum Einsatz kam. Entsprechend ist davon auszugehen, dass dieser Neuzugang keine anderen Antriebe als einen rein elektrischen bieten wird.
Trotz kompakter Außenmaße – er soll kürzer ausfallen als der aktuelle Mégane mit Verbrennungsmotor, gleichzeitig aber einen längeren Radstand haben – werden Innenraumwerte auf dem Niveau der nächsthöheren Klasse in Aussicht gestellt, vergleichbar mit dem größeren Talisman. Der entscheidende Unterschied liegt in der Bauhöhe: Insgesamt soll sie über 1,5 m liegen, was ihm den Crossover-Charakter verleiht.
Als der Mégane eVision als Prototyp vorgestellt wurde, stellte Renault für die ultraflache Batterie (11 cm Höhe) mit 60 kWh eine Reichweite von 450 km in Aussicht. Luca de Meo sagte damals zudem, es gebe Potenzial für Varianten mit noch größerer Reichweite.
Der Prototyp nutzte einen vorn verbauten Elektromotor (Frontantrieb) mit 218 PS und 300 Nm. Damit sollten weniger als 8,0 s für den Sprint von 0–100 km/h möglich sein – bei einer Masse von 1650 kg. Ob der neue Renault Mégane E-Tech Electric in ähnlichen Größenordnungen antreten wird, bleibt allerdings noch offen.
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