Zum Inhalt springen

Suzuki Vision Gran Turismo: Der virtuelle Sportwagen mit Hayabusa-Motor

Weißer Suzuki VGT Sportwagen mit blauem LED-Licht in einem modernen Ausstellungsraum.

Suzuki ist sowohl als Automobil- als auch als Motorradmarke bekannt, doch nur selten verknüpft der japanische Hersteller diese beiden Welten. Der Suzuki Vision Gran Turismo soll genau diese Verbindung schaffen.

Leider bleibt dieses Projekt rein virtuell: Suzuki ist der jüngste Hersteller, der eigens für Gran Turismo 7 ein Modell entwickelt hat. Der Vision Gran Turismo steht mit dem neuesten Update des bekannten Spiels zur Verfügung.

Das ist bedauerlich, denn für jeden Autoenthusiasten kann es nie genug eigenständige Sportwagen geben – und tatsächlich scheinen sie immer seltener zu werden. Dabei bringt dieser Suzuki Vision Gran Turismo offenbar einiges mit.

Es handelt sich um einen extrem flachen Roadster, der vom markanten 1340-cm³-Reihenvierzylinder der legendären Hayabusa angetrieben wird. Seine Grundarchitektur folgt dem klassischen Rezept: Der Hayabusa-Motor sitzt längs hinter der Vorderachse und überträgt seine Kraft auf die Hinterräder.

Suzuki gibt ein Gewicht von lediglich 970 kg an – etwas weniger als beim leichtesten Mazda MX-5. Deshalb dürfte der Hayabusa-Vierzylinder keine Mühe haben, den Vision Gran Turismo anzutreiben und bis zu schrillen 9700 U/min hochzudrehen.

Elektrisierend – im wörtlichen Sinn

Der Antriebsstrang dieses virtuellen Sportwagens beschränkt sich allerdings nicht darauf. Passend zur heutigen Zeit ist der Suzuki Vision Gran Turismo auch ein Hybridfahrzeug und ergänzt den Verbrennungsmotor um drei Elektromotoren.

Zwei Elektromotoren treiben die Vorderräder an, während der dritte gemeinsam mit dem Verbrennungsmotor für Vortrieb an der Hinterachse sorgt. Damit verfügt dieser kompakte Roadster über Allradantrieb, wobei die Hinterachse stärker bevorzugt wird.

Insgesamt nennt Suzuki eine kombinierte Spitzenleistung von 432 PS bei 9700 U/min sowie ein kombiniertes maximales Drehmoment von 610 Nm. Zusammen mit dem Gewicht von weniger als einer Tonne sollte das Fahrleistungen für „die große Klasse“ ermöglichen.

Swift-Sport-Gene?

Nicht nur der Antrieb überzeugt, auch das Design zieht die Blicke auf sich. Die Proportionen entsprechen einem Sportwagen dieser Bauart – mit langer Front und einer unmittelbar vor der Hinterachse positionierten Fahrgastzelle –, doch die gestalterischen Lösungen fallen interessant aus.

Der Wiedererkennungswert ist hoch, denn Suzuki hat dem Vision Gran Turismo ein „Gesicht“ gegeben, das sofort an den Swift Sport erinnert, wenn auch deutlich aggressiver interpretiert. Die Scheinwerfer sind kantiger und besitzen eine eigenständige Lichtsignatur, während der Kühlergrill wie vom japanischen Pocket Rocket übernommen wirkt.

Könnten wir hier bereits erste Designmerkmale der nächsten Swift-Generation sehen? Gerüchten zufolge soll noch in diesem Jahr eine neue Swift-Generation vorgestellt werden, während ein neuer Swift Sport für 2023 vorgesehen ist.

Hervorzuheben ist außerdem der futuristische, minimalistische Innenraum des Suzuki Vision Gran Turismo, der sämtliche Informationen auf den Fahrer ausrichtet. Er besitzt ein oben abgeflachtes Lenkrad mit mehreren Bedienelementen sowie einen kleinen Bildschirm, der als Kombiinstrument dient. Daneben befinden sich zwei Displays als Außenspiegelersatz, auf denen die Bilder der externen Kameras angezeigt werden.

Nicht der erste mit Hayabusa-Motor

Suzuki hat uns nicht zum ersten Mal mit einem Sportwagen gelockt, der den Hayabusa-Motor nutzt. Bereits vor mehr als 20 Jahren, 2001, enthüllte die japanische Marke den sehr realen und keineswegs virtuellen Prototypen GSX-R/4. Ein Jahr später, 2002, folgte der Hayabusa Sport Prototype.

Der erste war ein radikal gezeichneter, äußerst kompakter und leichter Roadster mit nur 640 kg Gewicht. Das zweite Modell erinnerte dagegen an einen Mini-Prototypen für Le Mans: Seine Coupé-Karosserie weckte Assoziationen an den damaligen TVR Tuscan und Panoz Esperante. Mit nur 550 kg war er sogar noch leichter.

Beide Fahrzeuge nutzten den Hayabusa-Motor mit 175 PS bei 9800 U/min. Beim GSX-R/4 war er jedoch hinter den Insassen eingebaut, während der Hayabusa Sport Prototype ihn längs im Vorderwagen trug.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen