Über Jahrzehnte hinweg galten Kombis als Karosserieform für Praktikabilität und viel Platz. Inzwischen ist ihre Bedeutung durch den unaufhaltsamen Aufstieg der SUVs geschwunden, die diese Eigenschaften mit einer höheren Sitzposition verbinden.
Trotzdem ist Dacia überzeugt, dass die Kombiklasse noch nicht alle Trümpfe verloren hat. Das zeigt der C-Neo, wie das neue Modell intern bezeichnet wird und dessen erste Prototypen bereits bei Testfahrten „erwischt“ wurden.
Die Enthüllung ist für die zweite Hälfte des Jahres 2026 geplant. Das Ziel ist eindeutig: Der Dacia C-Neo soll sich gegen einige Schwergewichte des europäischen Marktes behaupten, darunter den Peugeot 308 SW, den SEAT Leon Sportstourer und den Skoda Octavia Combi, der derzeit Europas meistverkaufter Kombi ist.
Dacia C-Neo setzt auf eine seltenere Karosserieform
Während der Marktanteil von Kombis weiter sinkt, schwimmt der Dacia C-Neo gegen den Strom. Er will klar als SUV-Alternative auftreten und soll gemeinsam mit dem Bigster das neue Spitzenmodell der rumänischen Marke bilden.
Obwohl die Tarnung noch umfangreich ist, deutet vieles darauf hin, dass sich das neue Modell bereits nahe an der Serienversion befindet. An der Front fallen die kantig gestalteten Scheinwerfer auf, die von einem Kühlergrill begleitet werden, der beispielsweise jenem des Dacia Jogger sehr ähnlich sieht.
Weiter unten verleihen die eckiger gezeichnete Stoßstange und der untere Lufteinlass dem Fahrzeug einen robusten Auftritt. Damit orientiert sich der C-Neo durchaus an der Gestaltung, die man von den SUVs der Marke kennt.
Karosserie, Platzangebot und Innenraum des Dacia C-Neo
In der Seitenansicht stechen die Radläufe hervor, die hier dezent mit Kunststoffschutz verkleidet sind. Ebenso auffällig ist die Bodenfreiheit, die geringfügig über jener anderer Modelle dieser Art liegt.
Typisch für einen Kombi ist die Dachlinie, wobei beim C-Neo besonders die stark geneigte Heckscheibe ins Auge fällt. Konkrete Abmessungen sind noch nicht bekannt, doch das auf den Bildern erkennbare Volumen des Hecks lässt auf einen großzügigen Laderaum schließen. Anders als der Dacia Jogger dürfte der neue C-Neo ausschließlich als Fünfsitzer angeboten werden.
Der Innenraum wurde bislang noch nicht gezeigt. Dennoch sind Lösungen zu erwarten, die dem Dacia Bigster ähneln: etwa das YouClip-System zur Befestigung von Zubehör, strapazierfähigere Polsterbezüge sowie das gleiche Display-Duo. Eines ist mit 7″ oder 10″ für die Instrumentierung vorgesehen, das andere mit 10″ für das Infotainmentsystem.
Welche Antriebe sind für den Dacia C-Neo vorgesehen?
Unter der Karosserie setzt der Dacia C-Neo weiterhin auf die CMF-B-Plattform. Sie bildet derzeit die Grundlage für die gesamte Modellpalette der rumänischen Marke, mit Ausnahme des Spring, und ermöglicht den Einsatz derselben Antriebe wie im Duster oder Bigster.
Die Mildhybrid-, Benzin- und LPG-Antriebe sollen auf demselben 1,2-Liter-Dreizylindermotor basieren. Die Hybridversion wird dagegen mit hoher Wahrscheinlichkeit den 1,8-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor und zwei Elektromotoren kombinieren.
Wie bereits erwähnt, soll dieses Modell in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 vorgestellt werden. Während sich die Branche zunehmend von Kombis entfernt, will Dacia genau in diese Karosserieform investieren. Könnte das der Beginn eines erfolgreichen Comebacks sein?
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