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Ford Focus ST-Line 1.0 EcoBoost im Test

Blauer Ford Focus ST in einem modernen Autohaus mit großen Fenstern und stilvoller Innenbeleuchtung.

Objektiv lässt sich der Fortschritt von einer Modellgeneration zur nächsten leicht beziffern, subjektiv fällt das Urteil jedoch nicht immer eindeutig aus. Beim neuen Ford Focus stimmen erfreulicherweise beide Perspektiven: Er zählt weiterhin möglicherweise zu den fahrdynamisch überzeugendsten Modellen seiner Klasse.

Gemeint sind dabei nicht die üblichen Verdächtigen wie ST oder RS. Der von uns gefahrene Focus wird vom kleinen Dreizylinder mit lediglich 1000 cm³ Hubraum und 125 PS angetrieben. Das mehrfach ausgezeichnete Aggregat gehört weiterhin zur Spitze des Segments und überzeugt vor allem mit seiner kräftigen Durchzugskraft: Zwischen 1400 und 4500 U/min stehen 170 Nm bereit.

Ford Focus 1.0 EcoBoost: kräftiger Antrieb und niedriger Verbrauch

Dank dieser Elastizität muss man nicht ständig zum Schalthebel greifen, obwohl das manuelle Sechsganggetriebe ebenfalls einen sehr guten Eindruck hinterlässt. Unterwegs gerät schnell in Vergessenheit, wie klein der Hubraum des Motors tatsächlich ist.

Auch beim Verbrauch zeigte sich der EcoBoost während des Aufenthalts des Focus bei Guilherme erfreulich genügsam. Bei entspannter Fahrweise lagen die Werte zwischen 5,6 und 6,0 l/100 km. Mit noch mehr Zurückhaltung waren sogar weniger als fünf Liter möglich; bei vollständiger Ausnutzung seines Potenzials stieg der Verbrauch hingegen auf 8–9 l/100 km.

Ausgefeilte Fahrdynamik? Abgehakt

Der Ford Focus ist traditionell für sein präzises Fahrverhalten bekannt: Er verbindet Agilität mit Stabilität, bietet einen guten Komfort und hält den Fahrer stets bei Laune. Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass es sich nicht um einen Sportwagen, sondern um einen Kompaktwagen für die Familie handelt.

Selbst als ST-Line mit sportlicherer Optik und Ausrichtung – strafferes Fahrwerk und um 10 mm verringerte Bodenfreiheit – bietet der Ford Focus ein überdurchschnittliches Komfortniveau. Die Federung filtert Unebenheiten wirksam heraus, während auch die Geräuschdämmung sehr gelungen ist.

Einer der geräumigsten seiner Klasse

Im Innenraum hätten die Sitze etwas mehr Seitenhalt vertragen können, doch ansonsten hinterlassen sichtbare und fühlbare Materialien einen sehr positiven Eindruck. Die Verarbeitungsqualität ist hoch, ebenso die Qualität der Werkstoffe, und die Ausstattung dieser ST-Line-Version fällt umfangreich aus.

War das SYNC-Infotainmentsystem in früheren Focus-Generationen einer der am häufigsten kritisierten Punkte, verdient die neueste Ausführung nur Lob – genau wie der Focus selbst ist es besser denn je.

Der von Guilherme getestete Wagen war mit einem Head-up-Display ausgestattet. Dieses optionale Extra für 400 Euro hielt er für entbehrlich, da es gegenüber dem sehr gut sichtbaren und ablesbaren Kombiinstrument keine zusätzlichen Informationen liefert. Weniger gelungen ist außerdem die Vielzahl an Tasten am Lenkrad, deren Bedienung eine gewisse Eingewöhnungszeit erfordert.

Als Familienauto bietet der Ford Focus großzügige Platzverhältnisse, wobei diese Generation zu den geräumigsten Angeboten im Segment zählt. Dennoch eignet sich die Rückbank weiterhin besser für zwei Personen als für die drei zugelassenen Passagiere.

Kofferraum und Preis des Ford Focus ST-Line

Mit 375 l liegt der Kofferraum etwas hinter den Klassenbesten – der Honda Civic bietet beispielsweise 103 l mehr. Wer jedoch besonders viel Stauraum benötigt, kann den Ford Focus auch als Kombi wählen, der mehr als 600 l fasst.

Der Ford Focus ST-Line 1.0 EcoBoost kostet 24 200 Euro, doch dank der damals laufenden Aktionen hätte unser Testwagen bereits für nur 20 000 Euro erhältlich sein können. Ein Angebot, dem man nur schwer widerstehen kann.

Jetzt ist Guilherme an der Reihe:

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