Für 2026 werden mehr als 100 Fahrzeugneuheiten erwartet. Hier stellen wir jedoch zehn der günstigsten vor. Auffällig: Sechs davon setzen weiterhin auf den „alten“ Verbrennungsmotor, dessen Zukunft in Europa über 2035 hinaus gesichert wurde, nachdem sein Ende jahrelang angekündigt worden war.
Reine Verbrenner-Neuheiten dürften in den kommenden Jahren allerdings kaum noch auf den Markt kommen. In unterschiedlichem Ausmaß werden sämtliche Modelle elektrifiziert sein, nicht zuletzt wegen der weiterhin geltenden Emissionsziele.
Für Sie als potenzielle Käuferin oder potenziellen Käufer zählt vor allem, dass mehrere Technologien zur Auswahl stehen, die sich an Bedarf und Budget orientieren: Mildhybrid, Hybrid ohne Steckdose, Plug-in-Hybrid und natürlich reine Elektroautos.
Diese Auswahl von zehn Neuheiten umfasst komplett neue sowie überarbeitete Modelle. Sie alle legen in den preisgünstigeren Marktsegmenten weiterhin den Schwerpunkt auf ein möglichst gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Dacia Sandero
Den Auftakt dieser Auswahl günstiger Neuwagen für 2026 macht der überarbeitete und unverzichtbare Dacia Sandero. 2024 war er das meistverkaufte Auto Europas – ein Erfolg, den er 2025 wiederholen wird – und auch in Portugal zählt er seit Jahren zu den Bestsellern seines Segments.
Dacia hat das Erscheinungsbild des Sandero überarbeitet, die technische Ausstattung ausgebaut und neue Antriebe eingeführt. Alle Details im Überblick:
Das Beste daran: Der Sandero bleibt seinem wichtigsten Argument treu – dem Kampfpreis. Die Markteinführung des rumänischen Kompaktwagens ist für die ersten Monate 2026 vorgesehen; die Preise starten bei 14.200 Euro. Alle Preise des Dacia Sandero 2026 im Überblick.
Dacia C-NEO
Am anderen Ende des Dacia-Portfolios kommt 2026 eine vollständige Neuheit auf den Markt, die bislang unter der internen Bezeichnung C-Neo bekannt ist.
Gemeinsam mit dem Bigster wird er die Rolle des Flaggschiffs der rumänischen Marke übernehmen, allerdings nicht als weiterer SUV. Dacia setzt stattdessen auf eine Karosserieform, die zunehmend aus der Mode gekommen ist: den Kombi.
Die Enthüllung ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Das Ziel ist eindeutig: etablierte europäische Modelle wie den Peugeot 308 SW, den SEAT Leon Sportstourer und den Skoda Octavia Combi herauszufordern, der aktuell Europas meistverkaufter Kombi ist.
Preise wurden noch nicht bekannt gegeben. Es wäre aber keine Überraschung, wenn sie sich am Bigster orientieren, der ab 24.556 Euro erhältlich ist.
FIAT 500 Hybrid
Der neue FIAT 500 Hybrid aus Südeuropa steht sinnbildlich für die Herausforderungen bei der Elektrifizierung. Die dritte Generation des Kleinstwagens war ursprünglich ausschließlich als reines Elektroauto konzipiert. Nach einem starken Start brachen die Verkaufszahlen jedoch in den vergangenen Jahren ein. Deshalb musste FIAT zurückrudern und dem 500 wieder einen Verbrennungsmotor spendieren.
Besonders deutlich zeigt sich der Unterschied beim Preis: Der neue 500 Hybrid kostet rund siebentausend Euro weniger als die reine Elektroversion, die ab 20.850 Euro angeboten wird.
