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BMW 3er und i3: Neue Klasse mit Benzin und Elektroantrieb

Roter BMW fährt kurvenreiche Küstenstraße bei Sonnenuntergang mit Meer und Bergen im Hintergrund.

Der BMW 3er ist ohne Wenn und Aber das meistverkaufte Modell der Marke. Kein anderes Auto, das BMW je gebaut hat, ist wichtiger. Ob das auch künftig so bleibt, hängt entscheidend davon ab, wie diese neue Generation ankommt. Die vollelektrische Variante des BMW 3er haben wir bereits als formschönen neuen i3 kennengelernt.

BMW 3er mit Benzinmotor im Neue-Klasse-Design

Jetzt ist der Benziner an der Reihe: Das ist der BMW 3er mit reinem Benzinantrieb – und er trägt ebenfalls die markante Karosserie des neuen i3. BMW hat sich bewusst dafür entschieden, beide Modelle optisch identisch zu gestalten und dabei seine neue Neue-Klasse-Designsprache konsequent umzusetzen.

Wie der i3 sieht auch er ausgesprochen gelungen aus. Die 2,5-Box-Architektur erinnert dezent an frühere BMW-3er-Generationen und weist zugleich in Richtung Elektro-Zukunft. Die Proportionen stimmen: kurze Überhänge, eine überzeugende Gestaltung von Niere und Scheinwerfern, ausgestellte Radhäuser sowie ein kantig gezeichnetes Heck.

Dass es sich um einen modernen BMW handelt, bedeutet allerdings auch: Selbst die Benziner erhalten einen elektrischen Anteil. Zum Marktstart steht der 320 zur Wahl – ein klassischer Modellname, hinter dem tatsächlich ein 2,0-Liter-Vierzylindermotor steckt. Endlich wieder Bezeichnungen, die nachvollziehbar sind.

Ein einzelner Turbolader und 48-Volt-Mildhybridtechnik sorgen für 208 bhp (211 PS) sowie 243 lb ft (329 Nm). Den Sprint von 0 auf 100 km/h beziehungsweise 0 auf 62 mph erledigt der 320 in 7,4 s; die Höchstgeschwindigkeit beträgt 240 km/h beziehungsweise 149 mph. Durchaus respektabel.

Wer es, um Mel & Kim zu zitieren, lieber nicht respektabel mag, kann zum Reihensechszylinder M350 xDrive greifen. Einen 5,0-Liter-Motor gibt es leider nicht – man stelle sich das nur vor! Stattdessen arbeitet hier BMWs 3,0-Liter-Benziner, ebenfalls unterstützt von 48-Volt-Mildhybridtechnik, und liefert deutlich mehr Leistung und Drehmoment.

Damit stehen sehr kräftige 437 bhp (443 PS) und 428 lb ft (580 Nm) bereit. Das entspricht einem beinahe beängstigenden Sprint von 0 auf 100 km/h beziehungsweise 0 auf 62 mph in 4,1 s, während die Höchstgeschwindigkeit bei 250 km/h beziehungsweise 155 mph elektronisch begrenzt wird. Damit ist er immer noch schneller als ein alter M3.

Fahrwerk, Räder und Kofferraumvolumen

Beide Fahrzeuge sind serienmäßig mit neuen passiven Dämpfern, steiferen Lagerungen und einer Gewichtsverteilung von 50:50 ausgerüstet; adaptives Fahrwerk ist optional erhältlich. Der M350 erhält zudem einen „Drift Moment“-Helfer, der „Leistung ausschließlich an die Hinterräder schickt“, um „kontrolliertes Übersteuern“ zu ermöglichen. Auf einer Rennstrecke dürfte das Spaß machen – beim Zuschauen ebenso wie hinter dem Steuer.

Der 320 rollt ab Werk auf 18-Zoll-Rädern, beim M350 sind es 19 Zoll. 20-Zoll-Felgen werden optional angeboten. Die Innenräume entsprechen weitgehend denen des Elektroautos, doch sowohl 320 als auch M350 bieten einen etwas größeren Kofferraum: Die Verbrennerversionen fassen 450 Liter, der i3 dagegen 420 Liter. Insgesamt bietet allerdings der Stromer mehr Stauraum – exakt einen Liter mehr –, denn vorn kommt ein 31-Liter-Frontkofferraum hinzu.

BMW i3: Technik und neue xDrive-Antriebe

Auch die Technologieausstattung des i3 zieht in die Benzinmodelle ein. Dazu zählen BMW OS X, das Panoramic-Vision-Display, optional ein 3D-Head-up-Display, ein 17,9-Zoll-Zentralbildschirm und ein Multifunktionslenkrad. Natürlich ist außerdem ein unnatürlich großes Maß an KI an Bord, in Gestalt von Amazons Alexa+. Weil KI sich zuletzt schließlich so respektabel verhalten hat, warum sie nicht einfach überall hineinzwängen.

Zugleich gibt es weitere Neuigkeiten zu den Antrieben des elektrischen 3er: BMW wird den i3 als 40 xDrive und 50 xDrive auf den Markt bringen. Der 40 leistet 369 bhp (374 PS), entwickelt 384 lb ft (521 Nm), beschleunigt in 5,4 s von 0 auf 100 km/h beziehungsweise 0 auf 62 mph und nutzt eine 82,8-kWh-Batterie. Die angegebene Reichweite liegt bei 441 Meilen beziehungsweise rund 710 km, geladen wird mit bis zu 300 kW Gleichstrom.

Der 50 legt deutlich nach. Seine Werte: 463 bhp (469 PS), 476 lb ft (645 Nm), 0 auf 100 km/h beziehungsweise 0 auf 62 mph in 4,7 s, eine 108,7-kWh-Batterie und eine angegebene Reichweite von 566 Meilen beziehungsweise rund 911 km. Dank seiner 800-Volt-Architektur kann er mit bis zu 400 kW laden. Die spezielle Zell-zu-Pack-Konstruktion des i3 und das „Heart of Joy“-Regelsystem sind bereits bekannt; wer eine Auffrischung braucht, sollte hier entlanggehen.

Schon bald folgt mit dem M60 xDrive ein noch temperamentvollerer i3. Der dürfte ohne Zweifel sehr schnell sein.

Die Preise des i3 beginnen bei £47,925 für den 40 und bei £53,425 für den 50. Die Benzinmodelle kosten etwas weniger: Der BMW 320 startet bei £44,975, der M350 bei £66,785.

Wie eingangs erwähnt, handelt es sich um ein großes und bedeutendes Auto: Seit seiner Einführung im Jahr 1975 hat BMW weltweit mehr als 18 Millionen Exemplare des 3er verkauft und ihn damit, wie BMW sagt, „zum erfolgreichsten Modell in der Geschichte der Marke BMW“ gemacht. Ein mächtiger Baum im automobilen Wald, wie TGs Paul Horrell ihn einst beschrieb.

Wird diese Neue-Klasse-Version ihm zu weiterem Wachstum verhelfen? Lasst es uns unten wissen.

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