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BYD Blade 2.0: 20 auf 97 % in 12 Minuten bei –30 Grad

Weißes Elektroauto in modernem Raum mit Bergpanorama und Ladestation an der Wand.

Der chinesische Hersteller hat die zweite Generation seiner Blade-Batterie vorgestellt. Im Fokus standen sowohl eine höhere Energiedichte als auch effizienteres Schnellladen bei Kälte. Der Ladevorgang von 20 auf 97 % soll selbst bei –30 Grad lediglich 12 Minuten dauern.

BYDs „Blade“-Batterie schlägt ein neues Kapitel auf: Sie wurde heute am Hauptsitz des Autobauers in Shenzhen präsentiert. Zunächst soll der neue Akku in Luxusmodellen eingesetzt werden und ihnen bis zu 1.000 km Reichweite ermöglichen. Präsident Wang Chuanfu betonte jedoch, dass neben der Effizienz vor allem ein „revolutionärer“ neuer Ladevorgang im Mittelpunkt stehe, der auch bei niedrigen Temperaturen sehr hohe Ladeleistungen erreichen könne.

BYD Blade 2.0 und Megaladen bei niedrigen Temperaturen

BYD hat das Thema Laden deutlich vorangetrieben: 2025 stellte das Unternehmen seinen ersten „Mega-Lader“ vor, der 2026 weiterentwickelt werden soll. Mit zwei an das Fahrzeug angeschlossenen Kabeln soll er mehr als 2.000 kW Ladeleistung bieten, während mit nur einem Kabel 1.500 kW möglich sind. Damit die Fahrzeugflotte dieses Tempo mitgehen kann, ist eine Batterie nötig, die bei Kälte nicht zum begrenzenden Faktor wird. Die LFP-Chemie der Blade-Batterie gilt zwar als sicherer als NMC-Chemie, reagiert jedoch empfindlicher auf Minusgrade.

Nur 12 Minuten laden bei –30 Grad

Bei einer Sonderveranstaltung am Donnerstag, dem 5. März, stellte BYD die neue Batterie vor und nannte konkrete Werte: Unter Bedingungen von –30 Grad soll die Ladung von 20 % auf 97 % in nur 12 Minuten steigen. Innerhalb dieses Bereichs kann das Fahrzeug 777 km Reichweite zurückgewinnen. Das wäre ein deutlicher Technologiesprung, denn bei aktuellen LFP-Batterien wird die Ladeleistung bereits unter 10 Grad beeinträchtigt und bei Temperaturen unter 0 Grad stark reduziert.

In seiner Rede erläuterte BYD-Präsident Wang Chuanfu, weshalb das Unternehmen nun 97 % statt 100 % Ladestand nennt. Die verbleibenden 3 % sollen für das Laden durch regeneratives Bremsen reserviert bleiben. Könnte das Fahrzeug nicht weiter laden, wäre das Rekuperationssystem in den ersten Fahrminuten nicht nutzbar; stattdessen müsste die herkömmliche Bremse übernehmen, was zu unerwünschtem Verschleiß führen würde.

Diese Modelle erhalten die BYD Blade 2.0

Die Blade-Batterie der zweiten Generation ist für die Denza Z9GT und den Yangwang U7 vorgesehen, die zu BYDs Premium- und Luxusmarken gehören. Für beide Modelle sollen bereits 1.000 km Reichweite bestätigt worden sein. Dieser Wert basiert allerdings auf dem chinesischen CLTC-Zyklus, der tendenziell besonders hohe Reichweitenangaben ermöglicht. Mit der neuen Ladetechnik dürften diese Fahrzeuge alle Konkurrenten übertreffen – es sei denn, Zulieferer wie CATL ziehen gleich und bieten eine vergleichbare Lösung an.

Auch weitere Fahrzeuge sollen die Blade 2.0 erhalten, darunter eine neue BYD Seal 8. Sie wurde bei derselben Veranstaltung in Shenzhen gezeigt und soll in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen. Innerhalb der BYD-Ocean-Reihe sollen künftig ebenfalls der Sealion 6 und der Seal 7 damit ausgestattet werden. Gleiches gilt für die Marke Fangchengbao sowie die Modelle Tai 7 und Tai 3.

Ausbau der „Flash“-Lader und Mega-Ladestationen

Bei den „Flash“-Ladesäulen seiner „Mega-Lader“ hat BYD nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 4.000 Stelen erreicht. Bis Ende 2026 sollen 20.000 entsprechend ausgestattete Stationen entstehen, davon 2.000 entlang von Autobahnen. Bei Temperaturen um 20 Grad soll sich der Akku laut BYD in nur 5 Minuten von 10 auf 70 % laden lassen. Auch in Frankreich ist die Einführung dieser ultraschnellen Ladegeräte geplant.

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