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Der neue Lexus ES setzt auf Limousinenkomfort

Bronzefarbener Lexus Elektroauto mit sportlichem Design vor neutralem Hintergrund in Innenraumstudio.

Gute Nachrichten: Lexus mag Limousinen. Bei der Enthüllung dieses auffälligen neuen ES mit vier Türen erklärte die Marke: „Die Limousine bietet entscheidende technische Vorteile, darunter eine hohe Karosseriesteifigkeit und einen niedrigen Schwerpunkt.“

Der Lexus ES ist inzwischen in seiner achten Generation. Das Modell kam Ende der 1980er-Jahre erstmals auf den Markt und versucht seither vergeblich, Konkurrenten wie den BMW 5er, Audi A6 und die Mercedes-Benz E-Klasse zu überholen. Mit dem neuen Anlauf soll sich das ändern.

Der neue Lexus ES mit eigenständiger Formensprache

Dafür setzt er unter anderem auf eine Optik, die sich deutlich von BMW 5er, Audi A6 und Mercedes-Benz E-Klasse abhebt. Ganz typisch Lexus – und doch nicht, denn mit dem neuen ES führt die Marke eine neue Designsprache ein, die nach und nach auch bei anderen Baureihen zum Einsatz kommen wird.

In einer Zeit, in der traditionelle Konzepte aufgebrochen werden, interpretiert der neue ES die klassische Dreikasten-Limousine als schlanke, scharf gezeichnete Coupé-Silhouette. Mit etwas Zusammenkneifen der Augen wirkt er wie ein sportliches Coupé, dem ein Schuss Alltagstauglichkeit mitgegeben wurde: die stark abfallende Dachlinie, die schmalen Scheinwerfer, die beinahe in die hervorstehende Motorhaube geschnitten wirken, die über die Flanken gezogene Linie und das gedrungene Heck. Das sieht … interessant aus.

Minimalistischer Innenraum und komfortorientierte Technik

Im Innenraum herrscht … Minimalismus. Neben dem unvermeidlichen zentralen Touchscreen gibt es darunter eine Leiste mit „reaktionsfähigen, verdeckten Schaltern“, ein digitales Fahrerdisplay … und kaum mehr. Die futuristische Schärfe des Exterieurs weicht im Cockpit einer deutlich entspannteren, aufgeräumten Atmosphäre.

Das verweist auf die neue Priorität des Lexus ES: Fahrkomfort. Seine Basis ist eine neu entwickelte Ausführung der globalen Plattform „TNGA GA-K“, die bereits den Vorgänger-ES trug. Für das neue Modell wurde sie jedoch angepasst, damit erstmals ein vollelektrischer Antrieb ebenso möglich ist wie der für Lexus traditionelle Hybridantrieb.

Zur Auswahl stehen daher zwei Hybridvarianten: der ES 300h mit einem 2,0-Liter-Vierzylinder und 194 bhp sowie der ES 350h mit 2,5-Liter-Vierzylinder und 198 bhp/244 bhp. Beide sind wahlweise mit Front- oder Allradantrieb erhältlich; die schnellste Ausführung beschleunigt in 7,8 s von 0 auf 100 km/h.

Lexus hat noch keine näheren Details genannt, doch bei beiden dürfte es sich um „selbstladende“ Hybride mit kleinem Elektromotor und e-CVT-Getriebe handeln. Ein Anschluss an die Steckdose ist nicht erforderlich: Die Fahrzeugelektronik entscheidet je nach Fahrsituation, welche Energiequelle – oder ob beide – genutzt wird.

Elektroantrieb im Lexus ES 350e und ES 500e

Wer ausschliesslich elektrisch unterwegs sein möchte, sollte den ES 350e mit Frontantrieb und 221 bhp oder den ES 500e mit Allradantrieb und 337 bhp in Betracht ziehen. Der Erstgenannte schafft mit einer Ladung 686 km, der Zweitgenannte 610 km; die Batteriekapazität hat Lexus nicht genannt. Der 500e ist dabei die wirklich schnelle Variante: Von 0 auf 100 km/h geht es in 5,9 s. Mit dem Abarth 500e hat er selbstverständlich nichts zu tun.

An einer 150-kW-Ladesäule laden beide Elektroautos in 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent – bei sehr niedrigen Aussentemperaturen dauert es länger. Anschliessend lässt sich der ES geniessen, der laut Lexus „von Grund auf gründlich überarbeitet“ wurde.

„Diese Eigenschaften tragen zum aussergewöhnlichen Fahrkomfort, zur Fahrstabilität und zur Geräuscharmut des Modells bei und bilden die Grundlage für die anhaltende Attraktivität der Limousine“, erklärte Lexus. Wie gesagt: Die Marke mag Limousinen.

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