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Toyota RAV4 Hybrid im Test

Dunkelgrüner Toyota RAV4 Hybrid SUV steht in modernem Showroom mit großen Fenstern im Hintergrund.

Die Verkaufszahlen des Toyota RAV4 erzählen eine echte Erfolgsgeschichte. Der 1994 eingeführte japanische SUV befindet sich inzwischen in seiner fünften Generation und hat in diesen 26 Jahren bereits 10 Millionen Exemplare abgesetzt.

Mit insgesamt fünf Modellgenerationen – die jüngste wurde im vergangenen Jahr vorgestellt – sicherte sich der RAV4 2019 den Titel als weltweit meistverkaufter SUV. Zudem war er das viertmeistverkaufte Modell der Welt.

Doch womit kann sich der Toyota-SUV in einem derart umkämpften Segment durchsetzen? Um das herauszufinden, haben wir die Version mit Frontantrieb getestet, die stets über einen Hybridantrieb verfügt.

Optisch gefällt mir der Toyota RAV4 durchaus. Seine kantigere Gestaltung hebt ihn von vielen Konkurrenten ab; zugleich wirkt das japanische Modell robust und angriffslustig. Damit unterscheidet er sich klar vom jugendlicheren Auftritt seiner Vorgänger.

Im Innenraum des Toyota RAV4

Im Innenraum wird sofort deutlich, wie sehr Toyota daran gearbeitet hat, die Cockpits seiner Modelle weniger „grau“ zu gestalten – genauso, wie es bei den jüngsten Modellen außen zu beobachten ist. Meiner Ansicht nach zahlt sich dieser Ansatz aus.

Wie schon im Corolla folgt das Design dem zunehmend verbreiteten Minimalismus. Touch-Bedienelemente und die altmodischen physischen Tasten sind sinnvoll kombiniert, was der Ergonomie zugutekommt.

Auch bei Verarbeitung und Materialauswahl gibt sich der RAV4 keine Blöße. Das Infotainment-System ist unkompliziert und intuitiv bedienbar, wobei die physischen Direktwahltasten einen klaren Vorteil darstellen. Lediglich die Grafik dürfte ansprechender und moderner ausfallen.

Eine der größten Stärken des RAV4 ist jedoch sein großzügiges Platzangebot.

Dank der TNGA-Plattform reisen vier Erwachsene samt Gepäck bequem. Der Kofferraum bietet dabei ein stattliches Volumen von 580 Litern.

Unterwegs im Toyota RAV4

Die Vorteile der TNGA-Plattform beschränken sich keineswegs auf das Raumangebot. Durch die neue Basis sitzt der Fahrer nun tiefer und findet problemlos eine komfortable Position am Steuer des Toyota RAV4.

Während der Fahrt vermittelt der RAV4 viel Vertrauen. Dazu tragen die präzise Lenkung mit ihrem passenden Gewicht und das stets exakte, effiziente Fahrverhalten bei.

Komfort und Fahrdynamik verbindet der SUV auf überzeugende Weise. Ob in der Stadt, auf kurvigen Strecken oder auf der Autobahn: Der RAV4 erweist sich als angenehmer Reisebegleiter, wobei insbesondere die wirkungsvolle Geräuschdämmung auf der Autobahn beeindruckt.

Der Hybridantrieb stellt insgesamt 212 PS bereit und sorgt dafür, dass der japanische SUV angenehm souverän vorankommt. Meistens arbeitet er ausgesprochen sanft und sogar „ruhig“, da der „EV“- beziehungsweise Elektromodus klar bevorzugt genutzt wird.

Diese „Ruhe“ endet erst, wenn man das Potenzial des 2,5-Liter-Vierzylinders mit Atkinson-Zyklus stärker ausreizt. Dann wird der Einfluss des e-CVT-Getriebes auf die Motordrehzahl deutlicher hörbar, als es wünschenswert wäre.

Beim Verbrauch zählt der Toyota RAV4 zu den überzeugendsten Kandidaten: Er lag zwischen 5,5 und 6,5 l/100 km und damit auf einem ähnlichen Niveau wie der Honda CR-V bei vergleichbarer Fahrweise.

Ist der Toyota RAV4 die richtige Wahl für mich?

Nach einigen Tagen am Steuer des Toyota RAV4 lässt sich sein Verkaufsvolumen leicht nachvollziehen – sein Erfolg ist nicht allein dem SUV-Boom geschuldet.

Der japanische SUV ist komfortabel, vielseitig, gut ausgestattet, robust und fahrdynamisch gelungen. Auf längeren Strecken erreicht er zudem Verbrauchswerte auf Dieselniveau, während er im Stadtverkehr mit beneidenswert sanftem Antriebskomfort punktet.

Wer einen solide gefertigten, geräumigen, dynamisch überzeugenden, komfortablen und sparsamen SUV sucht, aber keine Dieselmotorisierung möchte oder erste Schritte in Richtung elektrischer Mobilität machen will, sollte den Toyota RAV4 daher in die engere Auswahl nehmen.

Hinweis: Preise und Ausstattungen dieses konkreten Fahrzeugs entsprechen noch dem Modelljahr 2019, da der Test zu diesem Zeitpunkt durchgeführt wurde. Mit Beginn des neuen Jahres dürften sich diese Angaben verändert haben.

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