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Michelin: Antworten auf die wichtigsten Fragen

Nahaufnahme eines Michelin-Reifen mit sichtbarem Firmenlogo auf schwarzem Gummi vor unscharfem Hintergrund.

Woher stammen Michelin-Reifen?

Aus dem Saft des Pará-Kautschukbaums, der auch als Hevea brasiliensis bekannt ist: Diese Bäume beziehungsweise Kautschukpflanzen werden mehr als 40 Meter hoch und lassen sich anzapfen, sobald ... ach so, Sie meinen: Aus welchem Teil der Welt kommen sie? Dann lautet die Antwort Clermont-Ferrand in Frankreich. Soweit Top Gear weiss, wachsen Pará-Kautschukbäume dort allerdings weder natürlich noch überhaupt – schliesslich ist die Stadt kein südamerikanischer Regenwald. Aber daran sollten wir uns nicht aufhängen: Wann haben Sie zuletzt eine Teeplantage in Yorkshire gesehen?

Weshalb vergibt Michelin Sterne?

Gute Frage. Warum zeichnet ein Unternehmen, das griffige Ummantelungen für Autoräder herstellt, die exklusivsten Restaurants der Welt mit begehrten Sternen aus? Schliesslich verleiht Kwik Fit auch keine Auszeichnungen für edlen Champagner.

Die Erklärung lautet: Marketing. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen die Michelin-Gründerbrüder auf die Idee, dass ein Führer zu den besten Restaurants des Landes die Nachfrage nach ihrem ambitionierten neuen Autoreifengeschäft steigern könnte. Diese Lokale besucht man idealerweise mit einem „Auto“, das wiederum am besten mit „Reifen“ fährt. Genial!

Die Brüder konnten kaum ahnen, dass Michelin hundert Jahre später als Synonym für winzige Portionen absurd teurer Speisen gelten würde, die meist in einem mit Opalen besetzten Eierbecher oder einem Ballettschuh für Kinder serviert werden.

Verlieren Michelin-Sterne ihre Gültigkeit?

Nein, Michelin-Sterne verfallen nicht. Mit der Zeit können sie jedoch abgenutzt werden, wodurch ihre Wirkung nachlässt. Prüfen Sie Ihre Michelin-Sterne daher regelmässig auf Verschleiss und Beschädigungen und tauschen Sie sie aus, wenn weniger als 1,6 mm Profil vorhanden sind.

Warum sieht das Michelin-Männchen so aus?

Weil es gekommen ist, um Ihre Träume heimzusuchen. Warnung: Falls Sie das heutige Michelin-Männchen schon etwas ... unerquicklich anzusehen finden, rät Top Gear dringend davon ab, im Internet nach Bildern des Originals aus dem 19. Jahrhundert zu suchen. Dagegen wirkt Pennywise wie Paddington Bär.

Vergibt das Michelin-Männchen Michelin-Sterne?

Sie hängen wirklich am Michelin-Männchen, oder? Verständlich. Michelin betont seit Langem, dass seine Sterne von einem Team anonymer menschlicher Inspektoren vergeben werden. Das mag stimmen – aber wir wissen alle, dass das Michelin-Männchen persönlich die Fäden zieht und sich an den zerschmetterten Hoffnungen und Träumen unschuldiger Restaurantbesitzer gütlich tut.

Wie lautet der echte Name des Michelin-Männchens?

TG begrüsst das Misstrauen, das in dieser Frage mitschwingt. Ja, weshalb sollten wir diesem Typen erlauben, sich hinter einem Künstlernamen zu verstecken? Her mit der Geburtsurkunde! Und wenn wir schon dabei sind: Warum nicht gleich seine Steuererklärungen durchforsten? Wie sich herausstellt, besitzt das Michelin-Männchen tatsächlich einen echten Namen: Bibendum. Das ist natürlich Latein für „gespenstischer, unheimlicher Kissen-Dämon“.

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