Er kommt im ersten Quartal 2026 auf den Markt, doch wir sind ihn bereits gefahren. Hier ist unser Urteil:
Kia EV2
Kia treibt seine Elektrostrategie weiter entschlossen voran. Zu den vielversprechendsten Neuheiten des Jahres 2026 zählt der EV2, der zum günstigsten Elektroauto der Marke werden soll. Der EV3 ist bereits ein Erfolg, weshalb die Erwartungen an das südkoreanische B-SUV hoch sind.
Der Concept EV2 nahm das Serienmodell vorweg, dessen Premiere bereits am 9. Januar auf dem Brüsseler Automobilsalon stattfindet. Die ersten Auslieferungen sollen im ersten Quartal 2026 beginnen.
Wie der EV3 nutzt er die E-GMP-Plattform. Nach Angaben der Marke werden 99 % dessen, was beim Konzeptfahrzeug zu sehen war, im Serien-EV2 übernommen.
Darüber hinaus sind die technischen Daten noch unbekannt. Kia hält sich bei Antrieben und Leistung, Batterien sowie Reichweite bedeckt. Preislich soll er unter dem EV3 liegen; die günstigsten Varianten werden voraussichtlich weniger als 30.000 Euro kosten.
Nissan Micra
Der Nissan Micra, ein traditionsreicher Name der japanischen Marke, erhält 2026 eine neue Generation. Er wird erstmals elektrisch fahren – und ausschließlich elektrisch.
Mit dem Renault 5 teilt er fast alles: Plattform, Batterien und Elektromotoren. Beide stehen auf der AmpR-Small-Plattform, verwenden die gleichen Motoren mit 90 kW (122 PS) und 110 kW (150 PS) sowie Batterien mit 40 kWh und 52 kWh. Die WLTP-Reichweite liegt je nach Variante bei 310 km beziehungsweise 419 km.
Optisch unterscheidet er sich erwartungsgemäß am stärksten von seinem französischen „Cousin“. Der neue Micra erhält eine eigene Front- und Heckgestaltung, einschließlich einer Lichtsignatur, die an die dritte Modellgeneration (K12) erinnert. Im Innenraum verschwinden diese Unterschiede dagegen fast vollständig.
Der neue elektrische Nissan Micra kommt 2026 in den Handel und kann bereits ab 27.750 Euro bestellt werden.
Renault Clio
Die sechste und neue Generation des Renault Clio sorgt für Gesprächsstoff. Mit einem Wort zusammengefasst: Der französische Kleinwagen ist kaum wiederzuerkennen. Sein mutigeres Design unterscheidet sich deutlich von den Vorgängern, die technische Ausstattung wurde erweitert und neue Motorisierungen feiern Premiere, darunter ein Hybridantrieb der neuen Generation.
Ab 21.990 Euro soll der Clio wieder zur Referenz unter den Kleinwagen werden und möglicherweise sogar den Dacia Sandero als meistverkauftes Auto Europas ablösen. Dieser stammt schließlich „aus dem eigenen Haus“ – also aus dem Renault-Konzern.
Die ersten Fahrzeuge sollen Anfang 2026 ausgeliefert werden. Der neue Renault Clio wird mit drei Antriebsoptionen angeboten: TCe 115, E-Tech Full Hybrid 160 und Eco-G 120 EDC. Alle Details zum Modell:
Renault Twingo
In Frankreich bleibt Renault mit dem neuen Twingo bei einem seiner wichtigsten Starts für 2026. Die vierte Generation knüpft beim Design wieder an ihre Ursprünge an. Nach 33 Jahren übernimmt sie nun aber eine neue Aufgabe: Gemeinsam mit R5 und R4, ebenfalls Modelle mit historischem Vorbild, soll sie reine Elektroautos für breite Käuferschichten erschwinglich machen.
Die Markteinführung ist gegen Ende des ersten Halbjahres 2026 vorgesehen – mit einem Versprechen: Die Preise starten unter 20.000 Euro.
Seine Stärken beschränken sich nicht auf den Preis. Trotz einer um 13 cm kürzeren Karosserie gegenüber dem technisch verwandten „Bruder“ R5 bietet er viel Platz, Vielseitigkeit und Alltagstauglichkeit.
