Die Rückkehr von Lancia erfolgt Schritt für Schritt. Nach dem Ypsilon im Jahr 2024 und der Rückkehr in den Rallyesport – jene Bühne, die der Marke am meisten Ruhm und Anerkennung eingebracht hat – folgt noch in diesem Jahr mit dem Gamma der nächste Schritt. Er übernimmt die Rolle als neues Spitzenmodell der italienischen Marke.
Auch dieser Name blickt auf eine lange Geschichte zurück. In den 1970er- und 1980er-Jahren nahm der Lancia Gamma ebenfalls die Spitzenposition im Modellprogramm ein. Das von 1976 bis 1984 gebaute Modell wurde in zwei Karosserievarianten angeboten: als Fastback-Limousine und als elegantes, von Pininfarina entworfenes Coupé.
Fast ein halbes Jahrhundert später steht der Name Gamma vor der Rückkehr in das Programm des italienischen Herstellers, doch das Konzept hat sich grundlegend gewandelt. Anstelle einer Limousine oder eines Coupés wird der neue Gamma als SUV erscheinen und damit der derzeit gefragtesten Fahrzeugklasse des Marktes folgen.
Das Ziel bleibt dennoch unverändert: Erneut soll er an der Spitze des Angebots der italienischen Marke stehen. Seine Enthüllung ist für dieses Jahr vorgesehen, und die ersten Testprototypen des Modells wurden bereits gesichtet.
Was ist bereits bekannt?
Technisch wird der kommende Lancia Gamma eng mit anderen Stellantis-Modellen wie dem DS N°8 und dem zukünftigen N°7 verwandt sein. Mit Letzterem teilt er zudem den Produktionsstandort im italienischen Melfi.
Alle drei Fahrzeuge basieren auf der Plattform STLA Medium, doch der Gamma wird sich vor allem durch ein breiteres Antriebsangebot abheben. Während der N°8 ausschliesslich elektrisch erhältlich ist, wird das Lancia-Spitzenmodell Mild-Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und vollelektrische Antriebe umfassen.
Bei den Elektroversionen wird erwartet, dass der Italiener dieselben Batterien wie das französische Modell nutzt: 74 kWh und 97,2 kWh. Damit könnten auch Reichweiten von mehr als 700 km im kombinierten WLTP-Zyklus möglich sein.
Am anderen Ende des Spektrums, mit stärkerer Ausrichtung auf Leistung, soll die kräftigste Ausführung des Lancia Gamma das historische Kürzel HF tragen. Sie wird zwei Elektromotoren einsetzen – einen pro Achse – und eine kombinierte Gesamtleistung von 276 kW (375 PS) bieten.
Französische Basis, italienischer Stil
Beim Design dürfte sich das italienische SUV deutlich von seinen französischen „Verwandten“ unterscheiden. Trotz vollständiger Tarnung der Testfahrzeuge lassen die Erlkönigbilder eine Weiterentwicklung der bereits beim Ypsilon gezeigten Gestaltungselemente erkennen. Dazu zählt die zweigeteilte Lichtsignatur mit dem Kelchmotiv in „T“-Form, das auch am Heck zu sehen sein wird.
Dort fällt ausserdem eine stark geneigte Heckscheibe auf, über der ein grosszügig dimensionierter Heckspoiler sitzt.
Lancia gehört innerhalb von Stellantis gemeinsam mit DS und Alfa Romeo zum Premium-Markenportfolio. Entsprechend dürfte auch der Innenraum diese Positionierung widerspiegeln – sowohl bei der Materialauswahl als auch bei der Verarbeitungsqualität.
Zu den prägenden Elementen im Innenraum soll der bereits im Ypsilon eingesetzte tavolino zählen. Wie der Name nahelegt, handelt es sich dabei um einen kleinen runden Tisch, der in die Mittelkonsole integriert ist. Dieses vom Wohnbereich inspirierte Detail möchte die italienische Marke als charakteristisches Merkmal ihrer Fahrgasträume etablieren.
Wann kommt der Lancia Gamma?
Die Rückkehr des Gamma ist Teil der Strategie, mit der Lancia innerhalb von Stellantis neu aufgestellt wird. Nach der Einführung des Ypsilon im Jahr 2024 wird das italienische SUV mit seiner noch für dieses Jahr geplanten Enthüllung das zweite Modell dieser neuen Markenphase sein.
Später, im Jahr 2028, soll zudem eine neue Generation des ikonischen Lancia Delta folgen – ein Name mit grosser symbolischer Bedeutung für die Geschichte der Marke. Sein Marktstart wird zugleich das Ende dieser ersten Phase des Neustarts der italienischen Marke markieren. Lancia baut seine Präsenz in Europa weiter aus, doch für Portugal gibt es weiterhin keinen vorgesehenen Starttermin.
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