Angesichts ihrer umfassenden Modernisierungsbemühungen erhielt die Russische Marine im Jahr 2025 insgesamt 19 neue Schiffe und drei U-Boote aus Werften der United Shipbuilding Corporation (USC). Bekannt wurde dies durch Viktor Jewtuchow, den Leiter der Präsidialverwaltung für staatliche Verteidigungsindustriepolitik. Er hob hervor, dass Russland parallel dazu den Ersatz ausländischer Komponenten durch einheimische Alternativen in nahezu allen Fällen vorangetrieben habe.
Russische Marine: 19 Schiffe und drei U-Boote im Jahr 2025
Anlässlich der Indienststellung des dritten neuen U-Boots der Lada-Klasse erklärte Jewtuchow: „Im Jahr 2025 lieferten unsere Werften 19 Überwasserschiffe und verschiedene Wasserfahrzeuge sowie drei U-Boote ab, darunter das weltweit einzigartige moderne strategische Atom-U-Boot mit ballistischen Raketen Knyaz Pozharsky und zwei neue nichtnukleare U-Boote, die in den Admiralitätswerften gebaut wurden: die Yakutsk und die Velikiye Luki. Ich möchte bekräftigen, dass wir über die modernste Marine verfügen. Dies wurde sowohl von russischen als auch von internationalen Experten bestätigt.“
Mit Blick auf die U-Boot-Komponente und in der von Jewtuchow genannten Reihenfolge ist daran zu erinnern, dass die Russische Marine im vergangenen Juli auf der Sewmasch-Werft die Knyaz Pozharsky der Borei-A-Klasse (Projekt 955A) übernahm. Bei der Zeremonie waren Präsident Wladimir Putin sowie mehrere politische und maritime Vertreter anwesend, darunter Admiral Alexander Moissejew, der Oberbefehlshaber der Marine.
Mit diesem Boot verfügt Russland nun über eine Flotte von acht U-Booten der Borei-Familie: drei Einheiten des ursprünglichen Modells und fünf der Ausführung Borei-A. Dies ist insofern bedeutsam, als diese U-Boote als Hauptbewaffnung bis zu 16 ballistische Interkontinentalraketen R-30 Bulava mit MIRV-Sprengköpfen mitführen können. Hinzu kommen Torpedos, unterschiedliche elektronische Gegenmassnahmensysteme und Ausstattungen zur Verringerung der Ortbarkeit.
Yakutsk und Velikiye Luki verstärken die U-Boot-Flotte
Im Juni nahm die Russische Marine zudem die Yakutsk der verbesserten Kilo-Klasse (Projekt 636.3) in Dienst, die zur Stärkung ihrer Fähigkeiten der Pazifikflotte zugeteilt wurde. Das U-Boot wurde in den JSC-Admiralitätswerften in Sankt Petersburg übergeben, erneut in Anwesenheit des russischen Präsidenten und einer Delegation von Regierungsvertretern.
Die wesentliche Stärke dieses Bootes liegt zweifellos in seiner Fähigkeit, Kalibr-PL-Antischiffsraketen sowie moderne schwere 533-mm-Torpedos einzusetzen. Gegenüber dem ursprünglichen Kilo-Entwurf weist das Modell ausserdem wesentliche Verbesserungen bei Tarnfähigkeit und Reichweite auf. Letztere beträgt bei Schnorchelfahrt rund 7.000 Seemeilen. Bemerkenswert war auch der Bau- und Erprobungsablauf: Zwischen dem Stapellauf und der Indienststellung absolvierte das Boot die Seeerprobungen in weniger als einem Jahr.
Als drittes Boot folgte die Velikiye Luki, ein U-Boot der Lada-Klasse, das in dieser Woche in den Bestand Russlands aufgenommen wurde und nun zur Baltischen Flotte der Russischen Marine gehört. Wie bereits berichtet, fand auch ihre Indienststellung in den Admiralitätswerften statt, nachdem das Boot drei Jahre nach seinem Stapellauf eine umfangreiche Testreihe im Finnischen Meerbusen abgeschlossen hatte.
Zu den wichtigsten Fähigkeiten des Entwurfs zählen der Einsatz von Alfa- und Oniks-Marschflugkörpern sowie von Torpedos und Seeminen, wodurch ein breites Spektrum an Bewaffnung verfügbar ist. Nach Einschätzung von Admiral Moissejew: „Das U-Boot der Lada-Klasse verbindet Spitzentechnologien mit komplexen technischen Lösungen. Trotz seiner vergleichsweise geringen Verdrängung ist das Boot ein bedeutendes Mittel der Seekriegsführung und verfügt dank aller in seinem Entwurf integrierten Lösungen über umfangreiche offensive wie defensive Kampffähigkeiten.“
Weitere Neubauten für die Russische Marine geplant
Obwohl die USC der Russischen Marine bereits diese erhebliche Zahl an Schiffen und U-Booten zur Unterstützung ihrer Modernisierung übergeben hat, steht bis zum Abschluss des Prozesses noch ein weiter Weg bevor. Nach früheren Angaben von Präsident Putin arbeitet das Land am Bau von bis zu 70 Schiffen. Sollten diese termingerecht abgeliefert werden, würde dies die Marine als eine der weltweit stärksten Seestreitkräfte festigen. Zu dieser grossen Gruppe gehören noch sechs neue Atom-U-Boote; zudem sollen künftig drei weitere Einheiten der Lada-Klasse hinzukommen.
Die verwendeten Bilder dienen lediglich der Illustration.
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