Unter dem Blech arbeitet ein Elektromotor mit 60 kW (82 PS) und 175 Nm Drehmoment. Er wird von einer Batterie mit lediglich 27,5 kWh gespeist und ermöglicht bis zu 263 km Reichweite im kombinierten WLTP-Zyklus.
SEAT Ibiza
Der überarbeitete SEAT Ibiza wurde ursprünglich für 2025 erwartet, doch die spanische Marke hat den Zeitplan geändert: Er kommt erst 2026. Es handelt sich um die zweite größere Modellpflege seit der Einführung 2017 und der Überarbeitung 2021. Neu sind einige Designanpassungen, andere Materialien und eine umfangreichere technische Ausstattung.
Die wichtigste Neuigkeit des erneuerten Ibiza – ebenso wie beim ebenfalls aktualisierten Arona – sitzt unter der Motorhaube, kommt aber erst 2027. Dann feiern 48-Volt-Mildhybrid-Antriebe ihr Debüt.
Bis dahin bleiben beide Modelle bei den bekannten Motoren 1.0 MPI, 1.0 TSI und 1.5 TSI. Die Preise beginnen bei 19.339 Euro für den Ibiza und bei 22.398 Euro für den Arona.
Toyota Aygo X
Auch bei den Kleinstwagen gewinnt Toyota mit einer echten Premiere wieder an Bedeutung: Der überarbeitete Aygo X ist der erste Vollhybrid-Kleinstwagen auf dem Markt.
Neben dem neuen Design ersetzt die japanische Marke den bisherigen 1,0-Liter-Benziner mit 72 PS durch den Hybridantrieb des Yaris. Dieser kombiniert einen 1,5-Liter-Motor mit einem Elektromotor und leistet insgesamt 116 PS – 44 PS mehr als zuvor.
Der Toyota Aygo X 2026 soll Anfang des Jahres auf den Markt kommen, endgültige Preise gibt es jedoch noch nicht. In Portugal trifft er auf die dortige Steuerregelung: Obwohl er niedrigeren Verbrauch und geringere Emissionen als der bisherige Einliter-Motor verspricht, erhöht der um 50 % größere Hubraum die ISV um rund 2.300 Euro.
Zum Vergleich: Die aktuelle Generation ist ab 18.690 Euro erhältlich, während der günstigste Hybrid-Yaris bei 24.330 Euro startet. Der neue Aygo X Hybrid dürfte sich preislich zwischen diesen beiden Modellen einordnen.
Volkswagen ID. Polo
Zuletzt, aber keineswegs weniger wichtig, folgt der Volkswagen ID. Polo, dessen Vorstellung für das Frühjahr 2026 geplant ist. Er soll die Marke aus Wolfsburg in das Segment günstigerer Elektroautos bringen, mit Preisen ab 25.000 Euro.
Noch trägt das Modell Tarnfolie, doch Volkswagen hat bereits zahlreiche Informationen veröffentlicht. Den Anfang macht die MEB+-Plattform: Anders als MEB verfügt sie über Frontantrieb mit vorn montiertem Motor und ersetzt die unabhängige Hinterradaufhängung durch eine einfachere und günstigere Verbundlenkerachse.
Außerdem kommt ein neuer Elektromotor namens APP 290 zum Einsatz, der in mehreren Leistungsstufen angeboten werden kann. Mit der kleineren Batterie von 37 kWh netto leistet er 85 kW (116 PS) oder 99 kW (135 PS). Angaben zur Reichweite liegen noch nicht vor.
In Kombination mit der größeren Batterie mit 52 kWh netto stehen 155 kW (211 PS) zur Verfügung, beim ID. Polo GTI sind es 166 kW (226 PS). In dieser Ausführung dürfte die Reichweite bis zu 450 km nach WLTP betragen.
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