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Neuer Opel Astra: Intelli-Lux HD, 454 km Reichweite und physische Tasten

Weißer Opel Astra-E Elektroauto steht in heller Garage neben Ladestation mit eingeschaltetem Scheinwerfer.

Opel modernisiert den Astra. Neben willkommenen stilistischen Anpassungen erhält der deutsche Kompakte revolutionäre Scheinwerfer und eine optimierte Reichweite. Das erwarten wir vor dem Test.

Bei Nacht sehen wie am Tag: Das ist das fast magische Versprechen des neuen Opel Astra. Abgesehen von dezent überarbeitetem Design bringt der deutsche Kompakte innovative Leuchten mit. Unter der Bezeichnung Intelli-Lux HD sorgen diese Scheinwerfer dank 50.000 Elementen für optimale Sicht. Damit soll er heller strahlen als Tesla oder Peugeot, die diese Technik nicht anbieten.

Beleuchtetes Logo und Intelli-Lux HD: Opels Designansatz gegen den Peugeot 308

Obwohl er auf dem Peugeot 308 aufbaut, erzählt der Opel Astra seine eigene Geschichte. Das Facelift zur Mitte seines Modellzyklus soll den Abstand nun weiter vergrößern. An der Front kommt deshalb das hinterleuchtete Opel-Logo zum Einsatz, das erstmals beim Grandland eingeführt wurde. Mit ihren 50.000 Elementen erzeugt die Intelli-Lux-HD-Technik ein bemerkenswertes Licht, das dauerhaftes Fahren mit Fernlicht ermöglichen soll.

Andere Verkehrsteilnehmer werden dabei nicht geblendet; zudem erkennt das System Verkehrszeichen, damit auch der Fahrer nicht geblendet wird. Diese Komplexität ist in diesem Segment einzigartig. Darüber hinaus fallen die Stoßfänger anders aus. Das Profil bleibt mit denselben modellierten Linien wie zuvor jedoch weitgehend unverändert. Tatsächlich sind nur die Felgen neu. Am Heck fällt die Überarbeitung noch zurückhaltender aus, denn dort wurde lediglich das Opel-Logo leicht angepasst. Der Kombi Sports Tourer bleibt weiterhin im Programm.

454 km Reichweite: Der elektrische Astra kommt mit kaum größerem Akku weiter

Dank eines etwas größeren Akkus mit 55,4 kWh kann der neue elektrische Opel Astra weiter fahren als bisher. Mit 454 km liegt seine Reichweite sogar geringfügig über der seiner Cousine Peugeot e-308, die glatte 450 km angibt. Wie ist das möglich? Der Deutsche nennt mit 14,8 kWh/100 km einen niedrigeren Energieverbrauch als der Franzose. Wegen der weniger verspielten Formgebung ist die Aerodynamik zwangsläufig besser.

Technisch bleibt allerdings alles unverändert: Der Elektromotor leistet weiterhin 156 PS. Weder auf der Straße noch an der Ladesäule sind die Fahrleistungen daher außergewöhnlich. Die maximale Ladeleistung liegt bei 100 kW Gleichstrom (DC), der Astra lädt seinen Akku in 32 Minuten von 20 auf 80 %. Das entspricht dem von uns getesteten Peugeot e-308 – und das ist schlecht. Eine Batterievorkonditionierung zur Optimierung des Ladens bei kaltem Wetter ist nicht vorgesehen.

Physische Tasten: Deutsche Ergonomie statt reiner Bildschirmbedienung

Tradition hat ihre Vorteile, und die Ergonomieexperten bei Opel haben das offenbar verstanden. Das Cockpit des neuen Astra zählt sicher nicht zu den technologisch modernsten am Markt, trifft aber kluge Entscheidungen. Während Tesla mit vollständiger Touch-Bedienung unnötig kompliziert wird, behält Opel physische Bedienelemente für die Lüftung bei. Selbst Peugeot hat daran beim 308 nicht gedacht, um moderner zu wirken.

Das macht die Bedienung im Alltag angenehmer. Wer digitale Ausstattung möchte, muss den Astra dennoch nicht abschreiben: Ein 10-Zoll-Kombiinstrument und ein ebenfalls 10 Zoll großer Touchscreen dürften den meisten Kunden genügen. Dazu kommen ergonomische, AGR-zertifizierte Sitze, die beheizbar sein und eine Massagefunktion bieten können. So lässt sich die passende Sitzposition problemlos finden.

V2L-Funktion: Der neue Astra kann Ihr Elektrofahrrad laden

Keine Batterievorkonditionierung, das wurde bereits erwähnt. Ebenso fehlen eine One-Pedal-Funktion sowie ein direkt im Zentraldisplay integrierter Routenplaner. Beim Elektroantrieb liegt der neue Opel Astra also etwas zurück, ist aber nicht völlig abgehängt. Erwähnenswert ist die groß angekündigte Einführung der V2L-Funktion, über die Strom für ein externes Gerät bereitgestellt werden kann.

Diese bei anderen Herstellern bereits bekannte Neuerung hält nun auch Einzug in den deutschen Kompakten. Besser spät als nie! Positiv: Die Ausstattung gehört serienmäßig dazu und kostet keinen Aufpreis. Damit können Sie Ihr Elektrofahrrad oder Ihre Kaffeemaschine nach Belieben laden. Zwar dürfte das kaum ein Astra-Besitzer tun, doch es ist dennoch gut, diese Möglichkeit zu kennen …

Welches Konzept bevorzugen Sie im Alltag: die beruhigende Astra-Ergonomie mit physischen Tasten oder den radikalen Minimalismus eines Tesla Model 3? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit – wir werden in unserem Test darauf eingehen, der diesen Sonntag um 10 Uhr erscheint!

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